KW 47: Deutsche Netzbetreiber schaffen Fakten gegen Huawei, MIT-Projekt bringt Deep Learning zu IoT-Geräten, TÜV NORD warnt vor Hackerangriffen auf Fahrstühle

NACHRICHTEN

Deutsche Netzbetreiber schaffen Fakten gegen Huawei: Der chinesische Huawei-Konzern gilt zwar als führend auf dem Gebiet des neuen Mobilfunkstandard 5G, aber immer mehr europäische Länder folgen der US-amerikanischen Line, die dem Unternehmen Spionage vorwirft, und schließen Huawei vom Netzausbau im eigenen Land aus. Zuletzt verkündeten Schweden und Italien entsprechende Maßnahmen. Auch in Deutschland will die Bundesregierung durch ein eigenes IT-Sicherheitsgesetz das Mobilfunknetz 5G besser schützen. Noch sind keine konkreten Vorhaben gegen Huawei bekannt, doch deutsche Netzwerkbetreiber schaffen bereits im Vorfeld Fakten. So verkündet die Welt am Sonntag, dass Vodafone die Huawei-Technik bereits vollständig aus seinem gesamten Mobilfunkkernnetz entfernt habe. Die Deutsche Telekom wolle bis Jahresende gleichlautende Beschlüsse treffen. Der Mobilfunkstandard 5G ermöglicht den effizienten Einsatz von Technologien wie KI und IoT erst. Mit ihr gehen aber enorme Herausforderungen und Gefahren in Sachen Datensicherheit einher.
welt.de

MIT-Projekt bringt Deep Learning zu IoT-Geräten: Deep Learning, also die Methode des maschinellen Lernens, bei der ähnlich der Funktionsweise des menschlichen Hirns künstliche neuronale Netze (KNN) mit zahlreichen Zwischenschichten zwischen Eingabeschicht und Ausgabeschicht einsetzt werden und so Maschinen das selbstständige Lernen ermöglichen, könnten bald in neuen alltäglichen IoT-basierten Gegenständen zu finden sein. Forscher des Massachusetts-Institut für Technologie (MIT) in Kalifornien haben ein System namens MCUNet entwickelt, dass KNN in neue und kleinere Gegenstände wie tragbare medizinische Geräte, Haushaltsmaschinen und andere transportieren kann. Ziel ist es, mit MCUNet neutrale Netze zu designen, die Schnelligkeit und Genauigkeit zu Deep Learning-IoT-Geräten hinzufügen sollen. Von der Entwicklung der Technologie erhoffen sich die Forscher, dass sie die Expansion der IoT-Anwendungsmöglichkeiten erleichtern und gleichzeitig Energie einsparen sowie für mehr Datensicherheit sorgen kann. Bislang müssen für komplexe Analysen noch IoT-generierte Daten an eine zentrale Cloud zum Auswerten gesendet werden, was diese anfällig für Hackerangriffe macht. Dies soll durch MCUNet verhindert werden.
news.mit.edu

TÜV NORD warnt vor Hackerangriffen auf Fahrstühle: Der Chief Digital Officer in der Geschäftsführung von TÜV NORD Systems, Ulf Theike, hat vor verstärkten Hackerangriffen auf Aufzüge gewarnt. Moderne Gebäudeaufzüge sind oftmals über Sensoren mit einer Zentrale verbunden, wo sie überwacht und gesteuert werden. Digitale Steuerungen sind entweder mit dem Internet der Dinge oder über das Mobilfunknetz mit der Außenwelt verbunden, wo sie von Cyberkriminellen einfach übernommen werden könnten. Theike fordert daher, dass IT-Sicherheitsanforderungen zukünftig im Prüfkatalog für Aufzüge berücksichtigt werden. Man brauche dringend eine gesetzliche Grundlage zur Prüfung kritischer Systeme wie einer digitalen Aufzugssteuerung.
elektronikpraxis.vogel.de

Chubb und Munich Re entwickeln IoT-Sensorlösung gegen Wasserschäden: Der Industrieversicherer Chubb und die Hartford Steam Boiler Inspection and Insurance Company, eine Tochtergesellschaft der Munich Re, haben in Kooperation eine technische Überwachungs- und Alarmlösung entwickelt, die Wasserschäden in Gebäuden wie Einkaufszentren, Hotels oder Geschäfts- und Verwaltungsobjekten vermeiden soll. Per Sensorlösung soll die Rund-um-die-Uhr-Überwachung von kritischen Bereichen im Gebäude möglich sein. Erfasse das System eine potenziell gefährliche Entwicklung, sendet es einen Alarm auf das Mobiltelefon des Unternehmensverantwortlichen. Durch ein solches Frühwarnsystem würden Unternehmen nicht nur das Ausmaß von Wasserschäden, sondern auch ihre Schadenkosten erheblich reduzieren, so der Chubb-Hauptbevollmächtigte Andreas Wania.
versicherungswirtschaft-heute.de

