KW 12: Palo Alto veröffentlicht Studie über IoT im Gesundheitswesen, Conrad startet IoT-Plattform für Unternehmen, IoT in Lieferketten

NACHRICHTEN

Palo Alto veröffentlicht Studie über IoT im Gesundheitswesen: Das Forschungsteam für Cybersicherheit des Unternehmens Palo Alto Networks hat eine Studie zum Thema IoT in Unternehmen und im Gesundheitswesen herausgegeben. Es zeigt sich, dass verheerende Sicherheitslücken gerade im Bereich Gesundheit herrschen. Diese werden besonders durch veraltete Software verursacht. So wurden beispielsweise auf 83 Prozent der bildgebenden medizinischen Geräte Software gefunden, die schon lange nicht mehr geupdatet wird. Teilweise liefen Geräte noch mit dem Betriebssystem Windows XP. Die Zahl der gefährdeten Geräte nahm im Vergleich zu 2018 um 56 Prozent zu. Auch veraltete Protokolle stellen ein großes Problem in der Branche dar. Die Sicherheitslücken gefährden die gesamte Struktur, sodass es zu Totalausfällen im Betrieb kommen könnte.
t3n.de

Akzeptanz von KI in IoT-Geräten wächst: Eine Umfrage des britischen Distributors Farnell kommt zu dem Ergebnis, dass die Akzeptanz von KI in IoT-Geräten wächst. Farnell hatte rund 2000 Personen befragt, von denen ein Großteil Entwickler, die an IoT-Lösungen arbeiten, waren. Etwa 50 Prozent der Teilnehmer nutzen KI in ihren IoT-Anwendungen bereits. Am häufigsten wird dabei das maschinelle Lernen angewandt. Die andere Hälfte der Befragten benutzt KI noch nicht, unter anderem weil ihnen dazu das technische Wissen fehlt. Die Zahl der Menschen, die Sicherheitsbedenken bei IoT-Anwendungen haben hat sich im Vergleich zu 2018 von 40 Prozent auf 35 Prozent verringert. Die Studie zeigte auch, dass Angebote von Drittanbietern immer beliebter werden. Zwar bevorzugen 46 Prozent der Befragten weiterhin die Eigenentwicklung von Edge-to-Cloud- und Sicherheitslösungen, die Zahl der Personen, die Drittanbieter nutzen würden, stieg jedoch um 12 Prozent.
elektronik.net

Conrad startet IoT-Plattform für Unternehmen: Der Elektronikhändler Conrad will sich beim IoT zukünftig auf B2B-Anwender konzentrieren und richtet dafür auch seine Plattform Conrad Connect neu aus. Die IoT-Plattform richtet sich nun an Kunden wie Apotheken, Rettungsdienste oder Hotels. Diesen werden branchenspezifische Angebote mit Hard- und Softwarelösungen bereitgestellt, mit denen sich IoT-Geräte, -Apps und -Services miteinander vernetzen lassen. Für Apotheken ist laut Conrad beispielsweise die Temperatur-Überwachung von Medikamenten in Kühlschränken denkbar. Bei Hotels und Ferienhäusern schlägt Conrad die Regelung der Heizung vor, je nachdem, ob ein Raum oder ein Haus momentan bewohnt wird. Auch eigene Anwendungen sollen von Unternehmen in die Plattform integrierbar sein.
mobilbranche.de

Infeon übernimmt Cypress Semiconductor: Das Unternehmen Infineon aus Bayern ist nach Zustimmung der Genehmigungsbehörde CFIUS der Übernahme des amerikanischen Chipherstellers Cypress Semiconductor einen großen Schritt nähergekommen. Mit dem Kauf im Wert von neun Milliarden Euro könnte Infineon zu einem der zehn größten Chiphersteller der Welt werden. Cypress Semiconductor stellt unter anderem Halbleiter für selbstfahrende Autos her. Infineon will durch den Kauf seine Kompetenzen in der Autobranche und im Bereich IoT ausbauen.
faz.net

Coronavirus: Asut verschiebt IoT-Konferenz netzwoche.ch
Sicherheitslücken: IoT-Geräte sind unsicherer geworden e-recht24.de
TeamViewer IoT gratis: „Demokratisierung des IoT-Marktes“ elektronikpraxis.vogel.de
IT-Sicherheit: IoT-Security ist unverzichtbar security-insider.de

ZAHL DER WOCHE

58 Prozent der Unternehmen der Industrie und Fertigungsbranche setzen IoT-Plattformen für ihre Geschäfte ein. Die größte Hürde für die Nutzung solcher Plattformen sind Sicherheitsbedenken.
elektrotechnik.vogel.de

