KW 48: Schwieriges Verhältnis zu Huawei, Lyft plant selbstfahrende Autos, Taxiruf via IoT, Digitale Müllcontainer

NACHRICHTEN

Huawei – Wirtschaft gegen Ausschluss, aber für Sicherheit: Beim 5G-Ausbau gibt es weiterhin Sicherheitsbedenken. In der vergangenen Woche wurden diese seitens der Politik auf dem CDU-Bundesparteitag deutlich. Die Sicherheitsrisiken und Gefahren für Spionage seien weiterhin Grund zur Sorge. Gleichzeitig bezieht nun auch die Wirtschaft stärker Position zum chinesischen Telekommunkationsunternehmen. Vodafone und die Telekom sind weiterhin gegen einen Ausschluss von Huawei – vor allem, weil die Einführung von 5G sich damit drastisch verzögern würde. Dies hätte zur Folge, dass die Entwicklung von Technologien aus dem Bereich des Internets der Dinge nicht vorankäme. Allerdings soll Huawei aus dem sensiblen Netz entfernt werden. Das Mobilfunknetz – zum einen das sensible Kernnetz für die Informationsverarbeitung, zum anderen das verschlüsselte Antennennetz. Im zweiten Bereich fallen 80 Prozent der Investitionen an – dort soll Huawei nicht ausgeschlossen werden.
welt.de

Lyft eröffnet Niederlassung für selbstfahrende Autos: Der Fahrdienst Lyft nähert sich der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen: eine neue Niederlassung im kalifornischen Palo Alto soll den Entwicklern in Kooperation mit Chrysler-Pacifica-Hybridautos neue Tests durchzuführen, um die autonome Mobilität voranzubringen. Lyft gab an, bereits vielmal mehr autonome Kilometer zu fahren, als noch vor sechs Monaten. Das Unternehmen nutzt dabei dieselben Modelle wie Waymo, dem Fahrdienst von Google-Mutter Alphabet. Für die Fahrdienst ist autonomes Fahren ein durchaus attraktiver Geschäftszweig, da sie perspektivisch Fahrer ersetzen können. Mit dem Ausbau der 5G-Netze wird ein Entwicklungssprung in der Branche prognostiziert.
onvista.de

Taxiruf über das Internet der Dinge: Taxiunternehmen können eine merkliche Entlastung durch die sogenannte Taxiklingel erzielen. Es handelt sich dabei um eine Taste, die Beispielsweise an Hotelrezeptionen angebracht wird. Anstatt Telefonzentralen anzurufen, die die Koordination übernehmen, reicht lediglich das einmalige Berühren des Geräts. Auf einem Display erscheint ein grüner Haken, der die Bestellung bestätigt. Best.ways heißt das Unternehmen hinter der Idee und es bekommt Rückendeckung von der Deutschen Telekom. Diese möchte mit ihrer IT-Infrastruktur beim Ausbau helfen.
digitaler-mittelstand.de

Frankfurter FDP will Müllcontainer smart machen: Die FDP in Frankfurt hat einen Vorschlag zur Digitalisierung vor Entsorgungswirtschaft gemacht: Abfallcontainer sollen mit Sensoren ausgestattet werden, die den Füllstand weitergeben und damit die Leerungen effizienter gestalten. Gegenwärtig handelt es sich jedoch nur um eine Idee – Kosten für Umbau, Lizenzen und Masten seien zu teuer. FDP-Politiker Michael Bross erklärt, dass es besondere Probleme mit den Glascontainern gäbe. Das zuständige Entsorgungsunternehmen zeigte sich zunächst reserviert.
fr.de

Interview: Der Stand von IoT funkschau.de
Einstellungssache: Der Clou am Silicon Valley ist nicht die Technologie nzzas.nzz.ch
Cybersicherheit: EU konkretisiert Standards heise.de
IT-Wissen: Ständiges Lernen gefordert it-daily.net
Smart Home: Intelligentes Heizen steht kurz vor dem Durchbruch homeandsmart.de

ZAHL DER WOCHE

In China gibt es bereits 50 gängige Smart-Home-Geräte. Deutschland hinkt noch hinterher.
wiwo.de

HINTERGRUND

Vernetzte Schweißer sorgen für mehr Effizienz: In der Industrie können Wartung und Planung durch den Einsatz von vernetzten Systemen und Künstlicher Intelligenz optimiert werden. Das US-Unternehmen Colfax zeigt wie es gehen kann: Wenn Schweißer vernetzt arbeiten können sie wertvolle Informationen über Arbeitsqualität, effizienter Materialeinsatz und Optimierung von Verbrauchsmitteln generieren. Auch mögliche Hürden bei der Lieferkette können analysiert und abgewehrt werden. Für das Management stellt der Einsatz modernerer Technologie ein Wettbewerbsvorteil dar – durch bessere Analyse können Kosten eingespart werden, sodass Unternehmen im Vergleich zur Konkurrenz aus Billiglohnländern gegenüber neue Möglichkeiten für kompetitive Preise anbieten können.
industry-of-things.de

IoT-Startups bringen interessante Lösungen für Wirtschaft und Alltag: Die IoT-Branche wird immer raffinierter. Auf dem Web Summit in Lissabon wurden mehrere Projekte vorgestellt, die auf neuen digitalen Technologien basieren. Von Smart Farming über Smart Security ist die Bandbreite der jungen Unternehmen groß. Den Unternehmen geht dabei um praxisorientierte Lösungen – sie möchten Kunden und Partner durch Alltagsanwendungen begeistern. Tracking-Lösungen für Lagerhäuser oder das lernende Smart Home zielen auf merkliche Erleichterungen ab.
industry-of-things.de

PROJEKT DER WOCHE

IoT-Projekt hilft Imkern: Das Bienensterben bereitet nicht nur Umweltschützern, sondern auch Imkern Kopfzerbrechen. Durch den Mikrocontroller ESP8266 soll es jedoch möglich sein, Bienenvölker besser zu schützen und zu analysieren, welche Faktoren sie bedrohen. Das Projekt soll dabei helfen, Gewicht des Bienenstocks sowie die Temperatur zu messen. Dies würde die Überprüfungen durch Imker nicht mehr nötig machen – ein weniger invasives Imkern soll sich positiv auf die Bienenkolonien auswirken.
heise.de

ZITAT

“Landwirte werden digitale Daten über ihre Höfe und Äcker nutzen, um Dünger und Pflanzenschutzmittel gezielter einzusetzen und um letztlich auf weniger Fläche mehr zu produzieren mit weniger Aufwand. Digitale Überwachung von Feldern wird es Landwirten ermöglichen, sehr viel schneller zu reagieren, wenn es auf einem Feld ein Problem gibt, sodass Schädlingsbefall bekämpft werden kann, bevor er außer Kontrolle gerät oder nur mit großem Aufwand zu kontrollieren ist.”
Chemieingenieur James Collins prognostiziert präzises Landwirtschaften durch IoT.
tagesspiegel.de

INTERRUPTED

Tipps für smartes Weihnachten: Mit der bevorstehenden Adventszeit, kommt auch wieder die Frage nach der passenden Dekoration auf. Für technikaffige Weihnachtsfans gibt es ein breites Spektrum, um auch an Weihnachten Smart zu sein – Sprachassistenten helfen bei der Steuerung, Smart Plugs helfen zusätzlich beim Stromverbrauch – per WLAN können die modernen Steckdosen Befehle erhalten wann sie ein- und ausgeschaltet sein sollen.
inside-digital.de

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