KW7: Rotterdamer Hafen wird zum Smart Port, Unternehmen reagieren nur zaghaft auf IoT, smarte Brillen und IoT optimieren Fabrikprozesse

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NACHRICHTEN

Rotterdamer Hafen wird zum Smart Port: Der größte Tiefwasserhafen Europas in der niederländischen Stadt Rotterdam setzt Kurs auf eine digitale Zukunft. Der Hafenbetrieb Rotterdam hat den ersten Bereich seiner neuen Internet-of-Things-Plattform in Betrieb genommen, die in der Planung und Abfertigung des Schiffsverkehrs eingesetzt werden soll. Die Cloud-Plattform liefert in Echtzeit Informationen über die Infrastruktur sowie Wasser- und Wetterbedingungen. Der Prüfstein für die IoT-Plattform war die Übergabe der Hydro-/Meteo-Anwendung, welche mit 44 Sensoren 1,2 Millionen Datenpunkte liefern kann. Es ist das erste Mal, dass die allgemeine IoT-Plattform für eine missionskritische Anwendung eingesetzt wird. Der Hafen Rotterdam setzt damit die Segel für eine Zukunft des autonomen Hafenbetriebs.
process.vogel.de

Unternehmen reagieren nur zaghaft auf IoT: Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Deloitte fühlen sich Unternehmen nur mittelmäßig auf die Herausforderungen der Industrie 4.0 vorbereitet. Für die Studie „Success Personified in the Fourth Industrial Revolution“ wurden weltweit über 2.000 Führungskräfte auf C-Ebene befragt. Dabei haben sich vier hauptsächliche Herausforderungen herauskristallisiert: Die Zurückhaltung beim Einsatz neuer Technologien, die Entwicklung strategierelevanter Entscheidungsprozesse, der Kampf um Talente sowie die hohe Erwartung an den gesellschaftlichen Nutzen. Nach wie vor sind die meisten Unternehmen bemüht, existierende Lösungen auszubauen, anstatt neue Technologien zu entwickeln.
industry-of-things.de

Entwicklungshelfer für das Internet der Dinge: Das Münchner Start-up Mozaiq will dem Internet der Dinge zum Durchbruch auf dem Massenmarkt verhelfen. Dabei hat es das im Jahr 2015 gegründete Start-up vor allen auf den Bereich der Interoperabilität abgesehen. Bei Mozaiqs Lösung handelt es um einen unabhängigen, cloudbasierten Online-Marktplatz, der Verbraucher-Endgeräte untereinander und mit verschiedensten Dienstleistungen verknüpft. Mozaiq richtet sich dabei an alle Gerätehersteller und Dienstleistungsunternehmen, die mit vernetzungsfähigen Endgeräten und Services Angebote für den Konsumenten bereitstellen wollen. Unternehmen sollen so schnell neue IoT-Produkte einführen können. Axel Godoy, CEO des Start-ups, betonte, dass das Unternehmen kein eigenes Ökosystem wie beispielsweise Amazon oder Google aufbauen wolle, sondern andere Unternehmen bei der Kreation ihres eigenen unterstützen wolle.
funkschau.de

Smarte Brillen und IoT optimieren Fabrikprozesse: Aller Digitalisierung zum Trotz lässt sich bei Produktionsprozessen in Fabriken nur selten auf menschliches Zutun verzichten. Doch selbst dabei kommt die Digitalisierung den Menschen zu gute und ist unterstützend am Werk. Der Einsatz von sogenannten Wear­ables verspricht höhere Effizienz und eine geringere Fehlerquote bei von menschlichen Arbeitern ausgeführten Fertigungsprozessen. Durch eine Erweiterung der Realität (Augmented Reality) soll dies möglich werden. Ein Beispiel einer solchen Technologie sind Smart Watches, doch auch smarte Brillen kommen immer mehr zum Einsatz. Sie machen Informationen und Anweisungen sofort verfügbar und verschlanken so Prozesse und senken Fehlerquoten. Im Hinblick auf aktuelle Herausforderungen, wie den Fachkräftemangel und den Wettlauf um die vorderen Plätze innerhalb der industriellen Revolution 4.0, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Chancen dieser Lösungen zu erkennen.
maschinenmarkt.vogel.de

IIoT: Was es bei der Einführung zu beachten gibt elektrotechnik.vogel.de
Sicherheit: Wie sich IoT besser absichern lässt computerwoche.de
Yokogawas Sushi-Sensor: Markteinführung in Europa process.vogel.de