HINTERGRUND

Mit Digital Warehousing zum IoT-Lager: Die Methode des Digital Warehousing kann Unternehmen dabei helfen, effiziente und automatische Lager zu gestalten, ohne zu viel Geld zu investieren. Möglich wird dies durch den Einsatz des Industrial Internet of Things (IIoT). Lagerbestände lassen sich so in Echtzeit kontrollieren, Roboter arbeiten effizient in Kooperation mit Menschen im Mehrschichtbetrieb. Für den Wareneingang ließen sich beispielsweise die Smartphones der Lieferanten vernetzt, um nachzuverfolgen und zu koordinieren, wann eine bestimmte Ware ankommt. Die Staplerfahrer innerhalb des Lagerraums können mithilfe einer App den richtigen Standort für eine Ware finden und mögliche Beschädigungen dokumentieren. Beim Warenausgang kann RFID-Technologie genutzt werden, um den Transportauftrag an die LKW-Fahrer zu übermitteln. Diese und mehr technische Möglichkeiten werden schon heute von Unternehmen genutzt, um Prozesse effizient und kostengünstig zu gestalten.
it-zoom.de

Studie über IoT in Unternehmen: Die Eclipse Foundation, eine Dachorganisation für Open-Source-Projekte von 40 Organisationen, hat eine Studie mit rund 360 Personen aus der Industrie durchgeführt, um den kommerziellen Einsatz von IoT zu erforschen. Die Umfrage zeigt, dass bereits 40 Prozent der Befragten IoT in ihren Unternehmen einsetzen. Weitere 22 Prozent planen dessen Einsatz in den kommenden Jahren. Dabei geben die Teilnehmer der Studie jedoch wenig Geld für IoT-Projekte aus. 30 Prozent planen für IoT nur 100.000 Dollar ein. Jedoch wollen 40 Prozent diese Ausgaben in den nächsten Jahren erhöhen. Open Source ist ein wichtiger Faktor bei IoT-Projekten. 60 Prozent der Unternehmen nutzen Open Source für ihre IoT-Anwendungen.
heise.de

PROJEKT DER WOCHE

IoT in Lieferketten: Das Projekt SaSCh (Digitale Services zur Gestaltung agiler Supply Chains) beschäftigt sich mit dem Einsatz von IoT zur Qualitätsüberwachung in Lieferketten. Das Projekt entstand aus einer Kooperation zwischen dem Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen und verschiedenen Unternehmen, darunter Bosch. Herausgekommen ist dabei ein System, das mobile Sensoren und Gateways, 3D-Bildverarbeitung, Cloud-Plattformen und digitale Services integriert. Getestet wurde das System in der Automobilbranche, ist aber prinzipiell auch auf andere Bereiche übertragbar. Das System überwacht unter anderem mithilfe von Sensoren und Kameras Bauteile, Komponenten und Produkte entlang der Lieferkette. Um die Daten auszutauschen wird der EPCIS-Standard genutzt.
industry-of-things.de

ZITAT

“Zunächst einmal kennen die IoT-Entwickler keine Security-Standards. Dann sind viele IoT-Geräte nicht updatebar. Und wenn sie es sind, reagieren die Hersteller kaum auf unsere Hinweise. Informieren wir sie über Lücken, können sie damit meist gar nichts anfangen, weil ihre Entwickler in Security-Fragen nicht geschult sind. Manchmal reagieren die IoT-Firmen sogar sehr ablehnend und feindlich.”
Derek Manky vom Sicherheitsunternehmen Fortinet über IT-Security im IoT.
com-magazin.de

INTERRUPTED

Neues Kompetenzzentrum für Strahlenschutz: Um Bürger frühzeitig zum Thema Strahlenschutz zu informieren und Falschmeldungen vorzubeugen, hat das Bundesamt für Strahlenschutz das neue Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder in Cottbus eingerichtet. Ziele des Zentrums sind außerdem, die Akzeptanz für Themen wie die Energiewende oder Digitalisierung zu steigern. Strahlenschutz spielt auch beim Thema Mobilfunk eine Rolle, das jedoch als gut erforscht gilt. Gerade im Zuge der Einrichtung des 5G-Standards, der maßgebend für IoT-Anwendungen ist, gibt es von Seiten der Bürger viele Sorgen. Umweltministerin Svenja Schulze stellte fest: “Wenn es hier Bedenken gibt, müssen wir diese ernst nehmen und Fragen von Bürgerinnen und Bürgern aufgreifen. Das Bundesamt für Strahlenschutz als wissenschaftlich unabhängige Institution ist dabei eine kompetente und glaubwürdige Stimme.”
inustry-of-things.de

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