KW 50: Corona beflügelt Investitionen in IIoT, Cyberangriffe im Gesundheitssektor auf dem Vormarsch, ReCircE: Kunststoffrecycling mit Künstlicher Intelligenz

NACHRICHTEN

Corona beflügelt Investitionen in IIoT: 2020 war ein hartes Jahr für die deutsche und internationale Wirtschaft. Insbesondere die güterintensiven und exportierenden Wirtschaftszweige wurden durch Lockdown und Beschränkungen hart getroffen. eine Studie des Marktforschungsunternehmens IDC kommt nun zu dem Ergebnis, dass viele Industrieunternehmen nun Industrial Internet of Things (IIoT) nutzen wollen, um sich kurzfristig ergebende Herausforderungen zu stellen. Für Mehr als 50 Prozent der Befragten steht dabei die Prozessoptimierung und Kostenreduktion im Vordergrund. 47 Prozent hoffen, dass IIoT bei der Entscheidungsfindung nützt, indem es diese durch genauere Daten beschleunigt. Rund 59 der Befragten planen neue Projekte im IIoT-Bereich, auch um sich durch Corona neu geschaffenen Herausforderungen zu stellen.
automotiveit.eu

Cyberangriffe im Gesundheitssektor auf dem Vormarsch: Ob in Deutschland oder international: Das Gesundheitswesen befindet sich 2020 im absoluten Ausnahmezustand. Zeitgleich wächst die Zahl der Cyberangriffe und Hacks auf die Gesundheitswirtschaft weltweit. 43 Prozent der Angriffe entfielen auf diese Branche, die damit noch vor dem Banken- und Finanzsektor liegt. Weltweit belief sich der weltweit durch Cyberangriffe verursachte Schaden im Gesundheitswesen auf 17,76 Milliarden Dollar. Patientendaten sind hochsensibel und daher ein beliebtes Ziel für Cyberattacken. Die Vernetzung medizinischer Geräte, IT-Systemen und Anwendungen über das Internet of Things (IoT) biete eine komplett neue Angriffsfläche. Lassen diese sich vom medizinischen Personal nicht mehr bedienen, können Kriminelle mit Leichtigkeit viel Lösegeld erpressen. Damit das Internet of Medical Things (IoMT) nicht zum Einfallstor für Cyberkriminelle wird, gilt es mögliche Schwachstellen schnell zu identifizieren und frühzeitig zu patchen. Die IT im Gesundheitssektor sollte zudem auf sogenannte Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für berufliche und private Konten sowie Administratorkonten setzen. Ein zentralisiertes Logmanagement (CLM) in Verbindung mit einem Critical Incident Reporting System (CIRS) zeichnet Login-Prozesse auf und schlägt im Notfall Alarm. Wie auch überall sonst sind gerade im IoMT-Bereich regelmäßige Backups absolut angeraten. Wichtig ist es auch, bei allen Mitarbeitern ein Bewusstsein für IT-Sicherheit zu schaffen, beispielsweise durch Schulungen und andere Informationsveranstaltungen.
devicemed.de

Superoperator und Axel Springer wollen die Autowaschanlagenbranche digitalisieren: Gemeinsam mit dem Axel Springer Konzern möchte die finnischen Firma Superoperator die Autowaschanlagen von „CleanCar“ bis Ende des Jahres digitalisiert haben. Über die App „Clever Waschen“ sollen Autofahrer künftig die nächstgelegene Waschanlage finden, ihre Autowäsche aussuchen und bezahlen können. Damit wäre es nicht mehr nötig, an der Waschstraße auch nur das Fenster herunterzulassen, geschweige denn das Auto zu verlassen. Alle CleanCar-Anlagen in Deutschland und Österreich sollen so bis Ende 2020 digitalisiert werden.
elektroniknet.de

Comodule präsentiert Connectivity-Modul für E-Bikes: Die estnische Forma Comodule bringt mit dem Modul „Bonnie und Clyde“ ein speziell an E-Bikes angepasstes Connectivity-Modul heraus. Das neue IoT-Modul wurde für die Zusammenarbeit mit den meisten Mittelmotoren optimiert, soll besser integrierbar und so deutlich unsichtbarer sein. Das Konnektivitäts-Modul soll nicht nur das Fahrerlebnis verbessern, sondern auch den CO2-Fußabdruck der Nutzer und Wartungskosten minimieren: Durch sogenannte Over-the-Air-Updates (OTA) könnten Fehler ohne Werkstattbesuch bereinigt werden.
pedelec-elektro-fahrrad.de

– Anzeige –
Smart-Life-Ticker – Technologie hat mit einer Reihe von Geräten, die unser Leben vereinfachen, Abhilfe geschaffen. Mit unserem Newsletter erhalten Sie einen wöchentlichen Überblick über die neuesten Gadgets und Entwicklungen aus der Szene. smartlife-ticker.net

Digitalisierung: Industrial IoT im Sägewerkindustry-of-things.de
Synergien: Die gewinnbringende Kombination von IoT und ERP industry-of-things.de
Allrounder: Energieautarker Multisensor elektroniknet.de
Sicherheit: Künstliche Intelligenz in der Cybersicherheit – ein zweischneidiges Schwert pcwelt.de
Smart Home und die Privatsphäre: Spionage durch vernetzte Geräte vor dem Kauf ausschließen rnd.de

