KW 29: EU gibt unteres 6-GHz-Band zur WLAN-Nutzung frei, Italien will seine rückständige Verwaltung digitalisieren, Der digitale Euro soll kommen

NACHRICHTEN

EU gibt unteres 6-GHz-Band zur WLAN-Nutzung frei: Am 30. Juni 2021 gab die EU das untere 6-GHZ-Band für die lizenzfreie Nutzung durch WLAN frei. Damit wurde der Grundstein für ultraschnelles WLAN als Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur drahtlosen Gigabit-Gesellschaft gelegt. Durch den zusätzlichen Frequenzblock (5,925–6,425 GHz) wird das bislang in Europa nutzbare Spektrum verdoppelt. Zusätzlich wird dem jüngsten Technologiestandard Wi-Fi 6 ein Leistungsschub verliehen. Durch das Wi-Fi 6E (Enhanced), wie der Vermarktungsname lautet, kann das WLAN nun mit dem Mobilfunkstandard 5G gleichziehen. Während jedoch in Europa nur das untere Spektrum verfügbar ist, haben zahlreiche andere Länder wie beispielsweise die USA oder Südkorea bereits das komplette Band im Umfang von 1.200 MHz für WLAN (5,925–7,125 GHz) geöffnet.
ip-insider.de

Italien will seine rückständige Verwaltung digitalisieren: Um seine rückständige Verwaltung zu digitalisieren will sich Italien mit großen amerikanischen Tech-Firmen zusammentun. Vittorio Colao, der italienische Minister für Digitalisierung, erklärte am Donnerstag, dass in der staatlichen Verwaltung 90 Prozent der Server veraltet sind. Durch die veralteten Geräte steigt zudem auch die Wahrscheinlichkeit von Cyber-Angriffen. Italien will nun bis 2022 ein System einführen, mit dem sich die Daten und Server von mindestens 180 staatlichen Einrichtungen absichern lassen. Insgesamt gibt es jedoch über 22.000 Behörden, die auf ihre Digitalisierung warten.
welt.de

Der digitale Euro soll kommen: Am vergangenen Mittwoch hat sich der Rat der Europäischen Zentralbank auf die Eckpunkte für einen digitalen Euro geeinigt. Vorgesehen ist zunächst eine zweijährige Untersuchungsphase, in der die Eigenschaften des digitalen Euros festgelegt werden sollen. Im Anschluss muss der EZB-Rat erneut grünes Licht geben und die endgültige Umsetzung beschließen. Dies kann nochmals mehrere Jahre dauern. Durch den digitalen Euro sollen die Bürger künftig ein zusätzliches Angebot zum problemlosen und kostengünstigen bezahlen zu erhalten. Das Bargeld soll dadurch jedoch nicht ersetzt, sondern lediglich ergänzt werden.
handelsblatt.com

TensorFlow Lite künftig standardmäßig auf Android verfügbar: Ein Inferez-Stack für Machine-Learning-Anwendungen (ML) hat Google für Android angekündigt. Kernstück soll dabei das mobile Framework TensorFlow Lite sein. Nachdem Google TenserFlow 2017 erstmals vorstellte, ist es im Frühjahr 2019 in der Version 1.0 erschienen. Das ML-Framework ist dabei als „kleiner Bruder“ von TensorFlow auf Mobilgeräten und im Internet der Dinge im Einsatz. Der Anwendungsbereich soll in der Inferenz liegen, also bei den Schlussfolgerungen, die Modelle aus dem Training ziehen. Durch die ML-Plattform soll das Entwickeln von mobilen Machine-Learning-Anwendungen auf Googles Betriebssystem vereinheitlicht und vereinfacht werden.
heise.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

IOTA: Tangle-basiertes System soll afrikanische Exporteure aus der Papierflut retten cointelegraph.com
Ki.Robotik.Design.: Ausstellung in der Pinakothek der Moderne in München führt in die Welt der künstlichen Intelligenz ein sueddeutsche.de
IIoT: OT-Demonstrator von Baramundi zeigt, wie Architekturen künftig aussehen können it-business.de
Veranstaltung: Virtuelle Konferenz „Internet of Things“ findet am 20. und 21. Oktober statt elektroniknet.de
Bildung: Neuer Master-Studiengang IoT und intelligente Systeme ab Herbst an der FH Technikum Wien ots.at

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ZAHL DER WOCHE

Weniger als 10 Prozent der Bevölkerung Afrikas nutzten 2018 regelmäßig das Internet.
deutschlandfunkkultur.de

HINTERGRUND

Wie IIoT und MES zusammenarbeiten, um den Betrieb zu verbessern: Das IIoT ist so allgegenwärtig geworden, dass viele Leute glauben, dass es bestehende Fertigungsanwendungen ersetzt hat. Eine dieser langjährigen Anwendungen ist das Manufacturing Execution System (MES). Das IIoT sammelt Daten von Sensoren, Geräten, Maschinen und Controllern und stellt einen Teil des Kontexts für diese Daten aus denselben Datenquellen bereit. MES nimmt diesen Kontext auf und vervollständigt das Bild durch die Bereitstellung von Details zu Kunden, Bestellungen, Produkten, Rezepten, Stücklisten und dergleichen. Am Ende liefern sowohl IIoT als auch MES ein vollständiges Bild des Gesamtzusammenhangs der Daten, der für Daten- und Ursachenanalysen benötigt wird. Die grundlegende Implementierung in der Fertigung ist die Herstellungshistoriendatenbank, oft auch als Gerätehistorienaufzeichnung, elektronische Chargenaufzeichnung oder einfach als Track-and-Trace- oder Historiendatenbank bezeichnet. Die Idee besteht darin, im Wesentlichen alles im digitalen Thread zu erfassen, das in den vier Wänden der Produktionsstätte aufgetreten ist, um das Produkt herzustellen. Dazu gehören Informationen über Prozesse, Ausrüstung, Materialien, Abfälle, Inspektionen, Qualitätsergebnisse, Wartung, Arbeit und vieles mehr. Das IIoT stellt viele dieser Daten bereit, aber MES liefert den Rest, normalerweise durch das Sammeln der Daten aus sehr vielen unterschiedlichen Datenquellen, einschließlich anderer Informationssysteme und vieler Personen. Zusammen sorgen IIoT und MES dafür, dass die Datenbank der Fertigungshistorie funktioniert. Zusammen bringen das IIoT und das sehr lebendige MES neue Fähigkeiten und Werte in die Fertigung wie nie zuvor.
forbes.com

