KW 35: Mehr Kleinsatelliten sollen aus Deutschland kommen, Satellitennetzwerk Starlink keine Konkurrenz für Glasfaser​, Erster eigener Shop von Xiaomi eröffnet in Deutschland

NACHRICHTEN

Mehr Kleinsatelliten sollen aus Deutschland kommen: Nach Auffassung des Industrieverbandes BDI und des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) werden kleinere Satelliten immer wichtiger: Für Kommunikation, autonomes Fahren, Logistik oder auch Klimaforschung. Beide wünschen sich nun eine „gesamtindustrielle Initiative der Bundesregierung für Klein- und Kleinstsatelliten“, um die Chancen für Start-ups und Mittelstand zu wahren. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt die beiden. Nach Berechnungen der Analysten von Fortune Business wird der Markt für kleine Satelliten bis 2028 auf ein Volumen von 10,75 Milliarden Dollar steigen. Treibende Faktoren dafür seien neue schnelle Datennetze für Anwendungen nach dem 5G-Standard, aber auch das Internet der Dinge, um weltweit Fabriken zu vernetzen. Dafür sind Satellitenkonstellationen nötig. BDI und VDI erwarten, dass bis 2030 weltweit etwa 15 000 Satelliten starten werden – 90 Prozent davon leichter als 500 Kilo.
sueddeutsche.de

Satellitennetzwerk Starlink keine Konkurrenz für Glasfaser​: Aus einer am Montag veröffentlichten Studie des Elektrotechnikers Kristof Obermann von der Technischen Hochschule Mittelhessen geht hervor, dass Starlink auch im geplanten Endstadium keine flächendeckende Versorgung der Haushalte mit mindestens 100 MBit/s im Downstream erreichen wird. So ließen sich mit dem Starlink-Netz in Deutschland maximal 1,3 Millionen 100 MBit/s-Anschlüsse oder 130.000 1 GBit/s-Anschlüsse realisieren, rechnet die Studie vor. Die Upstream-Bitraten entsprächen dabei maximal 30 bis 40 Prozent der Downstream-Bitraten. Satelliten-Internet ist laut der Analyse daher keine Alternative für Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude und Wohnungen. Mit letzteren könnten Bitraten von 1 GBit/s symmetrisch bis künftig sogar 400 GBit/s realisiert werden.
heise.de

Erster eigener Shop von Xiaomi eröffnet in Deutschland: Xiaomi kündigt die Eröffnung seines neuen Xiaomi Stores mitten in der Kölner Innenstadt an. Dort sollen künftig die zahlreichen Smartphones, Ecosystem- und Lifestyle-Produkte des Unternehmens angeboten werden. Zusätzlich zur großen Verkaufsfläche im Erdgeschoss erleben Kunden und Kundinnen im Obergeschoss auf mehr als 120 Quadratmetern Ausstellungsfläche, wie die zahlreichen vernetzten Produkte von Xiaomi über die Xiaomi Home App ineinandergreifen und das Leben durch Technologie verändern. Die Fläche ist dabei einer modernen Wohnumgebung im Premium-Design nachempfunden und bietet verschiedene Bereiche wie Wohnzimmer, Arbeitsbereich oder Küche, in die sich die smarten Produkte von Xiaomi alltagsnah in Bezug auf Design und Funktionalität nahtlos einfügen.
chip.de

Start-up Cloudrail schließt Partnerschaft mit Microsoft: Das deutsche Start-up Cloudrail hat ein System entwickelt, das in der Fabrik Daten sammelt und sie für die weitere Nutzung in die Cloud übertragen kann. Auch 30 bis 40 Jahre alte Geräte könne man mit Sensoren ausstatten und somit verbinden, so Gründer Felix Kollmar. Mit einer kürzlich geschlossenen Partnerschaft mit Microsoft dürfte Cloudrail nun für die Vermarktung seiner Lösung einen ordentlichen Schub erhalten. Der Konzern will das System des Start-ups nutzen, um Produktionsanlagen von Kunden mit der eigenen Plattform Azure zu verbinden. Zudem ist eine gemeinsame Vermarktung geplant. Cloudrail arbeitet bereits mit Marktführer Amazon Web Services (AWS) zusammen, nun kommt die Nummer zwei im Markt für Cloud-Plattformen hinzu.
handelsblatt.com

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Umfrage der Euro Kartensysteme: Kontaktloses Bezahlen weiter auf dem Vormarsch it-daily.net
Lizenzstreit: Continental und Nokia streiten über die Nutzung von Mobilfunkpatenten wiwo.de
Sandbox-Projekt: Cosmonic spendet WebAssembly-Runtime an die CNCF heise.de
„ErstHelden“: App soll in Notfällen Ersthelfer unterstützen giessener-allgemeine.de
Digitale Hausverwaltung: Start-up Plentific erhält eine umfassende Finanzierung wiwo.de

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ZAHL DER WOCHE

Laut Digitalverband Bitkom haben mittlerweile 41 Prozent der Deutschen Smart-Home-Anwendungen installiert.
baumarktmanager.de

