KW 6: 1&1 Drillisch macht Fortschritte auf Weg zu Mobilfunk-Netzbetreiber, Bosch setzt in Zukunft voll auf AIoT, Telefónica bietet Cloud-IoT mit Mavenir und AWS an

NACHRICHTEN

1&1 Drillisch macht Fortschritte auf Weg zu Mobilfunk-Netzbetreiber: Das spanische Telekommunikationsunternehmen Telefónica ist einer Bitte der EU-Kommission nachgekommen und hat der United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch ein neues, kostengünstigeres Angebot zur vorübergehenden Nutzung seines Mobilfunk-Netzes vorgelegt. Mit dem Übereinkommen der beiden Unternehmen zum „National Roaming“ kann 1&1 nun das Telefónica-Netz nutzen. Beim „National Roaming“ können sich Handynutzer dort, wo ihr Netzbetreiber keine eigenen Antennen hat, mit dem Netz eines anderen Anbieters verbinden. 1&1 verzeichnet durch das Übereinkommen erhebliche Fortschritte auf dem Weg, der vierte Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland zu werden. Bereits 2019 hat das Unternehmen ein eigenes Mobilfunk-Spektrum für den neuen 5G-Standard ersteigert, diesen aber bislang nicht selbst genutzt.
manager-magazin.de

Bosch setzt in Zukunft voll auf AIoT: Zwar blieb der Umsatz etwas unter dem Vorjahresniveau, dennoch kann die Bosch-Gruppe eine positive Jahresbilanz 2020 vorweisen. Nach Auswertung bisher vorliegender Zahlen erzielte Bosch ein Ergebnis ohne Berücksichtigung von Zinsen und Steuern (EBIT) von rund 1,9Mrd. Euro. Mit 71,6 Milliarden Euro liegt der Gesamtumsatz nur 4,4 Prozent unter dem Wert von 2019. Der Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, Volkmar Denner, will nun voll auf „Investitionen in wichtige Zukunftsfelder wie nachhaltige Mobilität, Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz“ setzen. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Kombination von Künstlicher Intelligenz (AI) und dem Internet der Dinge (IoT), kurz AIoT.
it-production.com

Telefónica bietet Cloud-IoT mit Mavenir und AWS an: Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica will seinen Kunden in Kürze einen verwalteten cloudbasierten Internet der Dinge (IoT)-Dienst präsentieren. Eine vorkommerzielle Version sei bereits in Arbeit und werde demnächst in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Telekommunikationssoftwareunternehmen Mavenir und Amazon Web Services (AWS) eingeführt. Die drei Unternehmen versprechen sich von der Kooperation, dass die Nutzung der Cloud neue Funktionen ermöglicht, etwa lokale Datenverarbeitung und -speicherung sowie direkte Konnektivität zu anderen Cloud-Diensten.
capacitymedia.com

Xiaomi und Telefonica Deutschland verstärken Kooperation: Der chinesische Hardware-Hersteller Xiaomi und der Netzbetreiber Telefónica Deutschland haben bekannt gegeben, ihre Zusammenarbeit im Bereich Smartphone-Verkauf und IoT-Produkte in O2-Shops auszuweiten. Xiaomi ist eine der am schnellsten wachsenden Elektronik-Marken weltweit. Seit 2019 sind die Smartphones des Unternehmens bei Telefonica Deutschland im Angebot und belegt dort mittlerweile den dritten Rang bei den Hardware-Verkäufen. Mit der nun beschlossenen erweiterten Kooperation wurden verstärkte Marketingmaßnahmen bei den Marken O2 und Blau und dem Ausbau der Marke Xiaomi in Deutschland vereinbart.
com-magazin.de

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Gastronomie nach Corona: Ob Restaurant oder Hotel, das Gastgewerbe leidet stark unter der Coronakrise. Umso wichtiger ist es, sich heute schon Gedanken über den Neustart nach dem Lockdown zu machen: Wie müssen sich Betriebe neu aufstellen? Wann gilt es, das eigene Portfolio zu überarbeiten – und wie? Wir treffen Erich Nagl, den Leiter der ETL ADHOGA, der Expertin in Sachen Steuern, Recht und Unternehmensführung für Hoteliers und Gastronomie zum Gespräch. youtube.com

Börsenhoch: Aktienwert des IoT-Chipherstellers Synaptic Stock steigt rasant barrons.com
Transformation: Autobranche setzt auf radikale Digitalisierung bei Elektrofahrzeugen sueddeutsche.de
Umsatzgewinn: 5G-Datenfunk ermöglicht Chipkonzern Qualcomm sprunghaftes Wachstum handelsblatt.com
Iota: Fortschritte bei Ausarbeitung globaler IoT-Standards vermeldet de.cointelegraph.com
Security: Start-up Alvin setzt auf Distributed-Ledger-Technik blockchain-insider.de

ZAHL DER WOCHE

Laut dem Beech IT Zukunftsreport „IT-Trends der 2020er-Jahre“, einer Zukunftsanalyse basierend auf einer Umfrage unter 100 Fachleuten, werde das „Internet der Dinge“ 2030 mehr als 80 Prozent des Datenverkehrs ausmachen.
com-magazin.de

