KW 44: IoT-Entwickler-Umfrage 2020, IoT kann Verlust biologischer Artenvielfalt vorbeugen, Klimaschutz durch Internet der Dinge beschleunigen

NACHRICHTEN

IoT-Entwickler-Umfrage 2020 erschienen: Die gemeinnützige Eclipse-Foundation hat die Ergebnisse ihrer alljährlichen IoT-Entwickler-Umfrage veröffentlicht. Die Umfrage liefert seit sechs Jahren einen Einblick in die Branchenstruktur des IoT, die Herausforderungen für Entwicklern und die Möglichkeiten für Unternehmen im IoT-Open-Source-Ökosystem. Zwischen Mai und Juli 2020 haben sich mehr als 1650 Personen aus verschiedenen Branchen und Organisationen online an der Studie beteiligt. Einige der wichtigsten Erkenntnisse: Sicherheit, Konnektivität sowie Datenerfassung und -analyse bleiben die drei wichtigsten Interessengebiete für IoT-Entwickler; das kritische Bewusstsein für Datenschutz nimmt zu (23 Prozent); und smarte Landwirtschaft hat in diesem Jahr die Entwicklung zum etablierten Schwerpunktbereich vollzogen.
heise.de

IoT kann Verlust biologischer Artenvielfalt vorbeugen: Beim Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel liegt der Fokus deutlich auf der Verringerung von CO2-Emmissionen. Dabei droht die Sorge um die biologische Artenvielfalt etwas unterzugehen. Einem Bericht des World Wildlife Fund (WWF) zufolge gingen die Populationen von Säugetieren, Vögeln, Fischen, Reptilien und Amphibien in etwas mehr als 40 Jahren um 60 Prozent zurück. Obwohl die IoT-Technologie vielfältige Möglichkeiten zum Gegensteuern durch stärkere Kontrolle und Messbarkeit in sich birgt, ist die Sensibilität dafür noch unzureichend ausgeprägt. So ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage unter den Top-Fortune-100-Unternehmen, dass die wenigsten dien von ihnen durchgeführten Maßnahmen zur biologischen Vielfalt quantifizieren konnten.
industry-of-things.de

Kaiserwetter will Klimaschutz durch Internet der Dinge beschleunigen: Auf seiner Internetseite sagt der Energiedienstleister Kaiserwetter aus Hamburg dem Klimawandel schon den Kampf an: “Max 1,5 Grad Celcius – Let’s FCKNG get there”. Im Interview mit dem Capital-Magazin unterstreicht der Chef des Unternehmens, Hanno Schoklitsch, dieses Ziel. Der Schlüssel für schnellen und effektiven Klimaschutz seien Investitionen von Unternehmen in diesen Bereich. Dafür braucht es Transparenz, die Kaiserwetter mit IoT-Technologie schaffen will. Mit ihren Tools namens Aristoteles und Zulu könnten Windräder oder Solarparks drei bis fünf Prozent mehr an Strom erzeugen, zeigt sich Schoklitsch optimistisch.
capital.de

Cognizant übernimmt Bright Wolf: IT-Dienstleister Cognizant hat in dieser Woche die Übernahme des Technologiedienstleisters für individuelle Industrial Internet of Things (IioT)-Lösungen, Bright Wolf, bekannt gemacht. Der Vorgang gliedert sich ein in eine regelrechte Übernahme-Offensive des Unternehmens Cognizant im Jahr 2020. Ziel sei es, das Wachstum von Cognizant im Bereich IoT beschleunigen und das Produkt-Portfolio sowie die Expertise des Unternehmens um IIoT-Lösungen erweitern, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Im Zuge dessen soll mithilfe der IoT-Spezialisten von Bright Wolf ein IoT-Innovationslabor in North Carolina aufgebaut werden.
it-production.com

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Smart-Life-Ticker – Technologie hat mit einer Reihe von Geräten, die unser Leben vereinfachen, Abhilfe geschaffen. Mit unserem Newsletter erhalten Sie einen wöchentlichen Überblick über die neuesten Gadgets und Entwicklungen aus der Szene. smartlife-ticker.net

5G: Welche Potentiale der Mobilfunkstandard für das Internet der Dinge bereithält computerwoche.de
New Work: Wie der Arbeitsplatz smarter gemacht werden soll industry-of-things.de
ETSI: Neue Version der DECT Wireless Technology entwickelt eenewseurope.com
Schule: Das digitale Klassenzimmer ist voraussetzungsvoll it-daily.net
Smart home: Mikrosegmentierung soll für Cybersicherheit im vernetzen Haus sorgen lanline.de

