KW 48: Viele Unternehmen wollen wegen Corona Investitionen in IIoT erhöhen, Hürden für Ausschluss von Huawei bei 5G-Ausbau groß, Tesla könnte IoT in Deutschland vorantreiben

NACHRICHTEN

Viele Unternehmen wollen wegen Corona Investitionen in IIoT erhöhen: Rund 40 Prozent von rund 250 befragten deutschen Unternehmen wollen wegen COVID-19 ihre Investitionen in das Industrial Internet of Things (IIoT) erhöhen. Das zeigt die neue Studie “Industrial IoT in Deutschland 2021” von IDC. Insbesondere gehe es den Unternehmen dabei um Optimierung von Prozessen, stellt Marco Becker, leitender Berater bei IDC, fest. Mit 47 Prozent hofft außerdem fast die Hälfte der Befragten bessere und schnellere Entscheidungen aufgrund genauerer Daten. Edge Computing betreiben bereits rund 42 Prozent produktiv oder zumindest als Pilotprojekt. Den Unternehmen spielt dabei der Ausbau des 5G-Netzes in die Hände, der derzeit betrieben wird.
bigdata-insider.de

Hürden für Ausschluss von Huawei bei 5G-Ausbau groß: Ein neuer Entwurf des Bundesinnenministeriums für eine Reform des IT-Sicherheitsgesetzes beschreibt, unter welchen Bedingungen ein Unternehmen von dem Ausbau kritischer Infrastruktur ausgeschlossen werden kann. Der Entwurf sieht vor, dass eine solche Entscheidung nur von der gesamten Bundesregierung und nicht von einzelnen Ressorts beschlossen werden kann. Ein Ausschluss eines Betreibers darf nur dann geschehen, wenn die öffentlichen Interessen überwiegen. Um zugelassen zu werden, müssen Unternehmen ihre in Frage kommenden Komponenten zertifizieren lassen. In Deutschland wurde in den vergangenen Monaten immer wieder über eine mögliche Beteiligung des umstrittenen chinesischen Unternehmens Huawei am Ausbau des 5G-Netzes diskutiert. Weiterhin sieht das Gesetz vor, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) besser für den Kampf gegen Botnetze und vernachlässigte Geräte im IoT aufzustellen.
heise.de

Shanghai ist Smart City 2020: Shanghai hat auf dem digitalen Smart City Expo World Congress 2020 die Auszeichnung Smart City 2020 erhalten. Das digitale Infrastrukturprojekt “Smart Shanghai – People-Oriented Smart City” hat sich zu einer “Dual-Gigabit”-Stadt entwickelt, die eine vollständige 5G-Abdeckung im Stadtzentrum und eine Glasfaserabdeckung von 99 Prozent in der Stadt realisieren konnte. Besonders die E-Government-Initiative, ein interaktives Instrument für Bürger, wurde von der Jury gelobt.
cities-today.com

Nur wenige Unternehmen bieten laut Studie gute IIoT-Plattformen: Bis 2025 wird etwa die Hälfte der Industrieunternehmen IIoT-Plattformen einsetzen. Das glaubt zumindest das Marktforschungsinstitut Gartner. Derzeit nutzen nur rund zehn Prozent solche Plattformen. Weiterhin geht Gartner davon aus, dass in den kommenden fünf Jahren ein Viertel der global agierenden Industrieunternehmen einen IIoT-Anbieter übernimmt oder zumindest bei ihm einsteigt. Momentan machen die Marktforscher drei Anbieter als “Leader” aus: PTC, Microsoft und Hitachi. Weitere 14 Anbieter von IIoT-Plattformen seien eher Nischenanbieter, darunter Amazon Web Services (AWS), IBM und Oracle. 
computerwoche.de

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Frankreich: Mobilfunkstandard 5G für kommerzielle Nutzung ab Ende des Jahres geplant n-tv.de
Prozessor-zu-Cloud-Lösung: Arm gründet IoT-Plattform Pelion in eigenes Unternehmen aus elektronikpraxis.vogel.de
Podcast: Monitoring der IoT-Sicherheit, ein Interview mit Rainer Richter von IoT Inspector bigdata-insider.de
Echtzeitdaten: IoT-Sensoren von Cisco für Innen und Außen it-production.com

ZAHL DER WOCHE

200 Milliarden Euro könnte der Aufbau des 5G-Netzes in Europa erwirtschaften – verglichen mit Kosten von rund 50 Milliarden Euro.
industrie.de

HINTERGRUND

Unternehmen müssen bei IIoT-Sicherheit nachbessern: Die Vasgard GmbH hat zusammen mit der Fachhochschule Bielefeld eine Studie zum aktuellen Stand der Industrial Control Systems (ICS) Security in Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Grundlagen, die vom BSI 2013 festgelegt wurden, bereits großflächig umgesetzt wurden. Bei anderen Aspekten zeigen sich noch starke Mängel. Besonders das Internet der Dinge bereitet laut der Studie Probleme, da es schneller wächst als Geräte abgesichert werden können. Abhilfe schaffen ein vollständiger und regelmäßig gepflegter Netzplan und stetig geprüfte und aktualisierte Wiederherstellungspläne.
it-business.de

Tesla könnte IoT in Deutschland vorantreiben: Der Bau von Teslas Gigafactory in der brandenburgischen Grünheide könnte als Katalysator für diverse Start-Ups aus dem Bereich des IoT dienen. Die Fabrik könnte aufzeigen, zu welchen Erfolgen eine mit KI aufgerüstete und hochtechnologisierte Produktion im Stande ist. Neben reiner Inspiration könnten junge Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau und IIoT künftig auch durch eine Zusammenarbeit mit Tesla profitieren.
gruenderszene.de

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PROJEKT DER WOCHE

IoT zum Anfassen auf altem Tegel-Gelände: Bei der Schließung von Tegel trauerten viele Menschen um den Flughafen, den sie lieb gewonnen hatten. In Zukunft soll auf dem Gelände ein Forschungszentrum sowie ein Quartier im Stil einer Smart City entstehen. In der sogenannten Urban Tech Republic sollen sowohl kleine als auch große Unternehmen angesiedelt werden, mit dem Ziel an den drängenden Fragen der Zukunft zu forschen. Im neuen Quartier sollen bis zu 10.000 Menschen unterkommen, deren Wohnungen mit klimaneutraler Energie versorgt werden. Die Anwohner sollen neben Themen wie Smart Mobility im Alltag auch das Internet der Dinge erproben können.
kurier.at

ZITAT

“Sicherheitsrisiken entstehen dann, wenn man glaubt, dass IoT-Lösungen „von der Stange“ ausreichen. Im Zuge von IoT-Projekten ist Security immer einer der ersten Analysepunkte. Welche Daten brauche ich, wo brauche ich sie und wie kommen sie dort hin: Das sind die Fragen, die man sich sehr ernsthaft stellen sollte.”
Marcus Grausam, CEO von A1, über Sicherheitsrisiken im Internet der Dinge.
derbrutkasten.com

INTERRUPTED

Ade 3G: Der Netzbetreiber Telefónica will 3G früher als geplant abschalten. Schon zum Jahresende 2021 will das Unternehmen das Frequenzspektrum für die Standards 4G und 5G freimachen. Ursprünglich wollte Telefónica mit der Abschaltung bis 2022 warten. Genutzt wird der alte Standard ohnehin kaum noch. Laut Unternehmensangaben fließen rund 90 Prozent der Daten über 4G.
golem.de

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