KW 17: Neue IoT-Standards des W3C, Viele Menschen skeptisch bei Netzausbau, Sicherheitsrisiko 3D-Drucker

NACHRICHTEN

Neue IoT-Standards des W3C: Das World Wide Web Consortium (W3C) hat die beiden Spezifikationen Web of Things Architecture und Thing Description zu offiziellen Webstandards erklärt. 2017 hatte W3C die Arbeitsgruppe Web of Things gegründet, um einen einheitlichen Anwendungsstandard für IoT zu erstellen. Bislang waren die Standards für spezielle vertikale Anwendungsfelder verschiedener Organisationen nicht untereinander kompatibel.
heise.de

AIoT auf dem Vormarsch: Das Artificial Internet of Things (AIoT) schlägt eine Brücke zwischen KI und IoT. Immer mehr Unternehmen erkennen die Bedeutung dieses Konzepts und investieren dementsprechend. Um Anwendungen in dieser Sparte anbieten zu können, werden häufig leistungsstarke Edge-Computer benötigt. Diese sorgen für geringe Latenzzeiten, ausreichende Bandbreite, Datensicherheit sowie Vernetzung der Geräte. Die Firma Advantech geht davon aus, dass deren Potenzial im Jahr 2024 rund neun Milliarden US-Dollar betragen könnte. Eine Studie von ABI Research rechnet damit, dass im Jahr 2023 gut 43 Prozent der KI-Aufgaben auf Edge-Geräten ausgeführt werden.
elektroniknet.de

Viele Menschen skeptisch bei Netzausbau: Der Digitalverband Bitkom hat in einer Umfrage Menschen über ihre Einstellung zu Mobilfunkmasten befragt. Rund die Hälfte der Befragten spricht sich gegen den Bau der Funkmasten, die für 5G-Anwendungen benötigt werden, aus. Grund dafür sind vor allem Sorgen um die Gesundheit. 45 Prozent fürchten elektromagnetische Felder von Funkmasten. Nur 18 Prozent der Teilnehmer fürchten sich nicht vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch elektromagnetische Strahlung, die auch von Mikrowellen oder Sicherheitsschleusen ausgeht. Fast die Hälfte der Teilnehmer gab an, sich schon mit elektromagnetischer Strahlung beschäftigt zu haben. Bitkom-Präsident Achim Berg fordert, die Informationskampagne für den Ausbau des Mobilfunknetzes zu verstärken, um Befürchtungen vorzubeugen.
funkschau.de

Telekom baut IoT-Roaming aus: Die Telekom kooperiert mit Swisscom, Telia Company und Vodafone, um IoT-Roaming in vielen Teilen Europas anbieten zu können. Das Angebot für das Maschinen- und Sensorennetz (NB-IoT) wird damit um neun Länder erweitert. Insgesamt wird das NB-IoT Roaming künftig in 18 europäischen Ländern verfügbar sein. Rami Avidan, der für das IoT-Geschäft bei der Deutschen Telekom zuständig ist, betonte die Bedeutung des NB-IoT Roaming in Europa. “Unsere Kunden benötigen eine stabile Roaming-Umgebung. Nur so ist ein reibungsloser Service über internationale Grenzen hinweg gewährleistet. Vielleicht der wichtigste Faktor für ihren Geschäftserfolg”, so Avidan.
factorynet.at

EU-Strategie: Leerstelle in der neuen Industriestrategie it-zoom.de
Maschinenbau: IIoT-Spezialist Senseforce ermöglicht Nutzung der TimescaleDB presseportal.de
5G-Netz: Telekom und Ericsson aktivieren 5G-Netz am Center Connected Industry industrie.de
Aconno: Schmersal beteiligt sich an IoT-Startup factorynet.at
Nozomi Networks: Kooperation stärkt IT-, OT- und IoT-Security Services it-daily.net

