KW 05: Industrie rückt bei 5G von Huawei ab, EU will Verkehr via IoT zählen, Mega-Leak bei Routern und Smart Home-Geräten

NACHRICHTEN

Industrie rückt bei 5G von Huawei ab: Die 5G-Technologie ist essentiell für das Internet der Dinge. Beim Ausbau des Netzes hat die Industrie nun Stellung bezogen und zwar gegen Huawei. Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) spricht sich für den Ausschluss von 5G-Anbietern aus, die ein Sicherheitsrisiko darstellen. „Es darf keine Einflussnahme durch ausländische Staaten geben“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf dem Handelsblatt. „Die Sicherheit von Daten und Netzen hat oberste Priorität.“ Für Kempf ist klar: „Wenn ein Hersteller die technischen, politischen und rechtlichen Kriterien der EU und der Bundesregierung nicht erfüllt, muss er von der Beteiligung am Aufbau des deutschen Netzes ausgeschlossen werden.“
handelsblatt.com

Mega-Leak bei Routern und Smart Home-Geräten: Hacker haben die Passwörter von 500.000 Routern, Servern und Smart Home-Geräten ins Netz gestellt. Der Mega-Leak tauchte in einem bekannten Hacker-Forum auf und enthielt sogar Daten, mit denen sich die Geräte fernsteuern lassen. Laut einem Sicherheitsexperten las der Hacker die Geräte aus, die den “Telnet-Port” für den Fernzugriff im Internet öffentlich stellten. Anschließend nutzte er sowohl eine Reihe an voreingestellten Kombinationen aus Nutzernamen und Passwörtern sowie beliebte und daher besonders häufig vorkommende Kombinationen aus Nutzernamen und Passwörtern. Sofern der Login anschließend erfolgreich war, landete ein Gerät auf der Liste.
netzwelt.de

EU will Verkehr via IoT zählen: In fünf europäischen Städten werden Verkehrsdaten über Sensoren erhoben, die in den Wohnungen engagierter Bürger installiert sind. Die Sensoren bestimmen die Anzahl und Geschwindigkeit aller passierenden Fußgänger und Fahrzeugnutzer. Das Projekt wird in Madrid, Dublin, Cardiff, Ljubljana und Leuven durchgeführt. Im ersten Schritt sollen 1.500 dieser IoT-Messgeräte (IoT = Internet of Things, Internet der Dinge) an private und institutionelle Teilnehmer versendet werden. Das Forscherteam erhofft sich durch die initiale Ausstattung den Effekt, dass sich weitere Bürgerinnen und Bürger in den ausgewählten Städten dazu bereit erklären, die Geräte an und in ihren Häusern zu installieren.
t3n.de

Sicherheitschips stärken IoT: Um das auf Milliarden von Geräten wachsende IoT und dessen Cloud-Infrastruktur abzusichern, entwickeln Amazon, Google und Microsoft jeweils eigene Chips, deren kryptografische Schlüssel sie selbst in den Händen haben. Damit wollen sie sich unabhängig machen von Zulieferern, aber auch von Regierungen. Um das Vertrauen in die RoT-Infrastruktur zu stärken, legt Google die Hardware seines OpenTitan mit RISC-V-Mikrocontroller offen. Er kommt zunächst in Cloud-Servern zum Einsatz, später wohl auch in Pixel-Smartphones und Chromebooks.
heise.de

IIoT und iPaaS: Industrial IoT – der vergessene Kernaspekt computerwoche.de
Sicherheitskräfte: Neue Technologien behoerden-spiegel.de
Tschechien: Energiekonzern Čez nimmt IoT in Betrieb radio.cz
IP500: Die IoT-Revolution für kommerzielle Gebäude elektroniknet.de

ZAHL DER WOCHE

In einer Umfrage der Studenteninitiative MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V. unter ihren Mitgliedern in 19 deutschen Städten gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, sich unwohl oder sehr unwohl in der Nähe eines smarten Geräts zu fühlen.
ibusiness.de

HINTERGRUND

Künstliche Intelligenz und Internet of Things ermöglichen autonome Dinge: Autonome Technologien ermöglichen dank Künstlicher Intelligenz (KI), Machine Learning (ML) und Vernetzung im Internet of Things (IoT) das freie Bewegen und Agieren von Objekten ohne aktive Steuerung oder Überwachung durch den Menschen – Neudeutsch autonomous Things. Der italienische IT-Berater und Systemintegrator Reply mit Hauptsitz in Turin hat in einer Studie die Entwicklung zentraler Trends im Bereich autonomer Dinge wie Drohnen, Roboter und Fahrzeuge näher beleuchtet. Zentraler Befund: Je nach Anwendungsbereich variieren die Technologien stark in Bezug auf Komplexität und Reifegrad: Während autonome Haushaltsgeräte bereits weit verbreitet sind, stehen autonome Autos oder Personendrohnen noch nicht unmittelbar vor der großflächigen Einführung.
wiwo.de

Bruce Schneier über die Gefahren von IoT: “Sicherheitsguru” Bruce Schneier von der Havard University spricht im Interview über aktuelle Herausforderungen bei der Cybersecurity. Dabei sieht er mehrere Herausforderungen. “Wir haben viele Probleme, und es ist kaum möglich, sie in ein Ranking zu sortieren: alle sind drängend. Beispielsweise sorge ich mich um das Internet der Dinge, weil es physisches digital verknüpft. Diese Cyber-physikalischen Systeme machen uns angreifbar.” Ebenso ist die Gefahr von Hacker-Angriffen aus Russland nach wie vor hoch. “Russland hat nie aufgehört, sich in unsere Demokratie einzumischen. Sie sind wieder auf der Suche nach Informationen, die sie veröffentlichen können, um Misstrauen zu säen.”
riffreporter.de

ZITAT

“Es ist dringend notwendig, dass sich Unternehmen noch intensiver mit dem Thema ,IoT‘ auseinandersetzen – allein schon wegen des steigenden Wettbewerbsdrucks: Wenn die Konkurrenz aus dem Ausland billigere Maschinen in immer besserer Qualität herstellt, müssen deutsche Hersteller neue Argumente schaffen, um am Markt erfolgreich zu bleiben.”
Jan Rodig, Freiberuflicher Berater für Digitale Transformation, Innovation und IoT.
computerwoche.de

INTERRUPTED

Lampen aus China: Smart aber unsicher: Billigen Lampen, die zumeist in China produziert werden und oftmals auch von chinesischen Händlern international angeboten werden, ist Vorsicht geboten. Denn es gibt zahlreiche sicherheitstechnische Schwachstellen. So kann bei vielen Modellen weder das Passwort geändert werden, noch die integrierte Software upgegradet werden, falls Sicherheitsprobleme bekannt geworden sind. Selbst im Recyclingcontainer bergen solche Geräte noch Probleme, weil der Kunde keine Möglichkeit hat, seine persönlichen Daten aus den Geräten zu löschen und diese dann in der Folge auch von Dritten genutzt werden können, um sich in heimische Geräte einzuloggen und deren Daten abzufragen oder gar zu manipulieren. Wer auf die Vorteile eines Smart Home nicht verzichten mag, aber dennoch Dritten kein Einfallstor in seine traute Burg ermöglichen will, sollte nur solche smarten Geräte anschaffen, die ohne Zugriff ins öffentlich erreichbare Netz auskommen, was beispielsweise durch ein eigenes Netzwerk für die eigenen IoT-Geräte realisiert werden könnte.
heise.de

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