KW6: Mit Radiowellen gegen IT-Angreifer, The Things Conference 2019, zu wenig IoT-Spezialisten für steigende Zahl an Projekten

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NACHRICHTEN

Mit Radiowellen gegen IT-Angreifer: Das Start-up Physec will für mehr Sicherheit im Internet der Dinge sorgen. Das Unternehmen wurde 2016 im Nordrhein-Westfälischen Bochum gegründet und will mithilfe elektromagnetischer Radiowellen dem Datendiebstahl in der digitalen Welt den Kampf ansagen. Physec ist mittlerweile etabliert und kann zahlreiche namhafte Unternehmen aus verschiedensten Branchen zu seinen Kunden zählen. Erfolgreich ist das Start-up dank seiner eigens entwickelten Technologie Enclosure-PUF. Die physical unclonable function macht es für Hacker und Angreifer unmöglich, Verschlüsselungen auszulesen. Enclose-PUF arbeitet mit Radiowellen, die nur innerhalb eines physikalischen Systems lesbar sind. Neben der Anwendung im IoT- und Smarthome-Bereich ist auch ein Einsatz im militärischen Bereich denkbar. Dafür gab es 2018 den deutschen IT-Sicherheitspreis, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat das Bochumer Start-Up ebenfalls ausgezeichnet.
dw.com

Cisco will globales Ökosystem von IoT-Partnern schaffen: Das US-Amerikanische Telekommunikationsunternehmen Cisco hat sich nun den IoT-Bereich vorgenommen und kündigte gleich vier Neuerungen in diesem Bereich an. Cisco wird neue Router und Switches auf den Markt bringen, die speziell für den IoT-Markt entworfen wurden. Diese sollen sich über die DNA-Center-Plattform verwalten lassen. Darüber hinaus entwarf Cisco drei validierte Design-Richtlinien, welche schnell skalierbare Installationen möglich machen sollen. Durch Weiterbildungen zum Thema IoT will das Unternehmen schließlich ein internationales Ökosystem von IoT-Partnern aufbauen. Das Devnet IoT Developer Center soll tausenden Partnern weltweit zur Verfügung stehen.
it-markt.ch

The Things Conference 2019: Auf der zweitägigen Things Conference 2019 im niederländischen Amsterdam bekamen die Besucher Einblicke in die neuesten Trends und Technologien der vernetzten Welt. Im Mittelpunkt der jährlich stattfindenden Konferenz steht der IoT-Funkstandard LoRaWAN und das The Things Network (TTN). Gleich am ersten Tag wurde die neue Version 3 des TTN-Protokoll-Stacks (TTN V3) vorgestellt. Diese unterstützt Peering, sprich das Durchleiten von LoRaWAN-Paketen anderer Netzanbieter durch das eigene Netz und anders herum. Wienke Giezeman, CEO von The Things Industries, stellte ein Indoor- und Outdoor LoRaWAN-Gateway vor. Auch große Unternehmen wie Amazon und Microsoft waren bei der Things Conference dabei. Die Deutsche Bahn und Lufthansa zeigten unter anderem, wie sie Sensor-Daten über LoRaWAN ins TTN funken, um es in eigene Anwendungen zu integrieren.
heise.de

Zu wenig IoT-Spezialisten für steigende Zahl an Projekten: Das Forschungsunternehmen IDG Research Service veröffentlichte kürzlich die Studie „Internet of Things 2019“. Dabei zeigt sich unüberraschend , dass das Internet der Dinge auf dem Vormarsch ist. Lediglich 10 Prozent von über 500 für die Studie befragten IT-Verantwortlichen gaben an, keine IoT-Aktivitäten zu planen oder sich noch nicht damit beschäftigt zu haben. Dem stehen 46 Prozent der Unternehmen gegenüber, die derzeit an einer konkreten IoT-Strategie arbeiten. 44 Prozent sind bereits in der Ausführungsphase. Damit hat sich die Anzahl der realisierten Projekte im Vergleich zur Umfrage des letzten Jahres mehr als verdoppelt. Die Autoren der Studien konnten jedoch auch zahlreiche organisatorische Hindernisse auf dem Weg in eine vernetzte Umgebung identifizieren, wie zum Beispiel Fragen der Datensicherheit, des Disaster Recovery, der Security und der Datenintegrität. Positiv hervorzuheben ist, dass diese hoch auf der Agenda vieler Unternehmen stehen.
industry-of-things.de

Neuigkeiten im O2-Netz: Narrowband-IoT und LTE-M jetzt verfügbar inside-handy.de
LED Forum 2019: Das IoT und Licht cetoday.ch
Globaler Wettbewerb: Europas Chance im Internet der Dinge welt.de
Kundenservice: Was XaaS für das IoT bedeutet ip-insider.d