ZAHL DER WOCHE

83 Milliarden IoT-Verbindungen könnte es im Jahr 2024 einer Studie von Juniper Research zufolge geben.
it-daily.net

-Anzeige-
Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

HINTERGRUND

IoT in der Medizin: Die Digitalisierung hält immer stärkeren Einzug in der Medizinbranche. Vom OP-Roboter bis zur KI-gestützten Krebstherapie setzen viele Mediziner heute auf fortgeschrittene Technologien. Ein Problem bei der Nutzung verschiedener Geräte stellt bislang jedoch der Datenaustausch dar. Viele Hersteller benutzen eigene Codes und Formate, die von Geräten anderer Unternehmen nicht richtig dargestellt oder erkannt werden. Ein neues Protokoll mit dem Namen IEEE 11073 SDC nimmt sich diesem Problem an und ermöglicht die Fernsteuerung vieler Geräte und die Entwicklung neuer Funktionen für diese. SDC ermöglicht den einfachen und schnellen Datenaustausch in Krankenhäusern. Medizinisches Personal kann sich so beispielsweise Messwerte sowohl am Gerätebildschirm als auch an weiter entfernten Monitoren anzeigen lassen. Das Protokoll könnte dafür sorgen, dass sich Arbeitsweisen in Kliniken verändern und Patienten von einer besseren Behandlung profitieren.
cio.de

Geofencing vielseitig anwendbar: Das sogenannte Geofencing ist ein wichtiger Bereich von IoT und könnte durch die 5G-Technik eine stärkere Bedeutung erlangen. Dabei geht es um die Lokalisierung von Geräten und Maschinen, beispielsweise per GPS-Tracking. Carsharing-Anbieter nutzen Geofencing, um sicherzustellen, dass ihre Fahrzeuge in den richtigen Gebieten abgestellt werden. In der Landwirtschaft wird Geofencing bei Traktoren und Mähmaschinen unter anderem zum Schutz vor Diebstahl eingesetzt. Aber auch bei der Planung von Arbeitszeiten und der Navigation auf dem Feld ist das Geofencing für Landwirte nützlich. In Supermärkten sorgen sogenannte Beacons per Bluetooth dafür, dass Einkaufswägen ein ihnen zugewiesenes Areal nicht verlassen können.
heise.de

PROJEKT DER WOCHE

Smarte Moskito-Falle gegen Infektionskrankheiten: An der Johns Hopkins University wurde eine intelligente Moskito-Falle entwickelt, die dazu beitragen soll, dass Masseninfektionen reduziert werden. Die Fallen werden in Risikogebieten aufgestellt normalerweise regelmäßig eingesammelt. Das neue Gerät nimmt jedoch Bilder der gefangenen Insekten auf und sendet diese an einen Forscher, der anhand der Tierart abschätzt, wie hoch das Risiko einer Übertragung von Krankheiten durch ist. Die Einschätzung könnte künftig aber auch von einer KI übernommen werden. Adam Goodwin, einer der Mitgründer des Projekts, meint, das System sei “eine klassische Anwendung im Bereich Internet der Dinge.”
pressetext.com

ZITAT

“Wenn Leute das so ernst nehmen, dass sie glauben, sich verteidigen zu müssen und deshalb handeln, dann wird es gefährlich.”
Die Social-Media-Expertin Ingrid Brodnig über Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus und 5G-Funkmasten.
futurezone.at

INTERRUPTED

Sicherheitsrisiko 3D-Drucker: Das Security-Unternehmen Coalfire warnt vor Cyberangriffen auf 3D-Drucker. Die Angreifer könnten dafür sorgen, dass diese heiß laufen und im schlimmsten Fall in Flammen aufgehen. Die Firma zeigte in einem Versuch, dass Angreifer über das WLAN-Netz des Druckers ein gefälschtes Firmware-Update einspielen könnten, dass die Temperaturbeschränkung von 240 Grad aufhebt. Auch sei es möglich, den Drucker dazu zu bringen, heißes Plastik austropfen zu lassen.
computerwelt.at

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Internet of Things und Industrie 4.0:

IoT-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings