KW 07: Mobile World Congress: Absagen wegen Coronavirus, Schwere Sicherheitsmängel bei Philips Hue, Disney+ startet erfolgreich

NACHRICHTEN

Mobile World Congress: Absagen wegen Coronavirus: Führende Elektronikunternehmen haben die Teilnahme am Mobile World Congress 2020 in Barcelona (24.-27. Februar) abgesagt. Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ist die weltweit wichtigste Veranstaltung rund um Mobilfunk und industriell relevante Themen wie Internet of Things, 5G-Ausbau und Cloud-Computing. Etwa 100.000 Besucher kommen jedes Jahr, um die Auftritte von knapp 2.800 Ausstellern zu sehen. Doch nun sagte nach dem südkoreanischen Elektronikkonzern LG, dem schwedischen Mobilfunkriesen Ericsson und dem amerikanischen Chiphersteller Nvidia mit Amazon Web Services (AWS) seine Teilnahme abgesagt. Grund für die Absagen sind die Sorgen um das Coronavirus. Für die Messe ist das ein herber Schlag. Ausgesetzt werden soll sie aber nicht. Ein Sprecher des Veranstalters GSMA meldete, dass man zusätzliche Maßnahmen ergriffen habe, um „den Teilnehmern und Ausstellern zu versichern, dass ihre Gesundheit und Sicherheit unser größtes Anliegen ist“. Dazu gehöre ein Verbot für alle Reisenden aus der chinesischen Krisenprovinz Hubei. Personen, die sich in China aufgehalten haben, müssten den Nachweis erbringen, dass sie sich die letzten 14 Tage vor dem Kongress außerhalb des Landes aufgehalten haben.
elektronikpraxis.de

Schwere Sicherheitsmängel bei Philips Hue: Das smarte Lichtsystem Philips Hue weist offenbar gravierende Sicherheitsmängel auf. IT-Experten haben das System einen Test unterzogen. Dabei gelang es ihnen das System zu überlisten und mehrere Überwachungskameras auszuschalten oder deren Videostreams auszutauschen. Ursache des Problems waren standardmäßig unsichere Protokolle zur Datenübertragung – ohne jegliche Verschlüsselung. Philipps hat schnell reagiert und Updates bereit gestellt, die das Problem beheben sollen.
computerbild.de

Disney+ startet erfolgreich: Disneys Onlinevideodienst Disney+ ist erfolgreich gestartet. Der seit November verfügbare Streamingservice hatte zu Wochenbeginn bereits 28,6 Millionen Kunden, wie das Unterhaltungsunternehmen mitteilte. Das Wachstum habe sogar die höchsten Erwartungen übertroffen, sagte Konzernchef Bob Iger nach der Präsentation der jüngsten Geschäftsbilanz. Disney+ ist bislang in fünf Ländern zu empfangen. In Deutschland startet der Dienst am 24. März. Der gute Start von Disney+ hat jedoch auch seinen Preis. Der Ausbau des Dienstes sorgte für einen Gewinneinbruch. In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel das Nettoergebnis aus dem fortgeführten Geschäft verglichen mit dem Vorjahreswert um 23 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro), wie der Konzern mitteilte. Der Umsatz stieg indes um gut ein Drittel auf 20,9 Milliarden Dollar.
zeit.de

Rheinland-Pfalz macht Informatik zum Pflichtfach: Schüler und Schülerinnen in Rheinland-Pfalz bekommen ab dem nächsten Schuljahr mit Informatik ein neues Pflichtfach. Auf dem Lehrplan wird auch das Thema vernetzte Geräte stehen. Ab 2021 sollen sie ab der 9. und 10. Klasse lernen, wie im Internet der Dinge Geräte und Maschinen miteinander vernetzt werden. Einsatzzwecke können dabei digitale Sprachassistenten, intelligente Mülltonnen in der Smart-City oder die Messung von Umweltdaten sein.
swr.de

Security FAQ: So geht Sicherheit im Internet of Things computerwoche.de
Smart Energy: Rollout-Lösungen für das Internet of Things zfk.de
Systemhäuser: Eine Brücke zwischen Welten funkschau.de
Studie: KI und IoT sind bei Verteilnetzbetreibern hoch im Kurs energate-messenger.de

ZAHL DER WOCHE

Bis 2025 soll es insgesamt 75 Milliarden vernetzte Devices geben.
funkschau.de

HINTERGRUND

Cisco entwickelt neue Sicherheitsarchitektur: Cisco hat eine neue IoT-Sicherheitsarchitektur vorgestellt, die eine verbesserte Transparenz für vernetzte und intelligent gesteuerte IT-Umgebungen bietet. Auch industrielle Prozesse sollen verstärkt geschützt werden. Die Sicherheitsarchitektur ermöglicht die Erfassung und Extraktion von Daten und damit einen effizienteren und rascheren Entscheidungsprozess bei entsprechenden Digitalisierungsprojekten.
economyaustria.de

Digitalisierung von Kommunen: Immer mehr Kommunen beschäftigen sich mit Digitalisierung und verfolgen Smart-City-Ansätze. Doch das ist oft nicht einfach. Denn das erfordert zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen. In der neuen Folge des Podcasts “Kommunal” spricht Ilona Benz, die Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung beim Gemeindetag Baden-Württemberg, über diese Themen. Und auch, was es für eine Kommune bedeutet, wenn sie sich der Digitalisierung verweigert.
kommunal.de

ZITAT

“Aufgrund des Ausbruchs und der anhaltenden Besorgnis über das neue Coronavirus wird sich Amazon von der Ausstellung und Teilnahme am Mobile World Congress 2020 zurückziehen.”
Das gab Amazon vor wenigen Tagen bekannt. AWS hätte am Eröffnungstag eigentlich einen ganztägigen Kongresstrack veranstalten sollen.
elektronikpraxis.de

INTERRUPTED

Angriffe auf smarte Zutrittskontrollsysteme häufen sich: Smarte Zutrittskontrolle sollen die Sicherheit in Unternehmen, Fabriken und Behörden verbessern. Mit einer Chipkarte sollen die Angestellten nur in ausgewählte Räume Zugang haben. Doch die Technik dahinter hat oft ihre Lücken in der Sicherheit, beispielsweise bei Linear eMerge E3, einem Produkt des US-Herstellers Nortek Security & Control (NSC). Sicherheitsforscher veröffentlichten bereits im Mai 2019 Details zu zehn Sicherheitslücken in den Linear-eMerge-E3-Produkten, von denen sechs mit einer Schwere zwischen 9,8 und 10 auf einer zehnstufigen Skala eingestuft wurden. Im November 2019 folgte die Veröffentlichung eines Proof of Concept. Trotzdem stellte NSC offenbar bislang keine Patches für die Sicherheitslücken zur Verfügung.
industry-of-things.de

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