ZAHL DER WOCHE

40 Prozent der im Rahmen der IDC-Studie „Industrial IoT in Deutschland 2021“ befragten Unternehmen gaben an, aufgrund von Covid-19 ihre Investitionen in das IIoT erhöhen zu wollen.
it-production.com

HINTERGRUND

Neuer Mobilfunk-Provider für M2M und IoT: Die nordrhein-westfälische Gero Holding AG erweitert durch die neugegründete Digital SIM GmbH ihr Portfolio und bietet künftig Kommunikationslösungen für den sogenannten „Machine to Machine“ (M2M)-Bereich sowie Mobilfunkvernetzung für das Internet der Dinge an. Angeboten werden sollen beispielsweise Datenverbindungen über alle Mobilfunknetze für KMUs und Kunden aus dem öffentlichen Sektor. Im Fokus steht eine Multi-Netz-SIM-Karte für alle Netze. Diese bietet eine automatische Verbindung zu über 500 Netzen weltweit. Die Firma möchte eine Lücke schließen und die Entwicklung von Lösungen für das Internet der Dinge und die Maschinenkommunikation (M2M) erleichtern.
funkschau.de

Infogrid erhält Förderzuschuss in Höhe von 15,5 Millionen Dollar: Das IoT-Startup, Infogrid rüstet bestehende Gebäude nach, um sie “smart” zu machen. Die Plattform kombiniert IoT-Sensoren mit KI-Analyse und hat bereits einige Erfolge bei der Neugestaltung des Facility Managements (FM) für einige der weltweit größten FM-Anbieter, wie z.B. globale Banken, Supermärkte, Restaurantketten und den NHS, erzielt. Infogrid hat auch eine “Impact-Style”-Mission, die es Unternehmen ermöglicht, die ökologischen und sozialen Kosten ihrer Gebäude zu reduzieren und gleichzeitig ihren Gewinn und ihren Vermögenswert zu steigern. Nun hat das Start-Up eine Finanzspritze in Höhe von 15,5 Millionen Dollar erhalten.
techcrunch.com

– Anzeige –
ETL – Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe mit Tipps zum Jahreswechsel: Ein turbulentes Jahr voller Herausforderungen geht zu Ende. Und egal ob Unternehmer, Selbstständige, Arbeitnehmer oder Familien – im neuen Jahr erwarten Sie zahlreiche steuerrechtliche Änderungen. Ob Soli-Wegfall, Wiedereinführung der degressiven AfA, Regelungen zum Investitionsabzugsbetrag oder Steuerrechtliche Fragen im Zusammenhang mit Corona-Hilfen und Home-Office: Mit den Ratschlägen der ETL umgehen Sie potenzielle Fallstricke und lernen Möglichkeiten kennen, zu einem zumindest in steuerlicher Hinsicht versöhnlichen Jahresausklang zu finden. youtube.com

PROJEKT DER WOCHE

ReCircE: Kunststoffrecycling mit Künstlicher Intelligenz: Ein neues Forschungsprojekt des Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Partnerschaft mit der TU Darmstadt, GreenDelta, der Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS und dem rheinland-pfälzischen Unternehmen Papier-Mettler möchte ein umfassendes, neues Recyclingverfahren entwickeln. Hierbei soll die Sortiertechnik der Anlagen mit maschinellem Lernen und einem digitalen Produktpass kombiniert werden und so „trainiert“ werden. Ziel ist es, durch die KI im Recyclingvorgang einzelne Molekülketten zu erkennen und das geschmolzene Plastik so weiterzubearbeiten, dass es in die jeweiligen Fraktionen zerfällt. Mithilfe des digitalen Produktpasses soll die Wertstoffkette transparent gehalten werden, um die Verwertung der Kunststoffe zu erleichtern. Das Projekt wird vom Umweltbundesministerium im Rahmen des Förderprogramms „KI-Leuchttürme für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen“ gefördert.
eu-recycling.com

ZITAT

„Unter Datenschutzgesichtspunkten sollte man immer EU-Herstellern den Vorzug geben, da diese dem strengen Regime der Datenschutzgrundverordnung, DSGVO, unterliegen – selbst, wenn sie Daten ins Ausland übermitteln.“
IT-Rechts-Experte Dennis-Kenji Kipker hat empfohlen, sich vor dem Kauf genau über den Hersteller eines Produkts zu informieren.
rnd.de

INTERRUPTED

Bundesnetzagentur warnt vor “smarten” Weihnachtsgeschenken: Die Bundesnetzagentur warnt vor smarten Weihnachtseinkäufen übers Internet. Viele der „Smarten“ Puppen, Teddybären oder Uhren seien in Deutschland illegal, erklärte Netzagentur-Chef Jochen Homann in einer Pressemitteilung. Smarte Spielzeuge sähen zwar oft harmlos aus, viele dieser Geräte könnten aber Abhörfunktionen besitzen. Smart Toys sollten vor dem Kauf kritisch überprüft werden, empfiehlt die Behörde.
netzpolitik.org

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Internet of Things und Industrie 4.0:

IoT-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings