KW 23: Fertigungsbranche langsam bei Einführung von IoT, Vodafone plant Vernetzung von Energieerzeugern, Telefonica und Wayra starten Programm für IoT-Startups

NACHRICHTEN

Fertigungsbranche langsam bei Einführung von IoT: Laut einer neuen Kaspersky-Studie nutzen bisher 58 Prozent der Unternehmen in Fertigungsbranche IoT-Systeme. Damit ist dieser Industriezweig vergleichsweise langsam bei der Adaption der neuen Technologie. Im Bereich Telekommunikation und IT sind es bereits 71 Prozent, im Finanzsektor 68 Prozent und in der Gesundheits- und Energiebranche jeweils 66 Prozent, die vernetzte Geräte zur Effizienzsteigerung nutzen. Kaspersky merkt jedoch an, dass die Sicherheit einen besonders hohen Stellenwert haben muss – insbesondere Geräte in der Industrie sind beliebte Einfallstore für Cyberkriminelle.
industry-of-things.de

Vodafone plant Vernetzung von Energieerzeugern: Der Telekommunikationskonzern Vodafone möchte in Kooperation mit dem Blockchain-Startup Energy Web Milliarden von energieerzeugenden Geräten via Blockchain miteinander vernetzen. Ziel sei es, sichere IDs für Energieanlagen zu erstellen. Vodafone gab bereits im März bekannt, vermehrt in die Distributed Ledger Technologie investieren zu wollen, um mithilfe von Blockchain größere Effizienzgewinne zu verbuchen.
de.cointelegraph.com

Telefonica und Wayra starten Programm für IoT-Startups: Der Telekommunikationskonzern Telefonica startet eine Kooperation mit dem Innovation Hub Wayra und möchte gezielt Startups aus Zukunftstechnologien wie KI, Blockchain, Big Data und IoT für sein Aktivierungsprogramm gewinnen. Die Jungunternehmen sollen die Möglichkeit erhalten, auf die digitalen Plattformen von Telefonica zuzugreifen. Dadurch können sie ihre Infrastruktur im globalen Maßstab testen und ihre Lösungen auf dem Markt zu etablieren.
t3n.de

Francotyp-Postalia will IoT stärken: Das Berliner Unternehmen Francotyp-Postalia bietet Frankier- und Kuvertiermaschinen mit den dazugehörigen Dienstleistungen an und möchte sich künftig stärker digitalisieren. Das Traditionsunternehmen hat weltweit 210.000 Kunden und möchte das Internet der Dinge stärker für Effizienzzwecke nutzen. Im Fokus sollen dabei Logistikservices wie die Ausstattung von Kühlketten oder Warentransport sein. Für die Arbeitnehmer stellt sich indes die Frage nach der strategischen Ausrichtung und dem Joberhalt in der Branche.
tagesspiegel.de

Fortschritt: Wie das IoT die digitale Transformation vorantreibt computerwelt.at
Cybersecurity: Physische Sicherheit ist verbesserungswürdig security-insider.de
Interview: Daten-Demokratisierung – Hoffnung oder Hype? it-daily.net
Investition: Tencent will in den nächsten Jahren 70 Mrd. Dollar in Infrastruktur investieren it-times.de

ZAHL DER WOCHE

46 Prozent der chinesischen Mittelständler planen Investitionen in IoT.
logistik-heute.de

HINTERGRUND

Internet der Dinge für den Eigenbau: IoT wird immer häufiger im industriellen Kontext angewandt, aber mittlerweile gibt es auch Möglichkeiten für Hobby-Bastler, aber auch Kleinunternehmen IoT selbst zu entwickeln. Die Anzahl von Open-Source-Anleitungen für vernetzte Sensoren und Steuerung steigen. Mit den passenden Entwicklerboards können vernetzte Strukturen selbst geschaffen werden. Mit Hinblick auf den geplanten 5G-Netzstandard können vernetzte Strukturen die Effizienz und Kosten auch im Kleinen optimieren.
it-production.com

IoT gewinnt an Bedeutung: Einer Umfrage im Auftrug von Microsoft Deutschland zufolge gewinnt IoT für Firmen an Bedeutung. 20 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sehen die Technologie als wesentliche Priorität an – auch um die Coronakrise zu stemmen. Fast die Hälfte bewertet IoT dabei als “wichtiger als je zuvor”. Dies könnte auch mit dem Umstand zu tun haben, dass 47 Prozent der KMUs angeben, wenig bis gar nicht von den Folgen der Coronakrise betroffen zu sein. Der Mittelstand scheint auf Modernisierung und Digitalisierung zu setzen.
industry-of-things.de

PROJEKT DER WOCHE

Neue Partnerschaft zwischen Evonik und Ynvisible: Der Konzern Evonik startet eine Kooperation mit dem kanadischen Startup Ynvisible im Bereich der druckbaren Elektronik. Die Unternehmen sehen druckbare Elektronik als Schlüsselelement für das Internet der Dinge – leichte und sparsame Elektronik, die leicht zu implementieren ist, soll bei der Vernetzung in der Industrie helfen.
chemietechnik.de

ZITAT

“Die Deutschen sind Chefbedenkenträger.”
Josef Brunner, Chef des IoT-Unternehmens Relayr, kritisiert die deutsche Vorsicht in puncto Digitalisierung.
n-tv.de

INTERRUPTED

Call for Papers für IoT-Konferenz: Am 20. und 21. Oktober findet die Konferenz “Internet of Things” in Stuttgart statt. Um Bewerbungen für Vorträge wird bis zum 30. Juni gebeten. Die Bandbreite der möglichen Themen reicht von Datensicherheit bis hin zur digitalen Infrastruktur.
elektroniknet.de

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