KW 25: Amazon strebt Nachbarschaftsnetze an, Quantum-Hub-Thüringen soll Quantentechnologien der zweiten Generation ermöglichen, BSI richtet „rotes Telefon“ für hybride Bedrohungen ein

NACHRICHTEN

Amazon strebt Nachbarschaftsnetze an: Die smarten Lautsprecher Amazons sollen nun auch die Geräte der Nachbarn ins Internet bringen können. Ziel ist, dass ein kleiner Teil der Internetbandbreite vom heimischen Router abgezwackt und den Geräten der Nachbarn kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Da auf diese Weise jeder etwas Internet abgibt, können viele Geräte der Umgebung mit ebendiesem verbunden werden. Ziel der Funktion namens Sidewalk ist eine weitgehende Vernetzung des Alltags unter den Bedingungen Amazons. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die smarten Geräte sowohl des Konzerns als auch ausgewählter Partner auch dann online bleiben, wenn kein Wlan vorhanden ist, da vernetzte Amazon-Gadgets als „Brücke“ dienen können. Die neue Netzwerkteilung stößt jedoch auch auf Kritik: Datenschützer befürchten Einfallstore für Hacker, Internetanbieter sprechen von Diebstahl.
sueddeutsche.de

Quantum-Hub-Thüringen soll Quantentechnologien der zweiten Generation ermöglichen: In Thüringen soll ein neues Forschungszentrum Vorreiter der technologischen Revolution werden. Während für Mikrochips oder das Breitband-Internet noch die Quantentechnologie erster Generation verwendet wird, sollen nun mit dem Forschungsnetzwerk Quantum-Hub-Thüringen Quantentechnologien zweiter Generation ermöglicht werden. Diese nutzen andere Eigenschaften der zugrunde liegenden Licht- und Energiebausteine als die erste Generation und könnten damit für neue, revolutionäre technische Lösungen genutzt werden. Ziel ist, dass im Quantum-Hub Technologien entwickelt werden sollen, die so hocheffizient sind, dass sie die Leistungsfähigkeit konventioneller Computer weit übersteigen.
industry-of-things.de

BSI richtet „rotes Telefon“ für hybride Bedrohungen ein: Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), hält den Wahlprozess generell für sicher, sieht Deutschland jedoch auch als verlockendes Ziel für IT-Angriffe und Desinformation. Um die IT-Infrastruktur abzusichern, die hinter dem Urnengang liegt, wurden nun zahlreiche Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört auch ein „rotes Telefon“, das von der Behörde besonders zu den Betreibern sozialer Netzwerke eingerichtet wurde. Damit kann im Bedarfsfall auf Gefahren wie hybride Bedrohungen oder automatisierte Bots reagiert werden. Durch die Zusammenarbeit sollen frühzeitig Angriffsmuster erkannt werden. Neben sozialen Netzwerken kooperiert das BSI zudem auch mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und anderen Sicherheitsbehörden.
heise.de

IBM und Fraunhofer weihen Quantencomputer ein: IBM und Fraunhofer haben in der vergangenen Woche den ersten deutschen Quantencomputer eingeweiht. Der Superrechner wurde in Ehningen in Baden-Württemberg installiert und ist derzeit mit 27 Qubits der stärkste Quantencomputer in Europa. Verwendung wird er in der Anwendungsforschung finden, da mit ihm beispielsweise komplexe Berechnungen oder Fehlerbewertungen möglich sind. Zu den diesen können nachhaltiger Verkehr, die schnellere Entwicklung neuer Materialien oder Medikamente sowie effizientere Analysen komplexer Finanzströme gehören. Besonders am neuen Quantencomputer ist, dass alle verarbeiteten Projekt- und Nutzerdaten jederzeit in Deutschland verbleiben und den deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen.
elektroniknet.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Wohnungsbewirtschaftung: Digitalisierung treibt Kosten für die Immobilienverwaltung in die Höhe handelsblatt.com
Smart Buildings: iHaus kooperiert mit Zumtobel smarthouse-pro.de
Cyberangriffe: Hackbacks sind als Gegenmaßnahme gefährlich heise.de
Digital Afterlife: KI ermöglicht Gespräche mit Toten sueddeutsche.de
BSI: Lücken bei Datensicherheit in Gesundheits-Apps elektroniknet.de

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livestreaming-berlin.tv – Social Distancing schränkt unsere sozialen Begegnungsräume ein. Um den Austausch untereinander zu fördern, braucht daher es digitale Alternativen. Wir unterstützen Sie dabei, Begegnungen online zu schaffen: mit virtuellen Konferenzen oder Event-Live-Streams bringen Sie den interkulturellen Austausch voran. Kommen wir in Kontakt
livestreaming-berlin.tv

ZAHL DER WOCHE

Einer aktuellen Bitkom-Studie zufolge haben 52 Prozent der Deutschen den Begriff „Blockchain“ noch nie gehört.
industry-of-things.de

