KW 18: Politiker kritisieren Zusammenarbeit mit Huawei beim 5G-Ausbau, Technologie-Initiative gegen das Bienensterben, 5G sorgt für IoT-Schub

NACHRICHTEN

Politiker kritisieren Zusammenarbeit mit Huawei beim 5G-Ausbau: Die deutschen Telekommunikationsanbieter drängen auf einen schnellen Ausbau des 5G-Netzes und setzen dabei auf die Kooperation mit dem chinesischen Unternehmen Huawei. Dirk Wössner, Deutschlandchef der Telekom, kündigte an, bis zum Ende des Jahres die Hälfte der Bevölkerung mit 5G versorgen zu wollen. Auch Hannes Ametsreiter, der Deutschlandchef von Vodafone sagte: “Jetzt bringen wir 5G in die Fläche.” Einige Politiker kritisieren jedoch die geplante Zusammenarbeit mit Huawei. Außenminister Heiko Maas ist der Meinung, Deutschland dürfe sich “gerade bei den Themen kritische Infrastruktur und Zukunftstechnologien nicht in Abhängigkeiten von anderen begeben”. Er sorgt sich um die “Souveränität Europas” und fürchtet bei einer möglichen Kooperation eine Einschränkung der Handlungsfreiheit.
handelsblatt.com

Smarte Plattenbauten in Jena: Die Stadt Jena ist eine der Gewinnerinnen des Bundeswettbewerbs “Stadt-Land-Digital”. Im Stadtteil Lobeda, der von Plattenbauten geprägt ist, wird derzeit ein Smart-City-Quartier geplant. In einem Gebäude des Stadtteils werden schon bald unter anderem intelligente Heizungssysteme installiert, die bis zu 30 Prozent Energie sparen sollen. In einem zentralen Logistik-Raum sollen intelligente Paketboxen für die Zwischenlagerung von Lebensmitteln und anderen Bestellungen sorgen. Weitere Plattenbauten sollen künftig folgen. Ein “soziales Intranet” soll dabei die Gemeinschaft vernetzen und stärken. Gunar Schmidt, Geschäftsführer der Energie-Tochter der Stadtwerke, Jena Netze, erklärt, die Smart-City sei “für uns keine technische Frage, sondern eine Frage des Zusammenlebens”. Besonders ist hier, dass der Smart-City-Ansatz im Gegensatz zu ähnlichen Projekten in Jena in einem vergleichsweise einkommensschwachen Gebiet umgesetzt wird. Etwa die Hälfte der Wohnungen werden hier sozial gefördert.
background.tagesspiegel.de

Technologie-Initiative gegen das Bienensterben: Von Bienen hängt unser gesamtes Ökosystem ab. Doch deren Population sinkt weltweit stark. Diesen Trend will das World Bee Project in einer Kooperation mit Oracle aufhalten. Unter Einsatz von KI, Big Data und IoT will die Initiative Bienenstöcke überwachen, das Verhalten der Insekten erkennen und vorhersagen und dieses Wissen dann mit Bienenzüchtern und Umweltschützern teilen. Beispielsweise ließen sich Mikrofone in der Nähe der Bienen installieren. Das Summen, das die Schwärme erzeugen, ermöglicht Rückschlüsse über deren Gesundheit und Verhalten.
forbes.com

Landwirtschaft nutzt IoT schon jetzt: Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom kommt zu dem Ergebnis, dass die Landwirtschaft digitale Technologien und das Internet der Dinge bereits in großem Umfang anwendet. 82 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland setzen digitale Technologien oder Anwendungen ein und weitere zehn Prozent planen dies für die Zukunft. Dabei kommen mit 45 Prozent vor allem GPS-gesteuerte Landmaschinen zum Einsatz. Fast die Hälfte der Betriebe, die Nutztiere halten, verwenden intelligente Fütterungssysteme. Agrar-Apps werden von 40 Prozent der Landwirte genutzt, ebenso viele steuern ihren Betrieb mithilfe von Farm- oder Herdenmanagement-Systemen.
industry-of-things.de

Amazon: AWS IoT Device SDK for Java jaxenter.de
Weidmüller: Industrial IoT und Ladeinfrastruktur im Fokus elektroniknet.de
Webinar: IoT- und Edge-Computing Projekte erfolgreich umsetzen datacenter-insider.de
Smart Systems Hub: IoT-Lösungen für die Supply Chain in der Corona-Krise funkschau.de

ZAHL DER WOCHE

900 Millionen eSIM-fähige Geräte könnten im Jahr 2023 verkauft werden. Die Chips dienen hauptsächlich der Kommunikation zwischen Geräten und spielen damit eine wichtige Rolle für das Internet der Dinge.
wiwo.de

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Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

HINTERGRUND

5G sorgt für IoT-Schub: Die 5G-Technologie könnte dafür sorgen, dass sich unser Alltag wandelt und sich neue Geschäftsfelder öffnen. Der Mobilfunkstandard wird nicht nur für schnelleres Internet sorgen. Laut einer Studie des italienischen IT-Berater und Systemintegrator Reply hat 5G das Potenzial, das Internet der Dinge in ein Massive IoT (MIoT) zu verwandeln. Die Zahl der vernetzten Geräte wächst stark. Bis zum Jahr 2025 könnte es 75 Milliarden IoT-fähige Geräte geben. 5G trägt dazu bei, dass sich die Verbindungsdichte dieser Geräte erhöht. Der Berater rechnet mit einer Dichte von rund einer Million Geräte pro Quadratkilometer. Die Technologie sorgt außerdem für einen geringeren Stromverbrauch, was die Entwicklung immer kleinerer Wearables und anderer Geräte ermöglicht.
blog.wiwo.de

BSI fordert Security by Design bei IoT-Anwendungen: Die Nutzung von IoT-Geräten stellt für die deutsche Industrie zunehmend ein Sicherheitsrisiko dar. 77 Prozent der Unternehmen sehen laut einer Untersuchung von Forrester Research erhebliche Sicherheitsherausforderungen bei der Nutzung von IoT. Ein Problem ist, dass sich vorhandene Schwachstellen oft nicht beheben lassen, ohne die Produktion zu stören. Cyber-Sicherheit sollte daher von Anfang an berücksichtigt werden. Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nennt diese Herangehensweise “Security by Design” und sagt: “Nur wenn Cyber-Sicherheit schon im Design berücksichtigt wird, können Unternehmen erfolgreich an der Digitalisierung teilhaben und Schaden von Beginn an abwenden”.
security-insider.de

PROJEKT DER WOCHE

Geespace könnte bald IoT-Satelliten starten: Geespace, ein Subunternehmen des chinesischen Automobilkonzerns Geely hat angekündigt, dass dessen erste IoT-Satelliten in die finale Testphase eintreten. Wenn diese abgeschlossen sind, soll einem Start des Projekts nichts mehr im Weg stehen. Die Satelliten sollen unter anderem zentimetergenaue Ortungsdienste ermöglichen.
iottechnews.com

ZITAT

“Ich denke, im ersten Ansatz sind die beiden Technologien erst mal unabhängig voneinander anwendbar. Aber eine zukünftige Fusion ist mehr als nur realistisch, sie ist letztendlich unvermeidlich, da beide Technologien sich nicht völlig unabhängig voneinander weiterentwickeln können.”
Dirk Finstel, Associate Vice President Embedded IoT Europe von Advantech, über das Zusammenspiel von IoT und KI.
elektroniknet.de

INTERRUPTED

Verschwörungstheorie über 5G führt zu Morddrohungen gegen Techniker: In Großbritannien wurden mehrere Mitarbeiter von Telekommunikationsunternehmen bedroht. Grund für die Drohungen sind Verschwörungstheorien rund um die 5G-Technologie und das Coronavirus, in deren Folge es auch zu Angriffen auf Funkmasten kam. Einige Techniker entfernten aus Angst vor persönlichen Angriffen die Unternehmenslogos auf ihren Fahrzeugen.
futurezone.at

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