ZAHL DER WOCHE

Fast 70 Prozent der Daten, die deutschen Unternehmen zur Verfügung stehen, werden nicht genutzt. Dies ergab eine gemeinsame Studie des amerikanischen Festplattenherstellers Seagate und des IT-Marktbeobachters IDC.
blog.wiwo.de

HINTERGRUND

c’t-Redaktion untersucht Internet nach ungeschützten Servern: In einer großangelegten Untersuchung hat die Redaktion des Fachmagazins c’t den Internetauftritt von Unternehmen nach Schwachstellen abgesucht. Nach eigenen Angaben stieß man auf ungesicherte Industrieanlagen und unverschlüsselte Pager-Netze und viel zu gesprächige WordPress-Installationen. Auch IoT-Server seien vielfach ungeschützt vorgefunden worden. Ein Resultat der Untersuchung: Die potenziellen Auswirkungen stehen in keinem Verhältnis zum mangelnden Aufwand bei Sicherungsmaßnahmen.
heise.de

Forbes stellt größte IoT-Trends 2021 vor: Die Redaktion des US-amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes hat angesichts der stetig steigenden Bedeutung der IoT-Technologie eine Prognose über die Weiterentwicklung des Internets der Dinge im kommenden Jahr gewagt. Eines der größten Wachstumspotentiale besitzen demzufolge IoT-Anwendungen im Gesundheitsbereich. Der durch die Corona-Pandemie beschleunigte Trend der Digitalisierung in diesem Segment werde unzweifelhaft ansteigen. Weitere Anwendungsbereiche, in denen die Bedeutung des Internets der Dinge steigen werde, sei die Arbeit von zuhause aus und der Einzelhandel. Smart-Cities und Edge Computing werden ebenso große Entwicklungspotentiale vorhergesagt.
forbes.com

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PROJEKT DER WOCHE

Iota-Stiftung will lokale Selbstversorgung untersuchen: Die Iota-Stiftung, Deutschlands erste Krypto-Stiftung, hat es sich zum Ziel gemacht, durch das Projekt “Energy Marketplace” ermitteln zu können, ob und inwiefern eine Stadt oder ein Stadtteil nur die Energie verbrauchen kann, die auch selbst vor Ort produziert wird. Dadurch soll die Erschaffung von energiepositiven Stadtteilen möglich werden. Möglich mache dies die hauseigene Kryptowährung Iota, die im Gegensatz zur Blockchain-Technologie keinerlei Transaktionsgebühren erfordere. Der Iota-Energiemarktplatz will Angebot und Nachfrage automatisch miteinander verbinden und somit z.B. Hausbesitzer, die einen Energieüberschuss produzieren, mit bedürftigen Nachbarn in Verbindung setzen. Derzeit wird das Prinzip an der Universität Trondheim in Norwegen getestet.
energate-messenger.de

ZITAT

“Wir brauchen eine einheitliche Möglichkeit, alle Geräte, die mit einer Computereinheit ausgestattet sind, zu verwalten. […] Wenn das Internet der Dinge richtig an Fahrt aufnimmt, werden das schnell viele hundert Millionen Geräte und Güter sein.”
Claudia Plattner, CIO der Deutschen Bahn, im Interview mit der Computerwoche über die Herausforderungen mit der Diversität der IT-Systeme bei der Bahn.
computerwoche.de

INTERRUPTED

Ohne diese Zutaten wäre das Internet der Dinge unmöglich: Immer schneller, kleiner und vernetzter soll sie funktionieren: die Digitalisierung. Um in den Genuss der Möglichkeiten von Smart-Cities, Blockchain-Technologie, Internet der Dinge etc. zu gelangen, sind aber zwei seltene Erze viel wertvoller als findige Programmierer: Tantal (Ta) und Niob (Nb). Beispiel Big Data: Ohne die schnelle Leitfähigkeit von Tantal und ohne die Fähigkeit, große Mengen an elektrischer Ladung ohne Verzögerung auf der Oberfläche zu speichern und ebenso schnell wieder freizulassen, wäre der Datentransport im Internet der Dinge in der Form nicht möglich. Legierungen mit Tantal und Hiob sind durch die Eigenschaften der seltenen Erze – hohe Schmelzpunkte, hohe Korrosionsbeständigkeit, ausgezeichnete chemische Beständigkeit sowie hohe thermische und elektrische Leitfähigkeit – essentiell für IoT-Anwendungen. Was den Zugriff auf sie auch zur politisch brisanten Frage macht.
industry-of-things.de

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