KW 09: Bosch bündelt IoT-Aktivitäten, Angriffe auf vernetzte Zutrittskontrollsysteme, Defizite bei neuen Technologien

NACHRICHTEN

Bosch bündelt IoT-Aktivitäten: Bosch hat eine neue Tochterfirma gegründet: Bosch.IO. Darin will das Unternehmen all seine IoT-Projekte bündeln. Die rund 900 Mitarbeiter sollen Kunden in Zukunft Lösungen für das IoT anbieten – von der Beratung über die Implementierung bis zum Betrieb. Die Geschäftsführung sitzt in Berlin. Daneben gibt es weitere Standorte in Deutschland, Bulgarien, China, Japan, Singapur, Spanien und den USA.
industrie.de

Angriffe auf vernetzte Zutrittskontrollsysteme häufen sich: Smarte Zutrittskontrolle sollen die Sicherheit in Unternehmen, Fabriken und Behörden verbessern. Mit einer Chipkarte sollen die Angestellten nur in ausgewählte Räume Zugang haben. Doch die Technik dahinter hat oft ihre Lücken in der Sicherheit, beispielsweise bei Linear eMerge E3, einem Produkt des US-Herstellers Nortek Security & Control (NSC). Sicherheitsforscher veröffentlichten bereits im Mai 2019 Details zu zehn Sicherheitslücken in den Linear-eMerge-E3-Produkten, von denen sechs mit einer Schwere zwischen 9,8 und 10 auf einer zehnstufigen Skala eingestuft wurden. Im November 2019 folgte die Veröffentlichung eines Proof of Concept. Trotzdem stellte NSC offenbar bislang keine Patches für die Sicherheitslücken zur Verfügung.
industry-of-things.de

Großbritannien: Sicherheitsprobleme von IoT gesetzlich reduzieren: Weil IoT-Anwendungen oft unter Verdacht stehen, vermeidbare Sicherheitslücken zu haben, gehen die britischen Gesetzgeber dagegen vor: sie möchten mit einem Gesetz erwirken, dass Hersteller höheren Wert auf Sicherheit legen. Dies beinhaltet drei Regeln: zum einen soll es Herstellern verboten sein, vorab eigene Passwörter für IoT-Anwendungen festzusetzen, die Verbraucher nicht verändern können. Zum anderen sollen Hersteller eine zentrale Stelle einrichten, an die sich Nutzer wenden können, wenn sie Sicherheitslücken identifiziert haben. Zudem sollen Hersteller bereits vor dem Kauf Kunden darüber Auskunft geben können, wie lange sie beabsichtigen Sicherheitsupdates zu entwickeln. Diese drei Aspekte seien leicht zu beheben, doch ein häufiger Grund für bisherige Sicherheitsprobleme.
heise.de

Apple meldet Patent für selbstkonfigurierendes Smart-Home-System an: Tech-Gigant Apple hat ein Patent angemeldet, das sich mit Smart-Home-Geräten selbst konfigurieren könnte. Bisher ist dies eine Herausforderung, da Geräte verschiedener Anwender unterschiedliche Protokolle nutzen. Apple will allerdings einen Weg gefunden haben, um dieses Problem zu umschiffen. Es soll alle Geräte automatisch erkennen können und die entsprechende Synchronisation umsetzen.
theverge.com

Security: Die Gefahr durch IoT-Angriffe wird weiter steigen industry-of-things.de
Ratgeber: Was Sie bei der Stromversorgung industrieller IoT-Anwendungen beachten sollten elektronikpraxis.de
Azure Sphere: Microsoft startet sein Linux-Paket fürs Internet der Dinge heise.de
Breitband: Stadtwerke Bochum bauen LoRaWAN-Netz auf zfk.de

ZAHL DER WOCHE

In Deutschland werden 2023 18,4 Prozent aller mobilen Verbindungen auf 5G basieren. Der Großteil der Verbindungen (69 Prozent) wird aber weiterhin über WLAN und stationäres Breitband abgedeckt werden. Das ist das Ergebnis des Cisco Annual Internet Reports.
industry-of-things.de

HINTERGRUND

Deutsche haben Defizite bei neuen Technologien: Die Deutschen beschäftigen sich allem Anschein nach zu wenig mit neuen digitalen Technologien. Das ist der Ergebnis einer Studie, die das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Kommunikationsagentur Maisberger unter mehr als 2.000 Teilnehmern durchführte. Viele Begriffe wie IoT, Cloud-Computing oder Blockchain sind für viele Menschen immer noch Fremdwörter. Dabei kommen sie mit vielen Technologien bereits jetzt in Kontakt. Den größten Zuwachs erwarten die Autoren bei IoT. Hier wird eine Steigerung um zwölf Prozentpunkte erwartet, das heißt einen Anstieg auf 49 Prozent.
e-government-computing.de

Rheinland-Pfalz sieht IoT für den Informatikunterricht vor: An 21 Schulen in Rheinland-Pfalz sollen Schüler im Informatikunterricht an das Internet der Dinge (IoT) herangeführt werden. Dabei sollen sich auch eigene Prototypen entwickeln. Die Jugendlichen sollen lernen, wie Sprachsysteme und vernetzte Smart-Home-Anwendungen funktionieren. Bisher sahen die Lehrpläne keine Ausbildung im Bereich der neuen Technologien vor.
funkschau.de

ZITAT

“Da wir jedoch mit Smartphone, Internet & Co tagtäglich von digitalen Technologien umgeben sind, besteht bei den Befragten offensichtlich auch wenig Interesse, einen Blick hinter die technologischen Kulissen zu werfen. Dabei werden bei einer zunehmenden Digitalisierung die Neugierde und Bereitschaft, sich zu informieren und auf Neues einzulassen immer wichtiger.”
Alexander Pschera, Geschäftsführer der Kommunikationsagentur Maisberger, hofft, dass die Menschen Technologie nicht nur nutzen, sondern auch halbwegs verstehen werden.
e-government-computing.de

INTERRUPTED

Unternehmen kämpfen mit Sicherheitsproblemen mit IoT-Plattformen: Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky veröffentlichte pünktlich zur Münchener Sicherheitskonferenz die Ergebnisse einer neuen Erhebung. Das Ergebnis ist besorgniserregend: 2019 wuchs der Faktor der Hacking-Angriffe um den Faktor neun auf über 100 Millionen Attacken. Auffällig dabei ist, dass auch IoT-Plattformen angegriffen werden, die für kritische Infrastruktur wie der Energiesektor wesentlich sind. Doch auch in den Bereichen Automobilbau und Gebäudeautomatik sind gefährliche Trends zu beobachten.
zdnet.de

Newsletter anmelden

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Newsletter an. Sie erhalten jede Woche den kompakten Digest mit dem wichtigsten Themen zu Internet of Things und Industrie 4.0:

IoT-Ticker

Weitere Digibriefings

Unsere Politbriefings