KW8: Das Internet der Dinge wird 20 Jahre alt, Google verpasst seiner IoT-Plattform neuen Fokus, Neues IoT-Netz veröffentlicht

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NACHRICHTEN

Google verpasst seiner IoT-Plattform neuen Fokus: Google hat seinem eigenen IoT-Betriebssystem Android Things einen neuen Fokus verpasst. Wie Google ankündigte, will der Internetriese seine IoT-Plattform in erster Linie nur noch für smarte Lautsprecher und Displays einsetzen. Dass Hersteller Produkte auf Basis verschiedener System-on-Modules (SoM) wie NXP i.MX8M, Qualcomm SDA212, Qualcomm SDA624 und Mediatek MT8516 mit garantiertem Support von Google entwickeln können, ist mit der Ankündigung nun Geschichte. Google habe im letzten Jahr eng mit Partnern zusammengearbeitet und Geräte auf Basis von Android Things mit integriertem Google Assistant entwickelt. Aufgrund des damit erzielten Erfolgs habe sich das Unternehmen dazu entschlossen, das IoT-OS nur noch als Plattform für OEM-Partner einzusetzen, um Smartspeaker und -displays zu entwickeln. Auf die Frage, weshalb Google den Fokus von Android Things derart stark eingrenzt, gibt das Unternehmen jedoch keine Antwort.
t3n.de

Die Planung von IoT-Projekten läuft anders: Mit dem Beschluss eines Unternehmens, IoT in die Betriebsabläufe zu implementieren, steht eines an Umbrüchen an. Bei Projekten, welche auf das Internet der Dinge abzielen, läuft vieles jedoch anders als bei herkömmlichen Unternehmensumgestaltungen. Da es bei IoT um das Miteinander von verschiedenen Systemen geht, welche die intelligente Datennutzung und Funktionen zum Ziel haben, die zusätzliche Mehrwerte bringen müssen, ändern sich einige wesentliche Dinge. Plötzlich werden viele Rahmenbedingungen eines Projektes dynamisch. Veränderungen finden im Monats bzw. Quartalsrhythmus statt und nicht in mehrjährigen Zyklen. Auch müssen eine Vielzahl von Verantwortungen im Unternehmen einbezogen werden. Das dynamische Projektmanagement verspricht in fünf klar definierten Schritten, die IoT-Implementierung im Unternehmen zum Erfolg zu führen.
cio.de

Neues IoT-Netz veröffentlicht: Der französische Netzbetreiber Sigfox hat die Eckdaten für sein gleichnamiges Funknetz bekanntgegeben. Da Sigfox proprietär ist, wird es ein weiteres Netz unter vielen sein. Es handelt sich um ein energiesparendes Funkprotokoll für IoT-Sensoren. Die Spezifikation richtet sich an IoT-Sensoren und funkt im in Deutschland frei zugänglichen 868-Mhz-Band, mit Kanälen von 200 Kilohertz. Standardmäßig wird ohne Verschlüsselung und mit Ultra-Narrow-Band-Technik gefunkt, welche aufgrund der geringeren Übertragungsleistung Energie- und Recheneinsparungen verspricht. Sigfox befindet sich in vielen EU-Regionen noch im Bau. Gerade in Österreich und der Schweiz wird das Netz momentan noch ausgebaut.
golem.de

Mit intelligenter Bilderkennung digital Torten kaufen: Nachdem das Internet der Dinge schon auf dem Münchner Oktoberfest 2017 den Durchsatz von Brathähnchen drastisch erhöhte, soll eine neue Anwendung nun auch den Verkauf von Sachertorte in Wien mithilfe von intelligenter Bildüberwachung ankurbeln. Die intelligente Toolbox von Moonvision erkennt die 60 Produkte des Wiener Hotels Sacher Gourmets anhand von Bildüberwachung. Sobald ein Kunde ein Produkt ausgewählt hat, legt er es auf ein eigens dafür hergerichtetes Podest. Die Toolbox gibt die Daten dann an die Kasse weiter, wo der Kunde den Kauf autonom bezahlen kann. Nach eigenen Angaben arbeitet das System mit nahezu 100-prozentiger Genauigkeit und senkt damit die Fehlerquote in den verschiedenen Anwendungsbereichen.
industry-of-things.de

Business-Integration: Mit IoT Maschinenstraßen überwachen computerwoche.de
Südafrika: Wie IoT die Landwirtschaft prägt iotforall.com
Embedded World 2019: Die IoT-Highlights industry-of-things.de