HINTERGRUND

Verbraucher sind digitalen Schwachstellen oft hilflos ausgeliefert: Ein erster Bericht zum digitalen Verbaucherschutz wurde vom BSI veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass sich in Software und Systemen häufig komplexe Schwachstellen befinden, die einen gesellschaftlichen Schaden verursachen können. Die Verbraucher sind diesen oft hilflos ausgeliefert, da sie die zugrundeliegenden technischen und komplexen Gegebenheiten häufig nicht nachvollziehen können. Zu den relevanten Vorfällen, auf die sich die Autorern des Papiers beziehen, gehören auch solche aus dem Bereich der Anwendungen für das Internet der Dinge. Eine besondere Herausforderung stellten dabei für die Verbraucher unter den Namen Ripple20 und Amnesia:33 bekannt gewordenen Sammlungen von Sicherheitslücken in TCP/IP-Stacks. Durch die technische Komplexität ist die eigene Betroffenheit häufig selbst für versierte Nutzer nur schwer erkennbar. Die Behörde beklagt zudem eine mangelnde Reaktionsbereitschaft der Anbieter. Laut dem BSI sind flächendeckende Maßnahmen zur Problembehebung notwendig. Zudem sollen für betroffene Produkte Problembehebungen bereitgestellt werden, durch welche eine aktive Ausnutzung von Schwachstellen durch Kriminelle verhindert werden kann.
heise.de

Ein neuer Lernraum zum Thema Künstliche Intelligenz in unserer Arbeitswelt erstmals eröffnet: Im Rahmen des Projektes „Humain-Work-Lab“ wurde Ende Mai erstmals der Lernraum für Künstliche Intelligenz eröffnet. Ziel ist, die KI-Forschung transparenter zu machen und Ergebnisse schneller zu kommunizieren und öffentlich zu diskutieren. Im Lernraum werden wissenschaftliche Ergebnisse nicht nur unter Forschern, sondern auch mit Partnern aus Unternehmen, Gewerkschaften, Verbänden und Politik präsentiert und diskutiert. Somit soll die bestehende Hürde zwischen Wissenschaft und Praxis abgebaut werden. Hintergrund des Projektes sind die vielen Möglichkeiten, die uns in unserem Alltag und Arbeitsleben durch KI geboten werden. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter dem Dach der Initiative „Neue Qualität der Arbeit“ (INQA).
industry-of-things.de

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Safety and Security: Bundeswehr fehlen Tausende Fachkräfte für Cybersicherheit, Nach Cyberangriff-Weltgrößter Fleischkonzern JBS fährt Produktion wieder hoch, Sabotageangriff legt Onlinebanking bei Volksbanken lahm safety-security-ticker.net
Smartlife: Apple Watch Series 8 soll Fieberthermometer bekommen, Robotik und KI dominieren die weltweite Forschung, Smarte Rasenbewässerung für den Garten smartlife-ticker.net
AI: KI soll die Überwachung von SAP-Systemlandschaften verbessern; Unternehmen erwarten gravierende Veränderungen durch KI; KI-Supercomputer soll eine dreidimensionale Karte des Universums erstellen ai-ticker.net
Blockchain: Bitcoin-Miner gehen von China nach Texas, Kehrtwende von Elon Musk treibt Bitcoin-Kurs nach oben, Kryptoverbot – Thailand verbannt Dogecoin und NFT blockchain-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Die Eclipse IDE Working Group soll die Weiterentwicklung und den Einsatz der Entwicklungsumgebung fördern: Die rund 20 Jahre nach dem ersten Release der Eclipse IDE gegründete Arbeitsgruppe soll den Einsatz und die Weiterentwicklung der Entwicklungsumgebuung vorantreiben. Zu den gründungsmitgliedern gehören Bosch, EclipseSource, IBM, Kichwa Coders, Renesas, SAP, VMware und Yatta Solutions. Durch die Gruppe soll die Entwicklung der für die IDE verantwortliche Open-Source-Community gefördert werden. Zudem ist sie für die Gouvernance zuständig und soll Orientierungshilfen geben sowie sich um die Planunug und die Prozesse rund um die Entwicklungsumgebung kümmern.
heise.de

ZITAT

„Das erfolgreich getestete, roboterbasierte Bestücken von Tragschienen mit der IPA-Software ist ein guter Startpunkt für weitere Kooperationen auf diesem Gebiet der industrienahen Forschung und weiteren Entwicklungen hin zur produktiven Nutzung.“
Michael Dörbaum, Teamleiter Produktmanagement Schaltschrankkomponenten bei Wago, arbeitet mit Wissenschaftlern des Frauenhofer IPA an einer Software für Roboter, die kostspielige Anlage für die automatisierte Tragschienenmontage ersetzen sollen.
industry-of-things.de

INTERRUPTED

Baby kauft 10.000 Dollar teures Tesla-Upgrade: Eine TikTok-Nutzerin aus den USA hat ein Video veröffentlicht, in dem ihr zehn Monate altes Baby angeblich über die Tesla-App das „Full Self-Driving“-Paket für 10.000 US-Dollar gekauft hat. Ihr selbst sei dies erst beim Blick auf ihr Bankkonto aufgefallen, als die Transaktion bereits nicht mehr rückgängig zu machen war. Während sie selbst den Vorfall mit Humor zu nehmen scheint, äußerten andere Nutzer jedoch schnell Zweifel an der Geschichte.
t3n.de

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