ZAHL DER WOCHE

Auf 2,3 Billionen Dollar im Jahr 2030 schätzt die Wirtschaftsprüfungsfirma EY (Ernst & Young) das weltweite Marktvolumen von IoT-Anwendungen. Laut der Studie soll das derzeitige IoT-Marktvolumen in Deutschland rund 24,1 Milliarden Euro betragen.
derstandard.de

HINTERGRUND

IoT in der physischen Sicherheit: Abseits des Smart Homes bietet das Internet der Dinge zahlreiche weitere Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel in der physischen Sicherheit. So verspricht das IoT in der Zutrittskontrolle eine erhöhte Effizienz und Sicherheit. Als Teil eines IoT-Systems können Netzwerk-Türstationen mit einem äußerst komplexen und hochwertigen Sicherheitsnetzwerk verbunden werden. Gleichzeitig können Business-Intelligence-Daten gesammelt und sicher an Smartphones oder Server gesendet werden. So können beispielsweise auch KFZ-Nummernschilder als Berechtigungsnachweise für einen Zutritt genutzt werden. Dank offener Protokolle und einer standardisierten, sicheren Informationsübermittlung ist auch ein Zusammenspiel verschiedener Hersteller in einer Umgebung möglich. Die Sicherung der verbundenen Geräte sowie die Sicherung der Daten selbst haben dabei oberste Priorität.
industry-of-things.de

Was das IoT für die intelligente Fabrik bedeutet: Das Industrial Internet of Things (IIoT) hat die vierte industrielle Revolution begünstigt und zum Erscheinen der Industrie 4.0 beigetragen. Das IIoT verspricht vor allem höhere Effizienz und schlankere Produktionsketten, stellt gleichzeitig aber auch eine Herausforderung für die IT-Security dar, die das Unternehmensnetzwerk schützen muss, ohne dabei die laufende Produktion zu behindern. Dabei standen sich die zwei Bereiche der OT (Operational Technology) sowie die IT oft im Wege, da die beiden Bereiche unterschiedliche Ziele verfolgen. Während die OT bemüht ist, die Produktion am Laufen zu halten, muss die IT das Unternehmensnetzwerk sichern und Sicherheitslücken schließen. Eine intelligente Fabrik bietet jedoch einige Vorteile, die zwar sorgfältig abgewägt werden müssen, deren Wertschöpfung sich aber durchaus lohnen kann.
scope-online.de

PROJEKT DER WOCHE

Japan beginnt legalen Massen-Hack auf seine Bürger: Mit Beginn der neuen Woche startet in Japan ein Großprojekt, das es so noch nicht gegeben hat. 200 Millionen IoT-Geräte sollen durch ein staatliches Institut gehackt und somit auf ihre Sicherheit getestet werden. Es geht um private Netz-Router, Webkameras oder Maschinen, die Fitnessdaten der Nutzer aufzeichnen. Das ganze findet mit legaler Unterstützung statt. Die Regierung hofft damit in Vorbereitung auf die olympischen Spiele 2020 in Tokyo, ihre Bevölkerung auf mögliche Sicherheitslücken in ihren Geräten aufmerksam machen zu können. Sollte der Hack gelingen, wird der Inhaber des Gerätes freundlich aufgefordert, sein existierendes Passwort zu überdenken.
faz.net

ZITAT

„Es geht jetzt darum, die Phase technischer Spielereien hinter sich zu lassen, und die Plattform zum lukrativen Vertriebs- und Servicekanal zu entwickeln – und zwar über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts.“
Für Dr. Jochen Schlick, Senior-Partner der Unternehmensberatung für Digitalisierung, Staufen Digital Neonex, ist der Zeitpunkt für die Unternehmen gekommen, ihre bisherigen Plattform-Aktivitäten kritisch zu beleuchten.
automationspraxis.industrie.de

INTERRUPTED

Berliner Unternehmen kommen in der Industrie 4.0 nicht voran: Um die Digitalisierung in Berlins kleinen und mittelständischen Unternehmen steht es nicht gut. Laut einer Studie von DIW Econ im Auftrag der Berliner Sparkasse macht die Digitalisierung dort sogar Rückschritte. Insbesondere das Bau- und Sozialwesen soll betroffen sein. Vertreter fast aller Branchen hatten den Stand der Digitalisierung in ihren Unternehmen um durchschnittlich fünf Prozent schlechter als im Vorjahr bewertet. In der Industrie bewerteten sich die Unternehmer zehn Prozent schlechter, im Baugewerbe um 20 Prozent und im Gesundheits- und Sozialwesen sogar um 24 Prozent. Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop wünscht sich, dass Unternehmen bestehende Berührungsängste gegenüber neuen Technologien abbauen.
tagesspiegel.de

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