KW 37: DB und Lidl bekommen autonome LKWs, TK: Digitalisierung als Chance in der Pflege, Union plant KI-Campus

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NACHRICHTEN

DB und Lidl bekommen autonome LKWs: Die Deutsche-Bahn-Tochter DB Schenker und der Lebensmittelhändler Lidl haben Partnerschaft mit dem schwedischen Startup „Einride“ geschlossen. Das Unternehmen entwickelt den sogenannten „T-Pod“, einen autonomen Elektro-Transporter, der den Güterverkehr nicht nur umweltschonender, sondern auch kostengünstiger machen soll. In Kürze beginnen im schwedischen Jönköping erste Testfahrten für das Logistik-Unternehmen DB Schenker. Der T-Pod wird zunächst auf einer Strecke von wenigen hundert Metern zwischen zwei Lagerhallen pendeln, ist dabei jedoch auch auf öffentlichen Straßen unterwegs. Für einen Sicherheitsfahrer ist an Bord kein Platz, Einride-Mitarbeiter werden die Fahrten aber anfangs aus der Ferne begleiten und gegebenenfalls steuern. Im kommenden Jahr sollen erste Testläufe mit der Discounter-Kette Lidl starten.
wired.de

TK: Digitalisierung als Chance in der Pflege: Laut einer neuen Studie der Techniker Krankenkasse (TK), wollen die meisten Befragten im Alter am liebsten so lange wie möglich im gewohnten Umfeld bleiben. Hier sieht der stellvertretende Vorstandschef, Thomas Ballast, großes Potential im Bereich IoT beziehungsweise Smart Home: „Es ist wichtig, dass Pflegebedürftige länger selbstständig in den eigenen vier Wänden leben können und Angehörige entlasten. Sie sollten daher auch beim Thema Smart Home über die Pflegeversicherung unterstützt werden.“ Als Beispiel nennt er etwa Elektroherde, die sich selbstständig ausschalten oder Bewegungsmelder und Sensoren im Fußboden die Alarm schlagen, wenn sich der Bewohner lange nicht mehr bewegt hat. Neun von zehn Befragten in der TK-Studie wären bereit, für derartige Systeme den Einschnitt in ihre Privatsphäre in Kauf zu nehmen. Ballast kann sich deshalb vorstellen, dass künftig entsprechende Umbauten von der Pflegekasse unterstützt werden könnten: „Am Ende könnte es sogar für die Pflegekassen billiger werden.“ Bislang bietet sie lediglich einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro für bauliche Änderungen, etwa die Verbreiterung von Türrahmen oder die Installation von barrierefreien Duschen.
handelsblatt.com

Union plant KI-Campus
Um die KI-Forschung in Deutschland voran zu treiben, will die Unionsfraktion auf einen KI-Campus setzen, ähnlich wie sie in China und den USA zu finden sind. Wegen Deutschlands besonderer Stärken im Bereich Maschinenbau habe man beste Voraussetzungen, auch „in der nächsten Stufe der Künstlichen Intelligenz vorne mitzumischen, wenn es darum gehe, etwa Maschinen und Roboter anzulernen“, so Unionsfraktionschef Volker Kauder. Der angedachte Campus soll in einer der großen Regionen des Landes entstehen und als „Startschuss für Künstliche Intelligenz“ dienen, so Kauder weiter. Für ein derartiges Projekt wären etwa zwei Milliarden Euro nötig, die im Etat für Forschung und Bildung zur Verfügung stünden. Auch CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt meint, Forschungskompetenz an einem Ort zu bündeln sei ein guter Schritt, um Forschungserfolge in diesem Industriezweig zu ermöglichen.
faz.net

Kalifornien testet smarte Nummernschilder: Im Rahmen eines Feldversuchs erlaubt die kalifornische Regierung zunächst 175.000 Kfz-Zulassungen mit der sogenannten „RPlate Pro“. Das digitale Nummernschild des Herstellers „Reviver Auto“ besteht aus einem Mini-Computer mit E-Ink-Display, wie es von E-Readern bekannt ist. Die Anzeige ist so auch bei wechselnden Lichtverhältnissen immer deutlich lesbar und verbraucht zudem nur Energie, wenn sie gewechselt wird. Außerdem ist das Gerät mit einer Mobilfunkverbindung und GPS-Ortung ausgestattet. Im Falle eines Diebstahls kann es so nicht nur geortet werden, die Anzeige kann zudem per Fernzugriff in „stolen“ geändert werden. Zudem können die Schilder beispielsweise Parkscheine, Behindertenausweise oder Unfallwarnungen anzeigen.
lead-digital.de

Sprachassistent von BMW kommt: Ab März 2019 will der bayerische Autobauer seinen BMW Intelligent Personal Assistant unter anderem im neuen 3er-Modell vorinstallieren, andere Fahrzeuge mit dem BMW Operating System 7.0 können ihn per Fern-Update nachrüsten. Mit dem Kommando „Hey BMW“ lässt sich der digitale Assistent starten und kann per Sprachbefehl etwa Musik abspielen, die Temperatur im Auto regeln oder die schnellste Route nach Hause berechnen. Im Laufe der Nutzungszeit soll der Sprachassistent zudem vom User lernen und so noch einfacher auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Zudem soll das System mit Heim- und Sprachassistenten auf dem Smart Speaker oder Smartphone kompatibel sein. So kann beispielsweise noch vom heimischen Wohnzimmer aus der Sitz geheizt oder eine Route bestimmt werden.
wired.de

