KW 46: Fraunhofer IML entwickelt erstes Blockchain-Gerät für Logistik, EU-Kommission startet IoT-Projekt zur Unterstützung von Krankenhäusern gegen Corona, Swisscom will Internet-of-Things-Geräte weltweit verbinden

NACHRICHTEN

Fraunhofer IML entwickelt erstes Blockchain-Gerät für Logistik: Das Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik (IML) in Dortmund hat den ersten Prototypen eines Blockchain-Devices präsentiert. Mit dessen Hilfe soll in Zukunft die Überwachung temperaturempfindliche Waren wie Lebensmittel, Medikamente oder Impfstoffe entlang weltweiter Lieferketten möglich gemacht werden. Mithilfe des IoT-Geräts können in Echtzeit Daten von Lieferketten erfasst werden. Dabei dokumentieren Positions- und Sensordaten die Überwachung der Transportkette inklusive einzuhaltender Bedingungen ohne Lücke.
bigdata-insider.de

EU-Kommission startet IoT-Projekt zur Unterstützung von Krankenhäusern gegen Corona: Die Europäische Kommission unter Präsidentin Ursula von der Leyen hat den Start eines 8 Millionen Euro schweren Projekts bekannt gegeben, welches das Internet der Dinge (IoT) dafür nutzen will, um die Qualität der Telepflege europäischer Krankenhäuser zu erhöhen und verbessern. Das Projekt ist Teil einer langfristigen Strategie, um eine “Next-Generation IoT-Technologie” zu entwickeln und mit deren Hilfe die Effizienz von Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen zu verbessern. Daran beteiligt sind u.a. Firmen wie Siemens und Philips.
forbes.com

Swisscom will Internet-of-Things-Geräte weltweit verbinden: Das Schweizer IT- und Telekommunikationsunternehmen Swisscom plant eine Lösung, um IoT-Geräte weltweit miteinander zu verbinden. Der Firma zufolge scheitern globale IoT-Anwendungen zu oft daran, dass Maschinen, Geräte und Sensoren aus verschiedenen Weltregionen nicht miteinander verbunden werden können. Die Lösung der Schweizer basiere auf E-SIM (eUICC). Dabei handelt es sich um eine universelle integrierte smarte Schaltungskarte, die in mobilen Endgeräten in GSM- und UMTS-Netzen verwendet wird und die Integrität und Sicherheit aller Arten von persönlichen Daten gewährleisten soll. Laut Vorstellungen von Swisscom sollen sich Maschinen zukünftig mit einem lokalen SIM-Profil bei einem ausgewählten lokalen Provider ins Netz Einbuchen. Dabei sei die Maschine aber zur gleichen Zeit als Swisscom-SIM sichtbar. Dadurch soll es möglich sein, die weltweiten IoT-Anwendungen über die Connectivity-Management-Plattform von Swisscom zu steuern. Die Kaffeemaschinen von Schaerer und WMF nutzen die Lösung bereits heute.
it-markt.ch

Huawei plant eigene Chipfabrik für IoT-Endgeräte in Shanghai: Der chinesische Telekommunikationsgigant Huawei hat bekannt gegeben, eine eigene Chip-Produktion in der Technischen-Metropole Shanghai aufbauen zu wollen. Dabei werde die Produktion ganz ohne Halbleiter-Technologie aus den USA ablaufen, gab das Unternehmen bekannt. Bis Ende 2021 werde man 28-nm-Chips herstellen, die für “Internet of Things”-Endgeräte benutzt werden. Bislang wird der weltweite Chip-Markt von US-Firmen dominiert. Den Huawei-Alleingang machen auch verschärfte Wirtschaftssanktionen der USA notwendig.
it-times.de

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Smart-Life-Ticker – Technologie hat mit einer Reihe von Geräten, die unser Leben vereinfachen, Abhilfe geschaffen. Mit unserem Newsletter erhalten Sie einen wöchentlichen Überblick über die neuesten Gadgets und Entwicklungen aus der Szene. smartlife-ticker.net

Vorreiter: Sensirions Strategie als führender Hersteller digitaler Mikrosensoren bigdata-insider.de
Anschubfinanzierung: Witt-Gruppe investiert in Düsseldorfer IoT-Unternehmen IOX deutsche-startups.de
Ratgeber: Multicore-Mikrocontroller für IoT-Geräte am Edge einsetzen elektronikpraxis.vogel.de
Autoindustrie: Wie KI und IoT selbstfahrende Autos neu gestalten bbntimes.com
Geotracking: IoT-Anwendungen in der Baubranche industrie.de

