KW 23: Millionenförderung für neue Halbleiterfabrik in Dresden, Boschs CEO und Chefaufseher fordern „technologische Souveränität“, Minimale Abweichungen machen Chips einmalig und damit eindeutig identifizierbar

NACHRICHTEN

Millionenförderung für neue Halbleiterfabrik in Dresden: Rund drei Jahre nach der Grundsteinlegung nimmt Bosch seine neue Halbleiterfabrik in Dresden in Betrieb. Das Unternehmen investierte eine Milliarde Euro, der Bund steuerte weiter 140 Millionen hinzu. Künftig sollen dort auf 300-Millimeter-Wafern Chips für das Internet der Dinge sowie die Automobilindustrie gefertigt werden. Die ersten Chips sollen ab Mitte 2022 verkauft werden. Es handelt sich die erste vollständig digitalisierte und hoch vernetzte Halbleiterfabrik Europas.
heise.de

Boschs CEO und Chefaufseher fordern „technologische Souveränität“: Bosch baut seit 50 Jahren als einziger Automobilzulieferer selbst Halbleiter im großen Stil. Der Stiftungskonzern sieht die Zukunft des Unternehmens in der Verbindung des Internet of Things (IoT) mit Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence). Deshalb nennt es sich AIoT-Konzern. In der neuen Vorzeigefabrik in Dresden soll die KI erstmals massiv und durchgehend zum Einsatz kommen. Die Bosch-Manager Volkmar Denner und Franz Fehrenbach fordern, dass Europa in Spezialbereichen der Produktion von Speicherchips führend bleibt.
handelsblatt.com

Minimale Abweichungen machen Chips einmalig und damit eindeutig identifizierbar: Bei der Fertigung von Chips kommt es häufig zu ungewollten und minimalen Abweichungen. Durch diese werden Chips einmalig und können in der Informatik eindeutig identifiziert werden. Diese einzigartigen Codes nennen sich Physically Unclonable Functions oder physikalisch unkopierbare Funktionen, kurz PUFs. Momentan gilt dies als leichte Lösung, um beispielsweise das Internet der Dinge sicherer zu machen. In einem neuen Projekt der  Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) soll nun untersucht werden, inwiefern sich Kohlenstoff-Nanoröhren für PUFs eignen.
it-business.de

Bund fördert IT-Sicherheitsforschung mit 350 Millionen Euro:Unter dem Titel „Digital. Sicher. Souverän.“ wurde vom Bundeskabinett ein neues Forschungsprogramm beschlossen. Dieses soll zum Schutz der Privatsphäre kurzfristige Technologien fördern. Dabei soll auch die Erhebung personenbezogener Daten minimiert werden. Mittelfristig sollen zudem Forschungsvorhaben gefördert werden, durch die das Internet der Dinge in privaten Haushalten, in der Produktion sowie bei sensiblen Infrastrukturen sicherer gemacht werden kann. Das Programm fördert zudem langfristig die Forschung zur Quantenkommunikation.
sueddeutsche.de

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Autonomes Fahren: „Nicht einmal das Pentagon ist gegen Cyberangriffe gefeit“ nzz.ch
HamonyOS: Huawei bringt eigenes Betriebssystem auf den Markt n-tv.de
Cyberangriffe: Zunehmende Komplexität von Netzwerken erhöht Gefahr von Cyberkriminalität  it-zoom.de
Proptech: Vonovia entwickelt digitale Fernüberwachung in Aufzügen cio.de

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ZAHL DER WOCHE

Ein Fraunhofer-Team hat ein Funkübertragungssystem für das IoT entwickelt, mit dem täglich 1,5 Milliarden Datenpakete verlustfrei übertragen werden können.
bigdata-insider.de