ZAHL DER WOCHE

Rund 64 Prozent der Unternehmen weltweit geben an, dass sie im Bereich der Konnektivität noch in der Pilotphase sind. Lediglich 23 Prozent haben mit der Umsetzung begonnen. Experten warnen Unternehmen davor, in der Umsetzung von IoT-Projekten in der Pilotphase stecken zu bleiben.
computerwoche.de

HINTERGRUND

Warum IoT auf der Münchner Sicherheitskonferenz Thema ist: Auf der diesjährigen Münchner Cyber-Sicherheitskonferenz kommen die Experten häufig auch auf das Internet der Dinge zu sprechen. Während die Experten zu schnellem Handeln, Kooperation und zu regelmäßigen Updates aller Geräte raten, ist dies in der Unternehmenspraxis meist wesentlich schwieriger, als die Berichte der Experten vermuten lassen. Wenn Unternehmen und Organisation IoT-Lösungen anwenden, ohne diese zentral verwalten zu können, steigt die Gefahr von Totalausfällen, was vor allem in der Industrie verheerend sein kann. Attacken mit WannaCry und anderer Ransomware haben in vielen Betrieben bereits die Produktion lahmgelegt. Trotz allem müssen Organisationen weiterhin in den Fortschritt investieren. Im nächsten Jahr sollen bereits 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein. Durch Cloud Computing und IoT verändern sich die IT-Infrastrukturen drastisch. Und genau aus diesem Grund müssen Führungsetagen und IT-Entscheider ihre Unternehmen vorbereiten und ihre Sicherheitsstrategien anpassen.
it-daily.net

Deutsche schätzen Digital-Kompetenz der Regierung als gering ein: Nach Einschätzung der Deutschen steht es schlecht um die Digital-Kompetenz unserer Regierung. Zu diesem Ergebnis kam die Studie „The Tech Divide – Die unterschiedliche Wahrnehmung der Digitalisierung in Europa, Asien und den USA“ des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation. Nur 37 Prozent glauben, dass die Bundesregierung die Digitalisierung tatsächlich voranbringt. Inger Paus, Geschäftsführerin des Instituts, kommentierte, dass die Menschen hierzulande sowohl die Chancen, aber auch die Herausforderungen der Digitalisierung sähen. Auch beim Datenschutz genießt die Regierung kein großes Vertrauen. Lediglich 27 Prozent der Befragten glauben, dass der Bund unsere Daten zu schützen vermag.
heise.de

PROJEKT DER WOCHE

IoT-Startup Corrux will die Baubranche vernetzen: Das Startup Corrux der 24-jährigen Laura Tönnies bekommt rund drei Millionen Euro, um sein Ziel zu verwirklichen, die Baubranche effizienter zu gestalten. Neben Hauptinvestor Target Partners haben sich auch der amerikanische Venture-Investor Sean Dalton und Relayr-Chef Josef Brunner an der Finanzierung beteiligt. Tönnies war schon als Kind viel auf Baustellen unterwegs und erhofft sich nun, mithilfe von Daten auf dezentralen Plattformen verschiedener Hersteller die Abläufe auf der Baustelle überwachen zu können. Das von Corrux entwickelte Tool überwacht den Einsatz von Baumaschinen wie etwa Baggern und analysiert die Daten in Echtzeit. Bauleiter können so zum Beispiel die Auslastung der Maschinen überprüfen oder Probleme erkennen und vorhersagen.
gruenderszene.de

ZITAT

„Im Zeitraum 2008 bis 2017 wurden in Berlin 338.155 neue Beschäftigungsverhältnisse geschaffen. Davon entfielen 47.397 auf die Digitalwirtschaft. Somit sind 14,0 Prozent aller neuen Arbeitsplätze – jeder 7. Berliner Job – in der Digitalwirtschaft entstanden.“
Eine Analyse der Investitionsbank Berlin attestiert der Bundeshauptstadt einen regelrechten Digitalboom. Experten fordern ein neues Stanford für Berlin, das insbesondere der Industrie 4.0 zugute käme.
cicero.de

INTERRUPTED

Tinder für Rinder: In Großbritannien behelfen sich Landwirte neuerdings mit Technologien, die so auch beim Menschen zum Einsatz zu kommen, um dem Überangebot an möglichen Matches Herr zu werden. Die Rede ist von einer Matching-App, mit der die passenden Kühe und Bullen füreinander gefunden werden sollen. 42.000 Profile gibt es auf der App Tudder des britischen Start-Ups hectare bereits. Bauern können zum Beispiel hinterlegen, ob ihre Rinder reinrassig sind oder ob sie auf einem Biohof leben. Hectares CEO verspricht sich von einem Einsatz in der Schafzucht einen ähnlichen Nutzen.
sueddeutsche.de

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