KW 08: Kaspersky-Studie, IoT Solution Optimizer, Gesetz gegen IoT-Sicherheitsprobleme

NACHRICHTEN

Kaspersky: ein Drittel der Unternehmen hat Sicherheitsprobleme mit IoT-Plattformen: Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky veröffentlichte pünktlich zur Münchener Sicherheitskonferenz die Ergebnisse einer neuen Erhebung. Das Ergebnis ist besorgniserregend: 2019 wuchs der Faktor der Hacking-Angriffe um den Faktor neun auf über 100 Millionen Attacken. Auffällig dabei ist, dass auch IoT-Plattformen angegriffen werden, die für kritische Infrastruktur wie der Energiesektor wesentlich sind. Doch auch in den Bereichen Automobilbau und Gebäudeautomatik sind gefährliche Trends zu beobachten.
zdnet.de

Telekom baut Netzwerk um “IoT Solution Optimizer” aus: Mit dem “IoT Solution Optimizer” möchte die Deutsche Telekom Unternehmen den Einstieg in das Internet der Dinge erleichtern und unterstützt sie auf dem Weg zur richtigen Lösung. Dabei setzt die Telekom auf die Expertise aus einem breiten Netzwerk – nun ist ein neuer Partner dazugekommen. Telekommunikationsbetreiber Telia, der vor allem in den nordeuropäischen Ländern als Partner fungiert, wird bei der Umsetzung von IoT unterstützend mitwirken. “IoT Solutions Optimizer” bietet under anderem Beratung und Hardwarelösungen an.
funkschau.de

Großbritannien möchte Sicherheitsprobleme von IoT gesetzlich reduzieren: Weil IoT-Anwendungen oft unter Verdacht stehen, vermeidbare Sicherheitslücken zu haben, gehen die britischen Gesetzgeber dagegen vor: sie möchten mit einem Gesetz erwirken, dass Hersteller höheren Wert auf Sicherheit legen. Dies beinhaltet drei Regeln: zum einen soll es Herstellern verboten sein, vorab eigene Passwörter für IoT-Anwendungen festzusetzen, die Verbraucher nicht verändern können. Zum anderen sollen Hersteller eine zentrale Stelle einrichten, an die sich Nutzer wenden können, wenn sie Sicherheitslücken identifiziert haben. Zudem sollen Hersteller bereits vor dem Kauf Kunden darüber Auskunft geben können, wie lange sie beabsichtigen Sicherheitsupdates zu entwickeln. Diese drei Aspekte seien leicht zu beheben, doch ein häufiger Grund für bisherige Sicherheitsprobleme.
heise.de

Bosch setzt Fokus auf IoT: Am 19. und 20. Februar findet die Bosch ConnectedWorld 2020 in Berlin statt – dabei soll es um die Bandbreite der Möglichkeiten gehen, die mit IoT bereits umgesetzt werden kann. Bosch setzt dabei einen Fokus auf die Mobilität der Zukunft: Dabei geht um Produkte wie den Vehicle Computer, der das autonome Fahren ermöglichen soll, eine vernetzte Brennstoffzelle, aber auch Lösungen anbieten, die Stressfaktoren von Batterien analysieren – auf diese Weise sollen sie langlebiger werden. Andere Schwerpunkte werden die Fabrik der Zukunft, Gebäudetechnik sowie die smarte Landwirtschaft sein.
industrie.de

Trends: Vier wichtige Technologien für das IoT-Datenmanagement bigdata-insider.de
LoRaWan: Akenza und Microsoft entwickeln IoT-Plattform für die Stadt Zürich it-markt.ch
Anwendungt: System Development Kit für IoT-Retrofit bigdata-insider.de

ZAHL DER WOCHE

Der Schaden, der in der deutschen Wirtschaft durch IT-Sabotage und Datendiebstahl entsteht, überschreitet 100 Milliarden Euro jährlich.
industrie.de

HINTERGRUND

Warum Unternehmen bei IoT-Anwendungen zögerlich sind: IoT wird immer beliebter und ist mittlerweile bei vielen Unternehmen angekommen. Eine Studie von IDG Research und TÜV Süd zeigt, dass das Potenzial für Prozessoptimierung und Produktionssteigerung ein wesentlicher Treibe für die Anwendung von IoT-Systemen sei. Allerdings sind viele Unternehmer noch zögerlich – die Hauptgründe sind zu über einem Drittel die Sorgen um Datenschutz und Sicherheit. Die Sorge vor Industriespionage und Sabotage ist für viele Unternehmer das wichtigste Argument gegen die Technologie. Allerdings sind gerade für kleine Unternehmen andere Faktoren entscheidend, um sich vorerst gegen IoT zu entscheiden: hohe Investitionskosten sowie der Fachkräftemangel schrecken ab.
industry-of-things.de

Konkurrenzdruck drängt Unternehmen zu IoT-Geschäftsmodellen: Nicole Segerer, Head of IoT Deutschland, Österreich und Schweiz bei Flexera, sieht einen klaren Bedarf in Unternehmen eine ganzheitliche IoT-Governance zu entwickeln. Zwar gibt es bisher immer häufiger punktuelle Anwendungen von IoT in der Privatwirtschaft, allerdings zeichne sich ab, dass die IoT-Technologie so weit ausreift, dass der Konkurrenzdruck unter Unternehmen wächst. Es sei dann notwendig, eine klare IoT-Strategie aufzusetzen und Geschäftsmodelle unter Umständen auch entsprechend des Fortschritts und der neuen Möglichkeiten anzupassen.
industry-of-things.de

PROJEKT DER WOCHE

Cisco entwickelt IoT-Sicherheitsarchitektur: Auf der Cisco Live in Barcelona stellte das IT-Unternehmen mit “Cyber Vision” seine Idee für eine Sicherheitsarchitektur in Unternehmen mit vernetzten Produktionsprozessen. Das Hauptproblem sei, dass Produktionsanlagen und die kritische Infrastruktur selten mit den restlichen IT-Struktur verbunden seien, sodass Sicherheitsprobleme leichter zu übersehen sind. Über die IoT-Geräte in der Produktion können sich jedoch Sicherheitslücken auftun – dagegen möchte Cisco mit “Cyber Visions” vorgehen und bietet eine softwarebasierte Lösung, die potenzielle Gefahrenquellen analysiert und meldet.
funkschau.de

ZITAT

“Durch die Zunahme an IoT-Geräten in der Industrie ist es notwendig, sämtliche Schnittstellen und Einfallstore abzusichern.”
Jörg Vollmer, General Manager Field Operations DACH bei Qualys, sieht den Bedarf für mehr Sicherheitsmaßnahmen in der Industrie.
datensicherheit.de

INTERRUPTED

Rheinland-Pfalz sieht IoT für den Informatikunterricht vor: An 21 Schulen in Rheinland-Pfalz sollen Schüler im Informatikunterricht an das Internet der Dinge herangeführt werden. Dabei sollen sich auch eigene Prototypen entwickeln. Die Jugendlichen sollen lernen, wie Sprachsysteme und vernetzte Smart-Home-Anwendungen funktionieren.
funkschau.de

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