ZAHL DER WOCHE

Fünf Stufen umfasst das Modell des amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner. Es beschreibt, wie ausgereift das Internet der Dinge ist. Diese fünf Stufen umfassen die Initialisierung, Erforschung, Definierung, Integration und Optimierung der neuen Technologien.
mobilegeeks.de

HINTERGRUND

Wie Datenanalysen Versicherungen verändern: Die Analyse von Daten aus vernetzten Fahrzeugen ermöglicht es Versicherern, Fahrerrisiken besser einzuschätzen. So lassen sich mithilfe von Fahr-, Verhaltens- und Unfalldaten die Fahrgewohnheiten von Versicherten besser einschätzen. Die Basis der Datenanalyse ist die Cloudera Enterprise. Dort werden die Daten zu mehr als 270 Milliarden gefahrenen Kilometern sowie von 400.000 Unfällen sowie fünf Millionen angeschlossenen Autos erfasst und ausgewertet. Durch Machine Learning werden immer genauere Vorhersagen möglich, die auch externe Umstände wie Wetterdaten oder die Verkehrslage mit einbeziehen. Mit den gewonnenen Erkenntnissen können Versicherer ihren Kunden eine völlig neue Erfahrung verschaffen.
industry-of-things.de

Der hohe Preis der Vernetzung: Damit das Internet der Dinge reibungslos und schnell funktioniert, ist eine nahtlose Kommunikation zwischen den verschiedensten vernetzten Dingen unabdingbar. Durch die nun auf den Markt drängende neue Mobilfunktechnologie 5G erhofft man sich viele große Verbesserungen im IoT, schließlich ist 5G bis zu tausend Mal schneller als herkömmliche Mobilfunkstandards. Die Bundesregierung hat sich längst zum Ziel gesetzt, die öffentliche Infrastruktur lückenlos mit 5G zu versorgen. Für die lückenlose Vernetzung zahlen wir jedoch einen hohen Preis, warnt der Verbraucherschützer Peter Hensinger von der Verbraucherschutzorganisation diagnose:funk aus Stuttgart. Mobilfunkanlagen senden bisher in Frequenzen zwischen 800 MHz und 2,6 GHz. 5G baut auf Frequenzen zwischen 3,5 und 3,7 GHz. Diese durchdringen Baumasse jedoch schlechter. In Folge müssen wesentlich mehr Sendeanlagen aufgestellt werden, um eine lückenlose Versorgung zu gewährleisten. Dabei drohen durch die wesentlich höheren Strahlenbelastungen zahlreiche Gesundheitsrisiken. Kopfschmerzen, Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie eine erhöhte Krebsgefahr können die Folge sein.
kreisbote.de

PROJEKT DER WOCHE

Telekom entwickelt nuSIM: Nach der eSIM entwickelt die Deutsche Telekom nun auch eine Lösung für das Internet der Dinge. Anstatt einer physischen SIM-Karte handelt es sich bei der nuSIM um eine direkt in den Chipsatz der IoT-Lösung integriere Karte. Mit ihr können smarte Geräte wie Wasserzähler, Temperatursensoren oder Bodensensoren für Parkplätze ausgestattet werden. Die Telekom möchte die Technologie mit Partnern im IoT-Segment und anderen Netzbetreibern teilen, um ein offenes Ökosystem aufzubauen. Die nuSIM soll ab Mitte 2019 verfügbar sein.
computerbase.de

ZITAT

„Die Endgeräte dürfen und können in vielen Fällen nicht selbst abgesichert werden. Das wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern. Im Umfeld von Produktions- und Industrieanlagen setzen wir auf Mikrosegmentierung, um die Endgeräte bestmöglich abzuschirmen und nur erlaubte Kommunikationswege und Applikationen durchzulassen.“
Klaus Gheri, Vice President & General Manager Network Security bei Barracuda Networks, äußert sich über Möglichkeiten, IoT-Geräte effektiver abzusichern.
jaxenter.de

INTERRUPTED

Smarte Glühbirnen verraten WLAN-Passwörter noch im Müll: Mittlerweile ist bekannt, dass es bei vielen IoT-Geräten noch deutlich an der Sicherheit hapert. Oft kommen die Geräte aus China und haben beispielsweise in der Firmware festgeschriebene Passwörter. Dass die Sicherheitsrisiken aber auch weit über das Leben eines IoT-Gerätes hinaus bestehen, dürfte jedoch überraschen – dies ergab eine Untersuchung der Webseite Limited Results. Für die Untersuchung wurden die in smarten Glühbirnen verbauten Leiterplatten entfernt und ausgelesen. So konnten Passwörter ausgelesen werden, was bedeutet, dass Hacker sich die Geräte lediglich aus dem Müll holen müssen, um beispielsweise an das WLAN-Passwort des Nutzers zu gelangen.
welt.de

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