Saubere Luft durch City Trees und IoT: Das Unternehmen Green City Solutions will die Fähigkeiten von Moos nutzen, um Feinstaub, CO2 und andere schädliche Substanzen lokal aus der Luft zu filtern. Als Nebeneffekt wird der Sauerstoffgehalt erhöht und die Sommerhitze sinkt. Mitarbeiter des Unternehmens bepflanzten deshalb 2014 die vertikalen Flächen von Stadtmöbeln mit Moos. Da dieses jedoch empfindlich ist und häufig nicht optimal versorgt werden konnte, muss es ständig überwacht werden. Zur Optimierung des Ansatzes war damit ein Elektronikexperte mit IoT-Kompetenz gefragt. 2018 fanden sich deshalb GSC-Geschäftsführer Peter Sänger und KD Elektroniksysteme zusammen. Ziel der Zusammenarbeit war eine kontinuierliche, dynamische und zugleich energieoptimierte Fernkontrolle der City Trees. Zusätzlich sollten die moosbedeckten Filterfelder bedarfsabhängig versorgt werden können. KD Elektroniksysteme entwickelte hierfür ein System aus komplexen Schalt- und Steuereinrichtungen. Als sogenannte Head Unit regelt eine eigens entwickelte Platine im Schaltschrank jedes City Trees die Abläufe der einzelnen Filtermodule. Dabei werden beispielsweise der Füllstand des Wassertanks, sowie die Temperatur und Feuchte überwacht und gesteuert. Über die Sensorik kann die Feinstaubbelastung gemessen und über integrierte Lüfter die optimale Luftführung gewährleistet werden. Bisher sind die Hauptnutzer der City Trees Metropolen wie London, Paris, Brüssel, Hamburg oder Berlin.
industry-of-things.de

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Safety and Security: Cyberkriminelle greifen auf Kundendaten von Spreadshirt & Co. zu, Bayern verstärkt Cybercrime-Bekämpfung, Weitere Gnadenfrist für Microsoft Teams an hessischen Schulen
safety-security-ticker.net
Smartlife: Bitcoin bald abgelöst? Experten sehen künftigen Führungswechsel, Wie Gesichtserkennung die sichere Rückkehr ins Stadtleben erleichtern kann, Studie sagt starkes Umsatzplus voraus smartlife-ticker.net
AI: OpenAI bietet KI-Feinjustierung für GPT-3 an; Wenn der Computer Noten verteilt; Ausbau der Industrie 4.0 – Mit IT und KI zu höherer Effizienz ai-ticker.net
Blockchain: Krypto-Investoren droht Steuerverschärfung, EU-Entwurf will anonyme Krypto-Wallets verbieten, Bitcoin-Reserven sinken wieder blockchain-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

HTW Berlin erhält 2,9 Mio. Euro für KI-Werkstatt: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) hat bei einem KI-Förderprogramm rund 2,9 Millionen Euro erhalten. Damit soll ab Oktober 2021 eine forschungsorientierte KI-Werkstatt aufgebaut werden und ab Januar 2022 eine interdisziplinäre Lehr-Werkstatt für Künstliche Intelligenz. Aus dem Programm „KI-Nachwuchs@FH“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erhielt die HTW Berlin zunächst 900.000 Euro für die KI-Werkstatt. Über das BMBF-Programm „Förderung der Künstlichen Intelligenz in der Hochschulbildung“ stehen für die „KI Lehr-Werkstatt Interdisziplinär“ rund 2 Millionen Euro für eine Projektdauer von vier Jahren bereit.
idw-online.de

ZITAT

„Wir sind endlich aus dieser analogen Komfortzone raus.“
Digitalexperte und ehemaliger Deutschland-Chef von Google Christian Baudis sieht die Fortschritte, die Deutschland während der Corona-Krise im Bereich Digitalisierung gemacht hat, als positiv. Dennoch muss im bereich der Digitalisierung nach nachgebessert und aufgeholt werden.
chip.de

INTERRUPTED

Deutscher Softwareentwickler hostet Website auf einem Taschenrechner: Der deutsche Softwareentwickler Tobias Mädel hat einen Casio-Grafiktaschenrechner zum Webserver gemacht und über diesen eine Website gehostet. Auch einen funktionierende IRC-Client zum Chatten hat er entwickelt. Für das Verbinden des Taschenrechners mit dem Internet nutzt Mädel die sogenannte SLIP-Kapselung. Laut Mädel soll der Umbau auch mit Grafikrechnern des Modells Casio 9860G funktionieren.
t3n.de

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