KW12: EU-Parlament beschließt Gütesiegel für vernetzte Geräte, neue IoT-Trends auf der HMI 2019, Sigfox auf dem Weg zum weltweiten IoT-Netz

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NACHRICHTEN

EU-Parlament beschließt Gütesiegel für vernetzte Geräte: Mit einer großen Mehrheit hat das EU-Parlament für den amerikanisch klingenden “Cybersecurity Act” gestimmt. Bereits im Dezember hatten sich Verhandlungsführer der Volksvertreter, des Ministerrats und der Kommission auf den Entwurf geeinigt, der nun offiziell bestätigt wurde. Mit der Verordnung wird es erstmals eine Grundlage für ein EU-weites Zertifizierungsschema für die IT-Sicherheit vernetzter Geräte, Systeme und Dienste geben. Um ein entsprechendes Gütesiegel zu erhalten, müssen die Hersteller die Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und den Datenschutz der eingebauten Online-Services nachweisen. Verbraucher sollen sich darauf verlassen können, dass die Geräte zum Testzeitpunkt keine bekannten Schwachstellen enthielten. Die EU-Kommission soll nun bis 2023 prüfen, ob die Vorgaben ausreichen – Unternehmen können sich in einem vereinfachten Prüfprozess auch selber zertifizieren, um Kosten zu sparen. Teil des “Cybersecurity Act” war auch eine Resolution zur Huawei-Debatte.
heise.de

Neue IoT-Trends auf der HMI 2019: Auf der Hannover Messe 2019 wurden neben den neuesten Lösungen für die Industrie 4.0 auch Einsatzmöglichkeiten des Internets der Dinge für Smart Cities vorgestellt. IoT & Analytics verspricht auch für vernetzte Städte großes Potential durch eine Verbesserung der Lebensqualität sowie einem nachhaltigeren Einsatz von Ressourcen. Dafür ist die Netzwerktechnologie LoRaWAN (Long Range WAN) unabdingbar – die Signale können bis zu 15 Kilometer weit ausgestrahlt werden, die batteriebetriebenen Geräte versprechen aufgrund des niedrigen Energieverbrauchs eine lange Lebensdauer. In der Industrie 4.0 bietet die Cisco Kinetik IoT Platform Zustandsüberwachung in Echtzeit sowie eine vorausschauende Wartung von vernetzten Geräten.
cancom.info

Effizienz durch Zustandsüberwachung: Ein hochwertiges IoT-Betriebsbetriebssystem kann maßgeblich zur Effizienzsteigerung in der Fertigung beitragen. Die ist unabdingbar, wenn Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben wollen. Durch Zustandsüberwachung wird über die Maschinenleistung im Fertigungsbereich Transparenz geschaffen, Assetausfälle können so vorhergesagt und verhindert werden. Dank neu verfügbarer Sensordaten des Internet der Dinge kann die Zustandsüberwachung Anlagenbetreiber nicht nur dann warnen, wenn Unregelmäßigkeiten auftreten, sondern schon, bevor diese auftreten oder gar kritisch werden. Ein cloudbasiertes, offenes IoT-Betriebssystem wie die Siemens MindSphere bietet spezifische Anwendungen und Lösungen unter Verwendung von Sensordaten zur Zustandsüberwachung. Wer von der gesteigerten Betriebstransparenz und Maschinenbetriebszeit profitieren möchte, ist mit einem guten IoT-Betriebssystem auf dem richtigen Weg.
industry-of-things.de

5G-Auktion in Mainz beginnt: Am Dienstagvormittag beginnt in der Mainzer Zentrale der Bundesnetzagentur die Auktion der ersten Frequenzen für den neuen Echtzeit-Mobilfunkstandard 5G. Als Teilnehmende sind die Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und Drillisch dabei. Die neuen 5G-Frequenzen sind Voraussetzung für das Internet der Dinge sowie das autonome Fahren – 5G verspricht bisher unbekannte Übertragungsgeschwindigkeiten. Allerdings sinkt mit steigenden Frequenzen die Reichweite der Funkwellen. Eine dichtere Bebauung von Sendestationen wird somit notwendig. Unternehmen, die in der einstündigen Auktion erfolgreich geboten haben, müssen bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent aller Haushalte, sowie Autobahnen, wichtige Bundesstraßen und die verkehrsreichsten Schienenwege mit schnellen Datenverbindungen versorgen.
faz.net

Sigfox: Auf dem Weg zum weltweiten IoT-Netz ip-insider.de
IoT-Gateways: Welche Punkte man bei der Auswahl beachten sollte all-electronics.de
Umfrage: Digitalisierung in der Supply Chain eurotransport.de
Sensordaten außerhalb des Unternehmens: Blockchain hilft beim sicheren Austausch elektronikpraxis.vogel.de
Baubranche: Internet der Dinge kommt am Bau voran enbausa.de

ZAHL DER WOCHE

Sechs der zwölf Top-Exploits von Cyberkriminellen zwischen Oktober und Dezember 2018 waren auf IoT-Geräte fokussiert, wie der Global Threat Landscape Report des Sicherheitsanbieters Fortinet zeigt. Das Internet der Dinge rückt demnach immer mehr in den Fokus von Hackern und lässt somit auch jene Geräte zur Gefahr werden, die den Nutzer eigentlich schützen sollten.
itmagazine.ch

HINTERGRUND

Eclipse will Open-Source-Gedanken ins IoT tragen: Die Eclipse Foundation will die kommerzielle Nutzung des Internets der Dinge mithilfe von Open-Source-Technologien voranbringen. Dazu arbeitet die Eclipse Foundation mit Branchenführern wie Bosch an knapp 40 IoT-Projekten zusammen. Die verschiedenen Projekte werden in drei Hauptkategorien aufgeteilt: Geräte in Hardware-Abstraktions-, Kommunikations- und Fernverwaltungslösungen; Edge-Geräte-Gateways, die Funktionen für ein IoT-Gateway bereitstellen; sowie IoT Cloud-Plattformen, die die für IoT-Lösungen notwendige Software-Infrastruktur- und Services liefern. Darüber hinaus will Eclipse auch mit anderen Anbietern von IoT-Technologie zusammenarbeiten.
dev-insider.de

Digitalisierung treibt Fusionen und Übernahmen voran: Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group hat sich der Wert von Fusionen und Übernahmen, die den Erwerb von digitalem Know-How zum Ziel haben, mehr als verdoppelt. Deren Wert lag 2017 noch bei 658 Milliarden Dollar, 2012 waren es lediglich 278 Milliarden Dollar gewesen. Besonders im Fokus stünden neben Internet-der-Dinge-Geschäftsmodellen auch Finanz-Start-ups, Internet-der-Dinge-Geschäftsmodelle, Robotertechnik und Mobilitätslösungen. Firmenkäufe würden vorrangig genutzt, um Wachstum zu beschleunigen und zusätzliches Know-how ins Unternehmen zu holen.
handelsblatt.com

PROJEKT DER WOCHE

Google vereinfacht Anbindung an Cloud IoT Core: Google will die Anbindung von IoT-Geräten an den Verwaltungsdienst „Cloud IoT Core“ vereinfachen. Dazu stattet Google das Cloud IoT Device SDK for Embedded C mit Funktionen zum Verwalten und Verwenden von IoT-Geräten aus. Mit der quelloffenen C-Bibliothek erhalten Entwickler die Möglichkeit, auch einfachste IoT-Geräte besser mit Google Cloud IoT Core zu verbinden.
dev-insider.de

ZITAT

“Der Gesetzentwurf, der sich mit den Sicherheitsrisiken in Zusammenhang mit IoT-Risiken befasst, ist als positiver Schritt der US-Regierung zu werten.”
Gérard Bauer von Vectra, einem Anbieter von Cybersicherheit auf Basis künstlicher Intelligenz, sieht in dem “Internet of Things Cybersecurity Improvement Act of 2019” der US-Regierung einen positiven Schritt in Richtung mehr Sicherheit im Internet der Dinge. Auch in Europa stößt der Vorstoß auf Interesse.
it-daily.net

INTERRUPTED

Bundesregierung enttäuscht mit Startup-Politik: Der Branchenverband Bitkom zeichnet ein ernüchterndes Bild der Ergebnisse der im Koalitionsvertrag festgehaltenen Startup-Politik. Neun der beschlossenen Punkte seien bisher überhaupt nicht angegangen worden, bei zwölf weiteren handele es sich lediglich um Fortführungen bestehender Maßnahmen. Nur vier der 25 Punkte im Vertrag hat die Bundesregierung komplett umgesetzt. Bisher nicht umgesetzt wurden etwa Anpassungen im Insolvenzrecht, die Einführung einer Gründerzeit ähnlich der Familienpflegezeit, Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen, die Auflage eines großen nationalen Digitalfonds mit der deutschen Industrie oder die Förderung von Social Entrepreneurship. Als besonders wichtig erachtet der Bitkom den großen nationalen Digitalfonds, mit dem institutionelle Investoren gewonnen werden könnten. Darauf warten Startups aber bisher vergeblich.
gruenderszene.de

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