Cybersicherheit: Multi-Exploit-Botnets „Mirai“ und „Gafgyt“ bedrohen veraltete IoT- und Linux-Geräte datensicherheit.de
Haftung: Juristische Hintergründe zur KI welt.de
Spanien: Barcelona arbeitet an „Smart-City-Agenda“ netzpolitik.org

ZAHL DER WOCHE

Zwei Drittel der deutschen Mittelstands-Unternehmen haben Probleme, geeignete Fachkräfte im Informatik-Bereich zu finden. Das meldet der neue „Ingenieurmonitor“, ein quartalsweise erscheinendes Gemeinschaftsprojekt vom VDI und dem Institut der deutschen Wirtschaft.
t3n.de

HINTERGRUND

Avast demonstriert Verwundbarkeit des Smart Homes: In einem Live-Experiment auf dem Ifa+ Summit haben Experten des Sicherheitssoftware-Herstellers Avast gezeigt, wie einfach das Smart Home gehackt werden kann. In 15,5 Prozent der deutschen Heimnetzwerke stecke mindestens ein angreifbares Gerät, das Hackern Zugriff auf das komplette Netzwerk verschaffen kann. „In jedem Smart-Home-System hängt die Verwundbarkeit vom schwächsten Glied ab“, so Ondrej Vlcek, Technikvorstand von Avast. Auch wenn die anderen Geräte abgesichert sind, können sie durch das angreifbare Produkt manipuliert werden. Deshalb seien auch sogenannte Smart Hubs, also Schaltzentralen des vernetzten Heims, oft beliebte Angriffsziele. Anwendern wird geraten, bereits beim Kauf auf Sicherheit zu achten und die Geräte möglichst über separate WLAN-Netzwerke zu verbinden, sowie individuelle Passwörter zu verwenden.
welt.de

Deutsche sehen Künstliche Intelligenz kritisch: Laut einer aktuellen Umfrage des Instituts YouGov sieht eine Mehrheit der Deutschen den Einsatz von KI-Systemen kritisch. Nur rund 15 Prozent glauben, dass der Nutzen der Technologie gegenüber den Risiken überwiegt, 45 Prozent meinen immerhin, dass Chancen und Risiken gleich hoch sind. 26 Prozent bewerten die Gefahren höher als den möglichen Nutzen. Die Skepsis steigt dabei mit dem Alter der Befragten an. Keines der vorgeschlagenen Einsatzfelder findet eine Mehrheit an Befürwortern. Knapp die Hälfte sehen den Einsatz der Technologie in Berichte über Aktienkurse oder Fußballergebnisse, eine Bewerberauswahl per KI wird aber weitgehend abgelehnt. Am meisten Gegner hat der militärische Einsatz, 71 Prozent der Befragten sprechen sich dagegen aus.
heise.de

PROJEKT DER WOCHE

Smarte Transport-Drohne: Im Rahmen der „AT&T Foundry“ hat AT&T gemeinsam mit dem Pharmaunternehmen Merck und dem Verpackungs-Lieferanten Skybox einen Prototyp seines „Skypods“ entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Verpackungssystem für sensible medizinische Güter, das eine Smartbox mit der AT&T IoT-Technologie beinhaltet. Diese überwacht die Fracht ständig per Sensoren, und warnt etwa bei Unregelmäßigkeiten bezüglich Innen- oder Außentemperatur der Box oder den Daten zur Lichtexposition, was auf Öffnen der Box hindeuten kann. Mit einer per LTE gesteuerten Drohne soll so die Lieferung von temperaturempfindlicher Medizin einfacher und sicherer gemacht werden. Alle Warnungen erhält der Nutzer auf eine Dashboard-App, über die auch die Standortdaten des Geräts live mitverfolgt werden können.
elektroniknet.de

ZITAT

„Der Alltag wird immer stärker durch vernetzte Autos oder das Smart Home durchdrungen, wenngleich die tatsächliche Verbreitung längst nicht mit dem gewaltigen Medienecho des Themas korreliert. Insgesamt ist das Consumer IoT im Vergleich zum Industrial IoT auch eher vernachlässigbar. Für Unternehmen, insbesondere die Industrie, ändert sich mittelfristig fast alles.“
Jan Rodig ist CEO des IoT-Dienstleisters Tresmo und Mitglied der Arbeitsgruppe Forschung & Innovation der Initiative Plattform Industrie 4.0. und beschreibt im Interview mit einem Fachmagazin, wie IoT unseren Alltag verändern wird.
crn.de

DISCONNECTED

Alexa erzählt weiter Märchen: Nach dem gelungenen Zauberwald-Skill hat Ear-Reality nun eine weitere interaktive Geschichte vorgestellt. Das tapfere Schneiderlein ist für Kinder zwischen vier und zwölf Jahren gedacht und ist eine Neufassung des berühmten Märchen der Gebrüder Grimm. Gelesen wird es nicht von Alexa selbst, sondern von einem professionellen Sprecher. Der Hörer wird immer wieder aufgefordert Entscheidungen zu treffen, die den weiteren Handlungsverlauf beeinflussen. Dies klappt im Test jedoch nur bedingt. Dennoch ist das tapfere Schneiderlein vor allem für Kinder im Grundschulalter durchaus empfehlenswert. Den unterhaltsamen Skill gibt es kostenfrei im Skill Store.
homeandsmart.de