KW 22: IT-Spezialisten sehen IoT als größte Herausforderung, In Schweden startet das erste öffentliche 5G-Netz, Neue Details zu Gaia-X angekündigt

NACHRICHTEN

IT-Spezialisten sehen IoT als größte Herausforderung: Über die Hälfte der deutschen IT-Spezialisten hat in einer Umfrage des Monitoring-Unternehmens Paessler angegeben, dass IoT für sie die größte Herausforderung darstellt. Es gäbe eine Reihe von Einfallstoren, die bei den smarten Geräten geöffnet werden könnten und somit Schaden in Produktionsabläufen anrichten können. Unerwartete Netzwerkausfälle sind für 57 Prozent der deutschen IT-Administratoren das größte Problem in Verbindung mit IoT.
it-business.de

In Schweden startet das erste öffentliche 5G-Netz: Das schwedische Telekommunikationsunternehmen Tele 2 verkündete, dass das erste öffentliche 5G-Netz gestartet sei. In Stockholm sollen Kunden das Netz der fünften Mobilfunkgeneration bereits nutzen können. Bis Ende Juni sollen auch die Städte Göteborg und Malmö Zugriff auf 5G haben. Sukzessiv soll das ganze Land mit 5G ausgestattet seien. Allerdings fehlt den meisten Smartphones bisher der 5G-Standard, sodass die Nutzung des neuen Netzes zunächst keine gravierenden Unterschiede machen wird.
industry-of-things.de

Fielmann steigt bei Datenbrillen-Hersteller ein: Die Brillen-Kette Fielmann hat in das Startup Ubimax investiert, welche sich auf die Entwicklung von Datenbrillen fokussiert, die für Augmented-Reality-Anwendungen genutzt werden können. Beide Unternehmen zeigten sich vom Deal zufrieden. Für Fielmann ist die Investition in die Digitalisierung wichtig. Ubimax hingegen sieht einen Vorteil in der Nutzung der industriellen Ressourcen, die die Optikerkette zur Verfügung stellt. Ziel ist es mit Augmented Reality Arbeitsprozesse auch aus der Distanz bearbeiten zu können.
industry-of-things.de

Drohnen sollen autonomes Einparken erleichtern: Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat beim Projekt “Autopilot” ein neues Assistenzsystem für das autonome Parken entwickelt. Dabei kommunizieren Sensoren von Ampeln, Fahrzeugen, aber eben auch Drohnen, die Abstände messen miteinander. Die Drohne macht freie Parkplätze ausfindig und kann mit einer Höhe von bis zu drei Metern fliegen. DLR-Wissenschaftler Marcus Müller lobt die Flexibilität im Gegensatz zu anderen stationären Instrumenten, die bei Parkvorgängen Abstände messen und Lücken suchen.
springerprofessional.de

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ZAHL DER WOCHE

67 Prozent der Cybervorfälle im ersten Halbjahr 2019 standen in Unternehmen mit IoT in Verbindung.
it-business.de

HINTERGRUND

IoT hält Einzug im Handel: Die Zahl der Geräte, die an das Internet der Dinge angeschlossen sind, steigt rasant. Dieser Entwicklung kann sich auch der Handel nicht entziehen. Schon heute nutzt der Einzelhandel digitale Dienstleistungen, um Kundendaten zu sammeln und zu analysieren. Künftig könnten intelligente Regale dafür sorgen, dass Sortimente lückenlos aufgefüllt werden können. Ähnliche Services bieten intelligente Kühlschränke, die automatisch Listen mit fehlenden Lebensmitteln erstellen können. Dank umfangreicher Daten über das Kaufverhalten der Kunden können Unternehmen maßgeschneiderte Werbung entwerfen. Um die steigenden Datenmengen zu verarbeiten, benötigen Händler eine digitale Infrastruktur, die es ermöglicht, alle Schritte eines Produkts, von dessen Herstellung bis zum Verkauf zu speichern und zu analysieren. Die Daten werden dabei meist von externen Dienstleistern in der Cloud gespeichert. Gerade Händler profitieren von der sogenannten Multi-Cloud-Infrastruktur, die die Echtzeit-Kommunikation mit Partnern ermöglicht.
digitalbusiness-cloud.de

Neue Details zu Gaia-X angekündigt: Am 4. Juni sollen neue Details zum Cloudprojekt Gaia-X bekanntgegeben werden. Wirtschaftsminister Peter Altmaier und weitere Beteiligte wollen in einer Videokonferenz den bisherigen Verlauf des Projekts und künftige Pläne vorstellen. “Wir haben die vergangenen sieben Monate im Stillen gearbeitet”, sagt Marco-Alexander Breit, der Koordinator des Projekts im Wirtschaftsministerium. Mehr als 300 Unternehmen beteiligen sich an dem Cloudprojekt. Besonders die Kooperation mit Frankreich soll dabei ausgebaut worden sein. Breit nennt Gaia-X deshalb “ein deutsch-französisches Projekt”. Für die Videokonferenz wird die Präsentation neuer technischer Details der Cloud erwartet. Ein zugehöriges Architekturkonzept wird 40 verschiedene Anwendungsfälle der Cloud nennen, darunter solche aus der Industrie 4.0 und dem IoT-Bereich. Bei Gaia-X handelt es sich um einen Zusammenschluss kleinerer Cloudanbieter. Die Cloud soll es ermöglichen, Datenpools zu bilden und Informationen zwischen Nutzern leichter und sicherer zu teilen. Vor allem Edge Computing wird dabei eine große Rolle spielen. “Ich denke 80 Prozent der Daten werden über Edge Computing verarbeitet”, sagt Ursula Morgenstern, Deutschlandchefin des französischen IT-Dienstleisters Atos.
background.tagesspiegel.de

PROJEKT DER WOCHE

Siemensstadt 2.0 kündigt erstes Projekt an: Die Finanzierung des ersten Forschungsprojekts der “Siemensstadt 2.0” in Berlin steht. Das neue Projekt dreht sich um elektrische Antriebstechnik. Unter anderem geht es unter anderem um die Produktentwicklung und die Digitalisierung von Technologien und vernetzten Geräten aus der Industrie 4.0. “Ich freue mich, dass wir mit unserer Förderung zur Bildung eines Kompetenzzentrums beitragen, das eine Leuchtturmwirkung über den Energietechnikstandort Berlin hinaus entfalten wird”, sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Das Projekt wird mit ,9 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert. Hinzu kommt ein Zuschuss aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung, womit sich das Volumen insgesamt auf 14,7 Millionen Euro. Mehr als 20 Partner sind an dem Projekt beteiligt. Längerfristiges Ziel der Siemensstadt 2.0 ist der Bau eines Campus, der im Jahr 2030 eröffnet werden soll.
rbb24.de

ZITAT

“Die Chipriesen Globalfoundries, Infineon, Bosch sowie Technologiekonzerne wie SAP, Vodafone, Deutsche Telekom oder Volkswagen investieren gerade rund 5 Mrd. EUR in den Auf- und Ausbau von neuen Forschungs- und Produktionskapazitäten für IoT-Technologien der nächsten Generation.”
Frank Bösenberg, vom Silicon Saxony, erklärt das Potenzial, das in die sächsische Mikrochipindustrie fließt.
vc-magazin.de

INTERRUPTED

Bakterien erzeugen Strom für IoT-Sensoren: Um die Stromversorgung von IoT-Geräten sicherzustellen gibt es bereits einige Ansätze. Eine neue Technologie will Sensoren mit Hilfe von Bakterien mit Energie versorgen. Dabei wird auf zwei Sorten von Bakterien gesetzt. Eine der Arten erzeugt über Photosynthese Nahrung, von der sich die andere Sorte Bakterien ernährt und eine Stromzelle durch metabolische Atmung antreibt. In einer ersten Studie konnte die Biosolare Zelle damit Energie für vier Tage liefern.
elektroniknet.de

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