KW 13: Sicherheitslage bei IoT verschlechtert sich, 58 Prozent der Industrieunternehmen setzen IoT ein, Flughäfen können von IoT und 5G profitieren

NACHRICHTEN

Sicherheitslage bei IoT verschlechtert sich: Laut IoT Threat Report 2020 von Palo Alto Networks gibt es immer mehr Risiken bei der Anwendung von IoT-Geräten. Ende 2019 soll es 4,8 Milliarden IoT-Endpunkte weltweit gegeben haben, allerdings verläuft 98 Prozent des Informationsverkehrs zwischen den Geräten unverschlüsselt. Dies macht es für Hacker besonders leicht, Sicherheitslücken auszunutzen. Besonders vertrauliche Daten können über das Hacking leicht abgegriffen werden. 57 Prozent der IoT-Geräte seien bei mittleren bis schweren Angriffe verwundbar.
industry-of-things.de

Smart Farming birgt großes Potenzial für europäische Bauern: Sensoren in Schweineställen, Drohnen zum Monitoring und Systeme für effiziente Bewässerung – all das sind Elemente des Smart Farmings. Für die europäische Landwirtschaft, die durch internationalen Druck in hartem Preiskampf steht, bieten die neuen IoT-Geräte die Chance Kosten einzusparen und produktiver zu werden. Auch das Tierwohl kann erhöht werden, denn wenn Sensoren auffällige Verhaltensmuster oder abweichende biometrische Daten wie die Körpertemperatur feststellen, können Landwirte schneller darauf reagieren, wenn Tiere krank sein sollten. All das erhöht das Gewinnpotenzial unter europäischen Bauern.
de.euronews.com

58 Prozent der Industrieunternehmen setzen IoT ein: Laut Kaspersky-Studie setzen lediglich 58 Prozent der Unternehmen in der Fertigungsbranche auf vernetzte Geräte. Dieser Wert ist niedriger als in anderen Branchen wie der IT- und Telekommunikationsbranche (71 Prozent), dem Finanzwesen (68 Prozent), sowie der Gesundheits- und Energiesparte (beide jeweils 66 Prozent). Als Grund für die Zurückhaltung im produzierenden Gewerbe seien Sicherheitsbedenken. Tatsächlich sind die Risiken hoch: Kaspersky hat allein 2019 105 Millionen IoT-Cyberangriffe gemessen.
bigdata-insider.de

Kundenbewegung mit Sensoren messen: Wegen der Corona-Pandemie sind soziale Distanzierungen und Abstandsregelungen im Alltag merklich. Diese gelten auch für Supermärkte und Apotheken. Geschäftsinhaber können mit IoT-Sensoren sicherstellen, dass Gedränge und lange Schlangen vermieden werden. Anhand von Bewegungsmessung kann der gezielte Einsatz von Personal geplant werden, um den Personenfluss zu gewährleisten. IoT-Anwendungen können auch Kunden Informationen darüber geben, wann Supermärkte nicht zu voll sind, sodass sie aktiv Menschenmassen vermeiden.
moneycab.com

Open Source: Coaty-Framework 2.0 gibt sich aufgeräumt heise.de
Sinneseindrücke: Wenn die Maschine schmecken lernt mdr.de
Bruchlandung: General Electrics missglückte Überlebensstrategie deutschlandfunkkultur.de
Sensoren: IoT-Sensoren für das intelligente Gebäude funkschau.de

ZAHL DER WOCHE

45 Prozent der deutschen Kommunen wollen den Verkehr digitalisieren.
background.tagesspiegel.de

HINTERGRUND

Experte warnt vor fehlenden Sicherheitspatches: Derek Manky ist als Global Security Strategist beim Sicherheitsspezialisten Fortinet tätig und beobachtet die Evolution von Cyberangriffen. Während vor einigen Jahren noch PCs und Android Smartphones beliebt für Hacker waren, sind zunehmend mehr vernetzte Geräte ins Visier der Hacker gekommen. Dabei kann es sich um Webcams oder Drucker handeln, bei denen die Hersteller oft keine Sicherheitsupdates vorgesehen haben und keine Sicherheitspatches verfügbar sind. Manky beklagt, dass IoT-Firmen auf Hinweise zu niedrigen Sicherheitsstandards oft ablehnend reagieren und keine Bereitschaft für Veränderung zeigen.
onlinepc.ch

Flughäfen können von IoT und 5G profitieren: Durch den schnelleren Mobilfunkstandard 5G soll im Flugverkehr und auf Flughäfen eine Reihe von Effizienzmaßnahmen umsetzbar sein, die die Logistik, aber auch die Sicherheit verbessern sollen. Sensoren können beispielsweise auf Rollfeldern positioniert werden oder bei der Gepäckverfolgung eingesetzt werden. Auch der Einsatz von mobilen Kiosken und Robotern ist denkbar. Die Maßnahmen sollen dabei nicht nur den Komfort für Passagiere erhöhen, indem sie vorzeitig erkennen, wenn sich Warteschlangen bilden und dabei helfen diese abzubauen, auch Betriebskosten sollen gesenkt werden. Zusätzlich sollen Passiere von einem verbesserten Informations- und Unterhaltungsangebot profitieren, das durch 5G verfügbar sein soll.
travelbusiness.at

PROJEKT DER WOCHE

15 Städte arbeiten an Smart-City-App: Mit Unterstützung der Deutschen Telekom und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund arbeiten Entwickler aus 15 Städten und Kommunen daran, eine App zu entwickeln, die Bürgern Echtzeitinformationen liefern soll. Dabei soll es nicht nur um Veranstaltungen und Behördenankündigungen gehen, auch praktische Hinweise zu neuen Straßenschäden sollen verfügbar sein. Bürger sollen selbst illegale Müllablagerungen melden können. Das Ziel ist es, die Bewohner der Städte frühzeitig in die Stadtplanung einzubeziehen.
nr-kurier.de

ZITAT

“Es sind aggregierte, anonymisierte Daten und keine individuellen Daten.”
Die Telekom liefert Bewegungsdaten an das Robert-Koch-Institut, um die Eindämmung des Coronavirus besser bewerten zu können. RKI-Präsident Lothar Wieler beteuert, dass es sich dabei um keine sensiblen Informationen handle.
faz.net

INTERRUPTED

Italienische Forscher vermessen Stradivari-Geigen: Auf der Suche nach dem einmaligen Klang von Stradivari-Geigen vermessen Forscher in Italien die Musikinstrumente mithilfe von Siemens-Technik. Es sei nicht mehr das Ziel die Musikinstrumente zu kopieren, sondern vielmehr digitale Zwillinge zu erstellen, um ihre speziellen Eigenschaften zu analysieren.
industry-of-things.de

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