KW 19: Schweizer Bundesrat fordert mehr IoT-Sicherheit, 5G auf dem Mount Everest, Fahrräder werden IoT-fähig

NACHRICHTEN

Internetwirtschaft leidet unter Corona: Die Corona-Pandemie hat auch die deutsche Internetwirtschaft hart getroffen. Eine Studie des Branchenverbandes eco und der Unternehmensberatung Arthur D. Little rechnet damit, dass der Umsatzrückgang bis Ende 2022 wieder ausgeglichen werden könnte. Bis 2025 soll es dann zu einem starken Aufschwung kommen, wobei in die Berechnung auch die Wertschöpfung der Internetwirtschaft aus den Anwenderindustrien wie Industrial IoT oder Smart Industries fließen.
sueddeutsche.de

Schweizer Bundesrat fordert mehr IT-Sicherheit: In einem aktuellen Bericht befasst sich der Schweizer Bundesrat mit der Sicherheit im Internet der Dinge. Das Schreiben kritisiert, dass für viele Hersteller nicht die Sicherheit, sondern der Nutzen und die Kosten der Produkte im Vordergrund stünden. Die Bevölkerung müsse über den richtigen Umgang mit IoT-Geräten informiert werden. In der Industrie sei IoT integraler Bestandteil der IT-Infrastruktur. Unternehmen werden deshalb dazu angehalten, ihr Risikomanagement zu verbessern.
computerworld.ch

Cyberattacken über WLAN steigen: Der Sicherheits­anbieter Sophos hat eine Befragung unter 202 Unternehmen durchgeführt, um zu ermitteln, wie diese ihre Netzwerke schützen. Fast ein Viertel der Firmen berichtete, bereits über WLAN attackiert worden zu sein. Nur 58 Prozent setzen spezielle Security-Lösungen für WLAN ein. Dabei steigt der Gebrauch von WLAN-Diensten bei einem Großteil der befragten Unternehmen. Rund 28 Prozent der Firmen gaben an, bei der Nutzung von WLAN-Diensten einen Anstieg von zehn bis 19 Prozent zu verzeichnen.
security-insider.de

5G auf dem Mount Everest: Die beiden chinesischen Unternehmen Huawei und China Mobile haben temporär drei 5G-Masten auf dem Mount Everest errichtet. Dies soll Kletterern, Wissenschaftlern und Landvermessern ermöglichen, auf dem Berg schnelles Internet zu nutzen, ohne auf schwere Satellitentelefone zurückgreifen zu müssen. Die Masten dienen in erster Linie der Vermessung des Bergs und sollen noch in diesem Jahr wieder abgebaut werden.
spiegel.de

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Digital gegen das Virus: Unser Alltag hat sich in der Corona-Krise stark verändert. Um die Krankheit einzudämmen und das Leben in der Krise zu erleichtern, wird vermehrt auf Künstliche Intelligenz und mobile digitale Technologien gesetzt. Apps und digitale Tools sollen dazu beitragen, den Lockdown schrittweise weiter zu lockern. Am 5. Mai 2020 von 12.00 – 13.00 Uhr findet bei BASECAMP ON AIR passend dazu die Veranstaltung „Digital gegen das Virus – wie kann ein schrittweiser Exit aus dem Lockdown effektiv begleitet werden?“ statt.
Interessierte können sich hier anmelden.

Device Shadows: Amazon IoT für Java jaxenter.de
Anlagenbetrieb: Virtueller Industrieservice mit AR-Unterstützung und Fernzugriff industry-of-things.de
Telekom IoT-Baukasten: Per Mausklick zur eigenen IoT-Lösung computerwoche.de
Studie: Paketlieferung per Drohne – schon bald Alltag? elektroniknet.de
Interview: Meta Smart Factory will das Produktionsmanagement revolutionieren elektormagazine.de

ZAHL DER WOCHE

232 Millionen eSIM-Lieferungen für Machine-to-Machine (M2M)-Anwendungen, die beispielsweise für Energiemanagement genutzt werden, könnte es im Jahr 2024 einer Studie von ABI Research zufolge geben.
iotbusinessnews.com

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Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