HINTERGRUND

Von der Herausforderung, das Internet der Dinge sicher zu machen: Das Internet der Dinge ist so etwas wie die Verschmelzung der physischen mit der realen Welt und kann potenziell alle Lebensbereiche, vom Haushalt bis zum Auto, umfassen und vernetzen. Kein Wunder, dass mit der Technik eine erhebliche Gefahr für sensible persönliche Daten einhergeht – schließlich kann alles, was miteinander verbunden ist, gehackt werden. So ist laut einem Comcast-Bericht ein durchschnittlicher Haushalt pro Monat mit 104 Bedrohungen konfrontiert. Laut dem US-Rechnungshof gehören die folgenden Bedrohungen zu den größten Gefahren für das IoT: Denial-of-Service, Malware, Passives Abhören, Strukturierte Abfragespracheinjektion, Wardriving, Zero-Day-Exploits. Erst langsam beginnen Regierungen weltweit, mit Regulierungen und gesetzlichen Maßnahmen auf die Bedrohungslage adäquat zu reagieren.
forbes.com

Ältere Maschinen per Software IoT-tauglich machen: Die Kinderkrankheit vieler technologischer Innovationen besteht darin, dass sie ein Trümmerfeld an veraltetem Material hinterlassen, welches zwar aus praktischer Sicht noch einwandfrei funktionstüchtig ist, jedoch mit den neuen Standards oft nicht kompatibel ist und daher für viele Firmen unter hohen finanziellen Verlusten aufgegeben werden muss. Dies ist auch beim Internet der Dinge ein Problem: vielen älteren Anlagen fehlt schlicht die Schnittstelle, um IoT-fähig zu sein. Dafür verspricht die Firma EFCO Electronics nun allerdings eine Lösung entwickelt zu haben: Ein IoT-Edge-Gateway. Dieses sei mit einer Vielzahl an Brownfield-Schnittstellen und einer integrierten Rechenleistung ausgestattet, die es erlaube, Signale zu filtern, auszuwerten, weiterzuverarbeiten oder mit weiteren Sensordaten zu verknüpfen. So könne mit geringem Aufwand vorhandene Software IoT-fähig gemacht werden, verspricht der Hersteller.
elektronikpraxis.vogel.de

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Safety and Security: Emotet ausgeschaltet, Clubhouse ruft Datenschützer auf den Plan, Lernplattformen immer häufiger Ziel für Hacker safety-security-ticker.net
Smartlife: Unzählige Android-Apps nutzen Standort-Tracker, Xiaomi und O2 weiten ihre Kooperation aus, Apple ermöglicht Nutzung von zwei HomePods als Stereo-Paar smartlife-ticker.net
AI: Porsche rüstet seinen Car Configurator mit KI aus, Acht Bücher über künstliche Intelligenz zum Nachlesen, Xiaomi arbeitet an Smart Glasses ai-ticker.net
Blockchain: Neuer Amazon-CEO gilt als Bitcoin-Freund, Schweizer Blockchain-Gesetz nimmt Formen an, Microsoft sagt dem Klimawandel mit Blockchain-Technologie den Kampf an blockchain-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Audi-Standort Neckarsulm Vorreiter bei RFID-Technologie: Als erstes Werk im VW-Konzern setzt der Audi-Standort in Neckarsulm voll auf die sogenannte radio-frequency identification-Technologie (RFID). Dabei handelt es sich um eine Technologie für Sender-Empfänger-Systeme, die das automatische und berührungslose Identifizieren und Lokalisieren von Objekten mit Radiowellen ermöglicht. Wie der Standort in einer Pressemitteilung in der vergangenen Woche mitteilte, nehme man dadurch eine „führende Rolle im Bereich Digitale Produktion und Logistik ein“ und entwickele „intelligente digitale Lösungen für den gesamten Konzern“.
logistik-heute.de

ZITAT

„Unsere Aufgabe ist es […], mit unserer Infrastruktur – den Glasfasernetzen aber auch durch den 5G Ausbau – den Unternehmen die optimalen Voraussetzungen für den digitalen Wandel zu bieten.“
Der CEO von A1 Telekom Austria Marcus Grausam im Gespräch mit Computerwelt über die Aufgaben des Unternehmens angesichts der durch die Corona-Pandemie beschleunigten Digitalisierung.
computerwelt.at

INTERRUPTED

Tech-Firmen bald als Staatsgründer? Es klingt wie aus einem dystopischen Science-Fiction Roman entwendet: Der Gouverneur des US-Bundesstaates Nevada Steve Sisolak plant in einem neuen Gesetzentwurf, in Nevada ansässigen Technologie-Giganten die Gründung von separaten lokalen Regierungen zu erlauben. Grundlage wäre die Schaffung von „Innovationszentren“ auf bislang unbebautem Land. Diese „alternativen Formen der lokalen Regierung“, wie Sisolak sie in einem Konzept nennt, würden dann über alle exekutiven Befugnisse eines herkömmlichen Landkreises verfügen – inklusive Fiskalhoheit, eigene Schulbehörden und Gerichte. Ganz uneigennützig scheint die Idee nicht zu sein: So plant Sisolak nach Angaben des Las Vegas Review-Journal die Erbauung einer Blockchain-Stadt, in der dann seine eigen Firma Blockchains LLC weitgehende Befugnisse hätte.
wuv.de

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