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Smart-Life-Ticker – Technologie hat mit einer Reihe von Geräten, die unser Leben vereinfachen, Abhilfe geschaffen. Mit unserem Newsletter erhalten Sie einen wöchentlichen Überblick über die neuesten Gadgets und Entwicklungen aus der Szene. smartlife-ticker.net

5G-Technologie: Deutsche Telekom und SK Telekom bilden Joint Venture it-times.de
Fachkräftemangel: Weltweit fehlen über vier Millionen Spezialisten für Cybersecurity computerwoche.de
Innovation:Schweizer Start-up Lynus verknüpft Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen mit dem Internet of Things funkschau.de
Rüstung: Thales führt Blockchain-Lösung für Lieferketten ein btc-echo.de
Preisverleihung: Innovationspreis von Baden-Württemberg geht an “The Digital Twin Company” stuttgarter-zeitung.de

ZAHL DER WOCHE

Laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens IDC nannten 35 Prozent der befragten deutschen Unternehmen fehlendes Budget als wichtigstes Hindernis beim Einstieg in Industrial-IoT-Projekte.
heise.de

HINTERGRUND

Tech-Enabler aus Schwellenländern als Treiber des technologischen Wandels: Weil die großen, innovativen Technologie-Konzerne ihren Hauptfirmensitz in den USA, China und Europa haben, fällt der Beitrag von Unternehmen aus Schwellenländern zum technologischen Wandel oft unter den Tisch. Dabei spielen diese sogenannten Enabler (Ermöglicher) eine große Rolle. Oftmals sind sie es, die unverzichtbare Komponenten oder Dienstleistungen für die großen westlichen oder chinesischen Unternehmen bereitstellen, und so Innovationen in Bereichen wie der Datenwolke Cloud, der 5G-Mobilfunktechnologie, dem Internet der Dinge und Elektrofahrzeugen erst möglich machen. Dabei machen sich die Zulieferer durchaus zu Nutze, dass sie einen ganzen Markt bedienen können, unabhängig davon, wer diesen dominiert. Nicht auszuschließen also, dass die Technologie der Zukunft auch vielen Schwellenländern eine erneute Chance auf wirtschaftlichen Aufstieg ermöglicht.
handelszeitung.ch

Vodafone-Studie über Bedeutung von 5G und IoT für Gesundheitssektor: Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie hat der britische Netzbetreiber Vodafone eine Studie zu Potenzialen des Mobilfunkstandards 5G und des Internets der Dinge für den Gesundheitssektor veröffentlicht. Dazu wurden im September dieses Jahres 2.000 Personen befragt. Demzufolge lässt sich in der britischen Bevölkerung eine überwältigende Unterstützung für die Einführung und den Ausbau digitaler Technologien im nationalen Gesundheitssystem ausmachen. Drei Viertel der Befragten wünschten sich von der Regierung Investitionen in digitale Technologien für den Gesundheitssektor. So sollen Ambulanzen im Land mit 5G ausgerüstet werden und smarte Technologien zur Ferndiagnose, Krankheitsbegleitung und der Bekämpfung von Einsamkeit gefördert werden.
healthcareitnews.com

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PROJEKT DER WOCHE

Technologie soll neue Generation von Energiespeicher-Sensoren begründen: Ohne Sensoren ist die IoT-Welt schlicht nicht vorstellbar. Viele Sensoren sind jedoch energieintensiv, aber nicht energieautark. Der Forscher Marc Delura vom Materials Center Leoben (MCL) in Österreich will da Abhilfe leisten und forscht an Kondensatoren, die Energie nicht elektrochemisch, sondern physikalisch speichern. Sie sollen nicht nur schnell aufgeladen werden können, sondern auch in der Lage sein, vergleichsweise viel Energie zu speichern. Man wolle Kondensatoren entwickeln, die die Energiedichte von Akkus aufweisen. Solche Kondensatoren sollen zukünftig in Sensoren zum Einsatz kommen. Bis zur Präsentation eines Prototyps wird es aber noch mindestens vier Jahre dauern.
derstandard.de

ZITAT

“In Zeiten wie diesen hält IT nicht nur die Wirtschaft am Laufen, sondern auch die Gesellschaft zusammen.”
Antonio Neri, Chef des IT-Konzerns HPE, im FAZ-Interview über die Bedeutung von Datenwolken und Edge-Computing und Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft.
faz.net

INTERRUPTED

Amazon muss 350.000 Videotürklingeln zurückrufen – Brandgefahr: In Amerika sind die Produkte der Amazon-Tochter “Ring” ein Kassenschlager. Die IoT-fähigen Videotürklingeln der Firma sind mit Amazons Alexa kompatibel und lassen sich so problemlos in Smart-Homes integrieren. Normalerweise sollen die praktischen Helfer auch einen Beitrag zur Sicherheit des Smart-Home-Nutzers leisten. Nun musste der US-amerikanische Megakonzern aber 350.000 Exemplare zurückrufen. Grund: Akute Brandgefahr durch falsch eingesetzte Schrauben, welche die Batterien der Geräte überhitzen könnten. Bis Mitte vergangener Woche lagen Amazon 23 Berichte über in Flammen aufgegangene Geräte vor.
futurezone.de

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