HINTERGRUND

Das IoT gefährdet die Unternehmenssicherheit: Vernetzte Geräte erleichtern viele Arbeitsprozesse und halten deswegen vermehrt Einzug in Unternehmen. Gleichzeitig stellen sie jedoch auch ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar. Wie eine Studie von Dimensional Research über vernetzte Geräte und Unternehmensumgebungen ergab, berichten 99 Prozent der Sicherheitsexperten von Herausforderungen bei der Sicherheit ihrer IoT- und IIoT-Geräte. Weitere 95 Prozent sind besorgt über die Risiken, die mit solchen vernetzten Geräten verbunden sind. Ein häufiges Problem ist, dass viele der Befragten die vernetzten Systeme ihrer kontrollierten Umgebung nicht vollständig überwachen können. Sie müssen jedoch in der Lage sein, ihr Verständnis dessen, was sich in ihrer Umgebung befindet, erweitern zu können. In einigen Unternehmen werden deshalb nun nicht mehr alle Geräte an die Netzwerke angeschlossen.
security-insider.de

Pandemie-Lockdown führt zu mehr Verkäufen bestimmter digitaler, vernetzter Geräte: In Nordamerika verkaufen sich seit Beginn der Corona-Pandemie Smart-Sport- und Fitness-Geräte, Spielekonsolen, E-Book-Reader, Smartwatches, VR-Headsets und Alarmsysteme bedeutend besser. Dies geht aus einer Studie des Netzwerk-Software-Anbieters Cujo AI hervor. Andere vernetzte Geräte können jedoch kaum ein Corona-bedingtes Wachstum verzeichnen. Zu diesen zählen Tablets und Smart-TVs, da diese bereits zuvor weit verbreitet waren. Die Studie zeigte zudem, dass PCs als traditionelle Internet-Geräte von den Smartphones abgelöst wurden.
heise.de

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Safety and Security: Apple M1-Prozessoren von Sicherheitslücke betroffen, Falsche DHL-App – Banking-Trojaner „Flubot“ breitet sich aus, Nutzer von Sozialen Netzwerken anfällig für Phishing safety-security-ticker.net
Smartlife: Smart Buildings halten Einzug in die Privat- und die Geschäftswelt, Apple erwähnt bislang unbekanntes HomeOS, Microsoft kauft ReFirm Labs smartlife-ticker.net
AI: KI soll die Überwachung von SAP-Systemlandschaften verbessern, Unternehmen erwarten gravierende Veränderungen durch KI, KI-Supercomputer soll eine dreidimensionale Karte des Universums erstellen ai-ticker.net
Blockchain: Bitcoin und Ethereum – SpaceX bringt Blockchain-Nodes ins All, Ethereum bricht etliche Rekorde, Cyberkriminelle benutzen API-Keys, um Millionen an Kryptowährung zu klauen blockchain-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Deutsch-französisches Projekt soll die Privatsphäre im IoT schützen: Das Projekt hat unter der Leitung der Freien Universität Berlin seine Arbeit aufgenommen. Bestreben des Forschungsteams ist die unmittelbare Umsetzung von Lösungen , beispielsweise basierend auf dem Open-Source-Betriebssystem RIOT. Gemeinsam mit Standardisierungsgremien sollen existierende Architekturen und Protokollstandards erweitert und neue Sicherheitslösungen nur dort eingeführt, wo sie unbedingt erforderlich sind. Um ein höchstmögliche Verbreitung zu erreichen sollen PIVOT-Lösungen schrittweise eingeführt werden.
com-magazin.de

ZITAT

„AIoT – dieser Begriff steht für die Kombination von Künstlicher Intelligenz und dem Internet der Dinge. Damit schafft Bosch die Grundlage für eine datengesteuerte, kontinuierliche Verbesserung in der Produktion und setzt neue Maßstäbe beim Thema Industrie 4.0.“
Unternehmenssprecherin Annett Fischer über das Halbleiterwerk in Dresden.
dw.com

INTERRUPTED

Amerikaner misstrauen den Technologieriesen Apple, Google und Co.: Laut einer Umfrage der „The Kim Komando Show“ vertrauen 86 Prozent der Befragten den Internet-Unternehmen nicht mehr. Die Umfrage verdeutlicht die Befürchtung, dass die Internet-Größen zu viel Einfluss haben oder zu stark auf persönliche Daten zugreifen können. Dennoch nutzen weltweit fast vier Milliarden Menschen die sozialen Medien – Zahl steigend.
it-daily.net

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