ZAHL DER WOCHE

Einer Umfrage der gemeinnützigen US-amerikanischen Organisation National Cyber ​​Security Alliance zufolge sind sich 77 Prozent der 18-34-Jährigen sicher, dass ihre IoT-Geräte sicher sind.
scmagazine.com

HINTERGRUND

Deutsche Kryptowährung erhält EU-Gelder für Einsatz der Tangle Technologie in Ensuresec: Die deutsche IOTA-Foundation, verantwortlich für die Kryptowährung IOTA, erhält von der EU 450.000 Euro für den Einsatz der Tangle Technologie in “Ensuresec”. Dabei handelt es sich um ein Projekt zur Stärkung der Sicherheit im E-Commerce und in der Infrastruktur. Eben diese Infrastruktur könnte von IOTA entwickelt werden. Bei “Ensuresec” geht es um die Prävention von Cyber-Attacken auf das Internet der Dinge. Schon jetzt spezialisiert sich IOTA auf Anwendungsbereiche im Internet der Dinge.
kryptoszene.de

Bedenken gegen “Internet der Körper”: Wie das IoT technische Geräte miteinander verbindet, so verbindet das IoB, das “Internet of Bodies”, Dinge, die in beziehungsweise an menschlichen oder tierischen Körpern unter- oder auch angebracht sind. Dazu zählen z.B. Fitnesstracker, Herzschrittmacher oder Smartphones. In einer Studie mit dem Titel “Das Internet der Körper” macht sich die US-Denkfabrik RAND nun für eine stärkere Regulierung dieser sogenannten Wearables stark. Diese stoßen in einen Bereich vor, der bereits jetzt mit ethischen, moralischen und rechtlichen Risiken und Graubereichen überladen sei. “Es ist meist völlig unklar, wem die Daten gehören, wie sie verwendet werden und sogar, an wen sie verkauft werden können”, so die Forscher.
wienerzeitung.at

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PROJEKT DER WOCHE

So schützt IoT das Klima: Die Firma Meier Tobler hat gemeinsam mit Swisscom eine IoT-Lösung entwickelt, mit der Wärmepumpen automatisch effizienter arbeiten sollen. Der eigens entwickelte “Smart Guard” wartet und optimiert die Geräte kontinuierlich und automatisiert aus der Ferne. Dabei sind die Wärmepumpen über das Mobilfunknetz mit dem Diagnostikzentrum von Meier Tobler verbunden und werden rund um die Uhr überwacht. Mit dem “Smart Guard” sei es Hausbesitzern schon jetzt möglich, bis zu 15 Prozent Energiekosten und 35 Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Die Innovation ist 2019 mit dem “Swiss Industry 4.o Award” ausgezeichnet worden.
bluewin.ch

ZITAT

“Für uns ist die IoT-Technologie ein epochaler Meilenstein, weil sie uns erlaubt, zu niedrigeren Kosten höhere Wartungsqualität zu erzielen.”
Simon Giovanazzi, Geschäftsführer von Infraview, dem IoT-Ableger der Deutschen Bahn und CTO der DB International Operations im Interview mit Benjamin Groiß, Geschäftsführer der europäischen Dependance von Softeq über IoT-Potenziale bei der Deutschen Bahn.
basicthinking.de

INTERRUPTED

Studenten hacken IoT-Kameras mit Leichtigkeit: Patrick Felke, Professor für IT-Sicherheit an der Hochschule Emden/Leer, wollte genau wissen, wie es um die IT-Sicherheit bei IoT-Anwendungen in Deutschland steht und ließ seine Studenten Überwachungskameras für IoT-Anwendungen hacken. Seinen Angaben zufolge benötigten die Studenten gerade einmal vier Monate, um ein Programm zu entwickeln, durch das jeder mit rudimentären IT-Kenntnissen solche Kameras hacken kann. Voraussetzung dafür sei nur, dass das betroffene Kameramodell durch die standardmäßig aktivierte “Plug and Play”-Funktion aus dem Internet erreichbar ist. Damit sei in kürzester Zeit ein Zugriff auf sensible private und Firmendaten möglich, so Prof. Selke im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
sueddeutsche.de

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