HINTERGRUND

IT-Administratoren sehen IoT als große Herausforderung: Das IT-Unternehmen Paessler führte eine Umfrage unter rund 2.300 IT-Administratoren aus Mittelstandsunternehmen und Konzernen. Themen der Umfrage waren die Herausforderungen, vor denen viele Unternehmen im Zuge der Digitalisierung stehen, welche Probleme es gibt und in welchen Bereichen es gut läuft. Mehr als die Hälfte der IT-Administratoren gaben an, dass für sie das Thema IoT die größte Herausforderung darstellt. Da immer mehr Geräte vernetzt werden, steigen auch mögliche Einfallstore für Cyberattacken. Im Zusammenhang mit der wachsenden Datenmenge bei der Vernetzung von Geräten nannten 46 Prozent der Befragten das Thema Data Storage und 42 Prozent Big Data als Herausforderungen für IT-Abteilungen.
it-zoom.de

Fahrräder werden IoT-fähig: Am Konzept des Fahrrads hat sich im Grunde seit Jahrzehnten wenig getan. Nun sorgt die Digitalisierung dafür, dass sich das bald ändern könnte. Insbesondere E-Bikes werden immer häufiger vernetzt. So sagt Dirk Sexauer, Geschäftsführer beim Branchenverband Verbund Service und Fahrrad in Berlin: “Zum Beispiel ist eine sinnvolle Motorsteuerung nur möglich, wenn die Daten von Trittfrequenz-, Drehmoment- und Geschwindigkeitssensor zusammengeführt werden”. Für die Zusammenführung dieser Daten werden Apps genutzt. Diese ermöglichen allerdings auch andere Funktionen, wie das Steuern des Lichts oder die Überwachung des Umfelds per Kamera. Besonders nützlich sind GPS- oder GSM-Module, die es dank eSIM ermöglichen, geklaute Fahrräder zu orten. Für den gleichen Zweck lässt sich Narrow-Band-IoT nutzen. Markus Papke, Entwicklungsleiter bei Riese & Müller erklärt: “Wenn zum Beispiel das GPS gestört wäre, kann über Narrow-Band-IoT eine grobe Position ermittelt werden – diese ist bei hoher Gebäudedurchdringung zuverlässiger”.
spiegel.de

PROJEKT DER WOCHE

Autonomer Paketzusteller entlastet Postboten: Das Hamburger Unternehmen Ibeo hat für das Projekt VanAssist ein sogenanntes Safety-System entwickelt, das das fahrerlose Fahren für Paketdienste ermöglichen soll. VanAssist wird vom Bundesverkehrsministerium unterstützt und besteht neben Ibeo aus einigen weiteren Firmen und Universitäten. Hinter dem Projekt steht die Idee des sogenannten Rendezvous-Modus. Während der Zusteller aus dem Auto aussteigt, um mehrere Pakete auszuliefern, fährt der Transporter bereits zum nächsten Standort, an dem sich Zusteller und Auto wieder treffen. Das System ist besonders für urbane Gegenden geeignet. Ibeos Safety-System ist dabei für das autonome Fahren zuständig. “Ein autonomes Fahrzeug braucht Augen, um sich zu orientieren. Dafür scannen Sensoren die Außenwelt”, so Alexander von Bergner, Ibeo-Projektleiter für VanAssist. “Aber es braucht auch ein Gehirn, um Situationen zu bewerten und Maßnahmen zu ergreifen. Das übernimmt unser Safety-System. Für uns ist das ein wichtiger Beitrag, damit Fahrzeuge in naher Zukunft ohne Sicherheitsfahrer autonom fahren können.”
industry-of-things.de

ZITAT

“Es darf nicht sein, dass über das Einbauen von Komponenten nicht-vertrauenswürdiger Anbieter Sabotage oder gar der illegale Zugriff auf Daten möglich ist.”
Nils Schmid, der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag, stellt sich gegen eine Beteiligung des chinesischen Konzerns Huawei am Ausbau des 5G-Netzes in Deutschland.
tagesschau.de

INTERRUPTED

Smarte Mausefalle: IoT wird auch in der modernen Schädlingsbekämpfung angewandt. Der schwedische Spezialist Anticimex hat vernetzte Fallen entwickelt, die kontinuierlich überwacht werden. Ein positiver Effekt der smarten Falle ist, dass deutlich weniger Giftstoffe eingesetzt werden müssen. Die Daten, die durch den Einsatz der Falle gewonnen werden, tragen außerdem dazu bei, das Verhalten der Schädlinge besser zu verstehen.
industry-of-things.de

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