KW 04: Europas größte industrielle 5G-Erprobung, Datenleck bei IoT-Geräten, Samsung zieht in Smarthomes ein

NACHRICHTEN

Europas größte industrielle 5G-Erprobung: In Aachen startete Europas größte industrielle 5G-Erprobung. Der 5G Industry Campus Europe kon­zen­triert sich auf die Ein­führung des neuen Mobil­funk­standards im pro­duzie­ren­den Gewerbe. Unter­nehmen können jetzt noch mitmachen. Das bereits im Frühjahr auf der Hannover Messe beschlossene 5G-Forschungsnetz auf dem Campus Melaten der RWTH Aachen soll neue Anwendungen für die vernetzte Produktion entwickeln. Zu den aktuellen Kooperationspartnern des 5G Industry Campus Europe zählen das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und zwei Institute der RWTH Aachen. Den Aufbau und die Entwicklung der 5G-Infrastruktur übernimmt der schwedische Mobilfunknetzausrüster Ericsson.
mittelstandswiki.de

Datenleck bei IoT-Geräten: Kriminelle haben die Zugangsdaten und IP-Adressen von über 515.000 Servern, Routern und IoT-Geräten (Internet of Things) in einem einschlägigen Forum veröffentlicht. Laut einem Bericht des Onlinemagazins ZDnet stammen die Daten von einem Betreiber eines DDoS-Dienstes, der seine Dienste von einem Botnetzwerk auf gemietete Cloud-Server portiert hat. Die Geräte sollen über den unverschlüsselten Fernwartungsdienst Telnet erreichbar sein.
golem.de

Samsung zieht in Smarthomes ein: Bisher hat sich Samsung im Bereich IoT-Anwendungen noch nicht besonders hervorgetan. Doch das wird sich ändern. Mit der Plattform Smartthings drängt der Konzern jetzt mit aller Kraft ins Revier von Automatisierungsplattformen wie Apples Homekit oder Telekom Magenta. Nach einem Versuchsballon im Jahr 2018 mit Vodafone zieht eine Smartthings-Schaltzentrale mit vollem Funktionsumfang nun auch in deutsche Haushalte ein. Damit lässt sich das Zuhause zu einem Smarthome nachrüsten, sodass sich passende Technik mit nur einer App, einem Sprachbefehl oder sogar ganz automatisch steuern lässt.
t3n.de

Altmaier und DIHK wollen mehr Tempo bei KI: Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Deutsche Industrie und Handelskammer (DIHK) wollen bei Künstlicher Intelligenz nicht den Anschluss verlieren. Die Chancen sollten stärker gesehen und Mitarbeiter qualifiziert werden, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Durch mehr Wissen sollten “unbegründete Befürchtungen” der Menschen in begründetes Know-how umgewandelt und Vorurteile überwunden werden – dies zielt auf Ängste vor möglichen großflächigen Job-Verlusten durch den Einsatz lernender Maschinen. Dabei geht es auch darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Deutschland und Europa hätten eine gute Ausgangsposition, vor allem bei Geschäften zwischen Unternehmen. “Wir müssen jetzt mit Künstlicher Intelligenz (KI) durchstarten, damit unsere Wirtschaft im digitalen Zeitalter besteht und dabei unsere Bürgerinnen und Bürger mitnehmen. Und wir können das auch.”
cio.de

Energiemanagement: Die Scilly-Inseln: Umweltfreundlich dank IoT industry-of-things.de
Marktreport: Global Internet of Things (IoT) in Healthcare Market 2025 fusionscienceacademy.com
Event: Vom Sensor bis zur Cloud – IoT Konferenz 2019 electronicnet.de
Ethik: Menschen in den Mittelpunkt – nicht Maschinen industry-of-things.de

ZAHL DER WOCHE

Mehr als die Hälfte aller Firmen in Deutschland verwenden einer aktuellen Studie zu Folge IoT-Devices und sind zu 93 Prozent mit den Ergebnissen sehr zufrieden.
heise.de

HINTERGRUND

Smart-Cities liefern noch nicht: Luftqualität, mehr Ordnung und weniger Verkehrsstaus erzielen – dabei sollen Smart-City-Systeme helfen. Sensoren an Mülltonnen, Laternen und Ampeln sollen helfen Daten darüber zu sammeln, wo etwas optimiert werden kann. Dies soll an die Bürger weitergegeben werden – beispielsweise via Stau-Apps. Gegenwärtig hält der technologische Fortschritt seine Versprechen allerdings nicht ein, die großen Verbesserungen lassen vielerorts auf sich warten. Zusätzlich sind Datenschutzmaßnahmen noch an vielen Stellen ungeklärt.
ndr.de

Vernetzte Pumpen gegen Wasserknappheit: Das Unternehmen Futurepump hat eine datengetriebene Solarpumpe entwickelt. Eingesetzt werden soll sie vor allem in afrikanischen Ländern. Sie soll Diesel- und Benzinmotoren ersetzen und obendrein günstiger sein. Die Besonderheit ist aber, dass die intelligenten Pumpen die unterirdischen Süßwasserspeicher in ganz Afrika kartografieren und mit den Daten dazu beitragen, dass diese nicht versiegen. Möglich wird das durch Sensoren, die in den Pumpen verbaut sind und Daten wie Energieverbrauch und Drehzahl messen. Diese Daten werden anschließend an das International Water Management Institute (IWMI) in Sri Lanka übermittelt. Dieses berechnet anschließend Grundwasserentnahme und -pegel. Das IWMI plant, die Daten der 4.000 Pumpen zu verwenden, um zu berechnen, wie viel Wasser zu einem bestimmten Zeitpunkt gefördert wird. Die Daten sollen Regierungen helfen, eine nachhaltige Nutzung zu gewährleisten, etwa indem sie die Wasserförderung limitieren oder den Anbau weniger wasserintensiver Pflanzen fördern.
derstandard.at

ZITAT

“Der 5G Industry Campus Europe wird für produzierende Unternehmen wichtige Erkenntnisse zu technischen Möglichkeiten und Einsatzpotenzialen von 5G liefern.”
Nils König, wissenschaftlicher Leiter des 5G Industry Campus Europe, ist überzeugt von den Potentialen seines Projekts.
mittelstandswiki.de

INTERRUPTED

Datenschutz bremst IoT aus: Datenschutzbedenken sind einer aktuellen Studie zu Folge die größten Bremser für IoT-Anwendungen. Das größte Hindernis für breiter angelegte IoT-Aktivitäten in Unternehmen ist nicht das knappe Budget, sondern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Sicherheit. Datenschutzbedenken nennen 37 Prozent der befragten Unternehmen an erster Stelle als Argument gegen einen umfassenden IoT-Einsatz. Das gilt vor allem für die kleinen Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern und große Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Ein Drittel der Unternehmen nennt Sicherheitsbedenken als größtes Hindernis. Sie fürchten vor allem Hacker-Angriffe/DDoSAngriffe, Industriespionage oder juristische Probleme. Ein knappes Budget (30 Prozent), Fachkräftemangel (27 Prozent) und fehlende Anwendungsfelder (21 Prozent) sind weitere Gründe. Ein Fünftel der Firmen würde aufgrund schlechter Erfahrungen und eines fehlenden Return on Investments (ROI) bei bestehenden IoT-Anwendungen auf eine breite IoT-Initiative verzichten. Auch mangelnde Akzeptanz bei Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern und Dienstleistern spielen eine Rolle.
it-daily.net

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