KW 06: Großbritannien erlässt IoT-Gesetz, Kein grundsätzlicher Ausschluss von Huawei in der EU, IoT als Optimierer für Unternehmen

NACHRICHTEN

Großbritannien erlässt IoT-Gesetz: IoT-Anwendungen haben immer noch häufig mit Sicherheitsproblemen zu kämpfen. Die britische Regierung hat nun ein Gesetz erlassen, das dagegen vorgehen soll. So sollen Standardpasswörter beispielsweise verboten werden, auch das Zurückstellen eines Passworts auf ein Standardpasswort soll nicht mehr möglich sein. Auch die Versorgung mit Sicherheitsupdates müssen die Hersteller für die Kunden transparent machen. Demnach müssen sie die minimale Supportdauer der IoT-Geräte online oder im Laden nennen. Halten sich Hersteller nicht an die neuen Vorgaben, dürfen ihre Produkte nicht mehr verkauft werden.
golem.de

Kein grundsätzlicher Ausschluss von Huawei in der EU: Brüssel will Huawei nicht grundsätzlich von Ausbau des 5G-Netzes ausschließen. EU-Kommissar Thierry Breton erklärte, jedes Unternehmen, das sich an die bestehende Regeln halte, sei in Europa willkommen. Es geht nicht um Diskriminierung”, sagte Breton im EU-Parlament. “Es geht darum, die Regeln festzulegen.” Diese würden “strikt” und “anspruchsvoll” ausfallen. Das 5G-Netz ist für den Ausbau von IoT-Anwendungen unerlässlich.
welt.de

IoT als Optimierer für Unternehmen: “CIO” und “COMPUTERWOCHE” haben ihre neuste IoT-Studie präsentiert. Dabei sind die Ergebnisse zwiespältig. Insgesamt verbreiten sich IoT-Anwendungen oft nur langsam. Viele Unternehmen fürchten die Sicherheitsrisiken, die sie sich damit ins Haus holen könnten. Andererseits sind diejenigen Unternehmen, die IoT nutzen, in den Meisen Fällen zufrieden. Die Gründe für die Verwendung sind dabei verschieden. 42 Prozent der Unternehmen gaben an, ihre Prozesse optimieren zu wollen. 39 Prozent der Firmen konnten mit ihren IoT-Projekten bestehende Services oder Produkte verbessern, während 35 Prozent damit neue Produkte und Services entwickelten. Mit etwas Abstand folgen Themen wie Steigerung des Umsatzes oder die Reduktion von Kosten. Nur ein Fünftel der Firmen nutzt das IoT für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.
computerwoche.de

Neuer Mann für IIoT bei Siemens: Peter Körte ist zukünftig bei Siemens zuständig für „Industrielles Internet der Dinge“ (IIoT). Er löst damit den bisherigen Strategiechef Horst J. Kayser ab, der die Leitung der des Geschäftsbereichs Siemens Portfolio Companies seit Anfang Januar 2020 übernahm und die Konzernstrategie kommissarisch weitergeführt hatte. Körte ist bereits seit 2007 bei Siemens in der Konzernstrategie. Das industrielle IoT ist für den Siemens-Konzern überaus wichtig, denn es ist einer der größten Wachstumstreiber des Unternehmens.
it-times.de

Aus Fehlern lernen: Die schlechtesten IoT-Produkte und was Entwickler daraus lernen können heise.de
Sicherheitsprognose: „Smartere“ Cyberangriffe security-insider.de
Schlechte Zahlen: Software AG schwächelt in der Cloud ard.de

ZAHL DER WOCHE

Sicherheitsbedenken sind das größte Hindernis für Unternehmen, sich IoT zu öffnen. 37 Prozent haben Datenschutzbedenken, ein Drittel fürchtet Cyberkriminalität.
computerwoche.de

HINTERGRUND

Energy Harvesting für IoT: Das Internet of Things soll vor allem eines tun: den Alltag vereinfachen. Doch die Frage, die sich gar nicht so oft gestellt wird, ist, wie soll eigentlich eine Stromversorgung aussehen, die den permanenten Betrieb der Geräte gewährleistet. Eine Antwort darauf könnte Energy-Harvesting-Technologie sein. Energie in Form von Licht, Wind oder Vibration wird in kleinen Mengen permanent aus der direkten Umgebung gezogen. Bisher war das nur schwer möglich. Aber Dank einer neuen Halbleiterprozesstechnologie für die Herstellung von Schaltkreisen mit sehr geringer Leistungsaufnahme ist es nun tatsächlich möglich, intelligente Kommunikationsanwendungen zu entwickeln, die sich vollständig mit Energie aus der Umgebung betreiben lassen.
all-electronics.de

Smarte Leuchten am beliebtesten: Conrad Connect untersuchte, welche smarten Geräte in Deutschland am beliebtesten sind. Unter 190.000 Geräten sind smarte Leuchten am häufigsten in deutschen Haushalten zu finden. Aber auch Wetterstationen, Fernbedienungen und smarte Heizungen sind beliebt. Die Hochburg der smarten Geräte ist Frankfurt mit 25.000 Geräten, gefolgt von München mit 20.000 smarten Gegenständen – in Berlin sind lediglich 12.000 zu finden.
industry-of-things.de

ZITAT

“Unser neues Gesetz wird Firmen, die mit dem Internet verbundene Geräte herstellen und verkaufen, zur Rechenschaft ziehen und Hackern, die die Privatsphäre und Sicherheit der Menschen bedrohen, Einhalt gebieten.”
Matt Warman, Staatssekretär im britischen Ministerium für Digitales, über das neue IoT-Gesetz Großbritanniens.
golem.de

INTERRUPTED

Mehr Bot-Angriffe durch IoT: Distributed Denial of Service (DDoS)-Attacken werden 2020 erheblich zunehmen. Ein Grund dafür ist die stetige Verbreitung von IoT-Anwendungen. Denn diese können einfach gehackt werden und dann für Bot-Angriffe missbraucht werden. Jedes einzelne vernetzte Gerät, das nicht ausreichend geschützt ist, wird so ein potenzieller Soldat einer Botnetz-Armee.
security-insider.de

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