HINTERGRUND

Aldi präsentiert neuen Hightech-Einkaufswagen: Der Discounter Aldi hat in einer Filiale in Mühlheim ein neues Pilotprojekt getestet. Dabei konnten Kunden ohne herkömmliche Kassen bei dem Discounter einkaufen. Auch das Einscannen von Hand, wie es in anderen Aldi-Filialen derzeit getestet wird, fällt mit der neuen Technologie weg. Dabei bedient sich der Discounter der Idee des Tech-Startups „Shopic“ aus Israel. Dieses hat Einkaufswagen erfunden, die als ein Scanner fungieren. Im Inneren befinden sich Kameras, die den Inhalt des Wagens kontinuierlich überprüfen. Produkte, die im Wagen platziert werden, werden auf die Einkaufsliste gesetzt. Werden Waren wieder aus dem Wagen entfernt, streicht die Software diese wieder. Ein Display zeigt neben dem Warenkorb zudem auch etwaige Rabatte an und stellt den Kunden einen Bon aus. Dieser muss an einem Terminal in der Filiale eingescannt werden und kann im Anschluss ohne Anstehen bezahlt werden. Der Test wurde von Aldi bisher nur in einer Filiale durchgeführt, um zunächst die Reaktionen der Kunden auf den Hightech-Einkaufswagen zu testen. Ob auch andere Aldi-Filialen die neuen Einkaufswagen bekommen, bleibt noch abzuwarten.
chip.de

Siemens erhält Platzierung in die führende Kategorie im IDC Marketscape: Siemens hat bekannt gegeben, dass das Unternehmen laut IDC-Marketspace-Urteil nun in die Kategorie „Führender globaler IoT-Plattform-Anbieter“ eingestuft ist – neben PTC, SAP und Microsoft. Dabei handelt es sich um eine weltweit durchgeführte Bewertung von Anbietern im Bereich Industrieller IoT-Plattformen und Applikationen in der Fertigung. Damit rangiert Siemens nun im Bereich der führenden Spezialisten zum Thema. Nach eigenen Angaben war das Unternehmen einer von neun Anbietern, die nach einem umfangreichen Kriterienkatalog bewertet und beurteilt wurden. Bewertet wurden unter anderem die Solidität des Angebots (einschließlich IoT-Anwendungen), Edge Application Frameworks und Laufzeiten, dazu die erweiterte Analytik (etwa ML/AI und die Vertriebsstrategie des Unternehmens).
industry-of-things.de:

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Safety and Security: Datenklau und Fake News beunruhigen Entscheidungsträger, T-Mobile US bestätigt 7,8 Millionen gestohlene Kundendaten, Beliebte Erweiterung von WhatsApp bringt Trojaner aufs Handy safety-security-ticker.net
Smartlife: Trailerduck ist ein intelligenter E-Bike-Anhänger, der das Leben in der Stadt einfacher machen wird, Gesundheitsangst – Smartwatch-Besitzerin macht 916 EKG in einem Jahr, Corona-Test via Stimme – KI-Startup Audeering kriegt das hin smartlife-ticker.net
AI: „Tausendfache Leistung“: Mit KI zum Super-Prozessor; Österreichs neue KI-Strategie kommt ohne konkrete Finanzierungspläne; Carrypicker-Projekt bündelt Teilladungen ai-ticker.net
Blockchain: Briten können Bitcoin via PayPal kaufen, El Salvadors Bitcoin-Einführung könnte den Überweisungsverkehr in Zentralamerika verändern, Krypto-Adoption – Substack schaltet Bitcoin-Zahlungsfunktion frei blockchain-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Das Mittelstand-Digital Zentrum hilft den KMU: Das Mittelstand-Digital Zentrum Ruhr-OWL begleitet seit 2021 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) auf ihrem Weg zur individuellen Digitalisierungsstrategie für Produkte, Produktverfahren und Prozesse sowie bei der Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen. Dabei bietet es kostenlose Unterstützung sowie praxisnahe Hilfestellung, die sich ganz konkret an den Bedürfnissen und Zielen der Unternehmen ausrichtet. Bis Juni 2024 wird es mit 5,9 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. 
mm-logistik.vogel.de

ZITAT

„Gerade bei Smart Home Geräten sollte man nicht unten in die Ramschkiste greifen, sondern auf nach internationalen Standards zertifizierte Produkte achten. Sie machen Smart-Home-Anwendungen gegen Angriffe von außen ausgesprochen sicher. Dabei sind auch die Nutzer gefragt, etwa wenn es um den Schutz ihres eigenen WLANs oder regelmäßige Updates der Geräte geht.“
Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom, fordert von den Nutzern von Smart Home Geräten mehr Aufmerksamkeit, bezüglich der Sicherheit ihrer Geräte.
it-business.de

INTERRUPTED

Mutmaßlicher Hacker lästert nach Cyberattacke über lasche Sicherheitsmaßnahmen bei T-Mobile: Das Wall Street Journal hat über den Chatdienst Telegram Nachrichten mit einem Mann ausgetauscht, der von sich selbst behautptet, hinter dem Hack auf das US-Telekommunikationsunternehmen T-Mobile Mitte August zu stehen. Dabei hatte die IT-Sicherheitsfirma Unit 221B das Unternehmen darauf aufmerksam gemacht, dass in einem Forum die Daten von Millionen Kunden der Firma zum Verkauf angeboten werden. Der Angriff wurde später von T-Mobile USA bestätigt. Der Mann, der sich dem Wall Street Journal gegenüber als John Binns zu erkannen gab, konnte der Zeitung Detailinformationen zu dem Vorfall liefer, bevor diese öffentlich bekannt wurden. Zudem habe er Screenshots der internen T-Mobile-Server übermitteln können. Er selbst beschreibt den Hack als simpel – er habe nur eine Woche gebraucht, um sich auf die Server vorzuarbeiten, auf denen die persönlichen Daten von Millionen Mobilfunkkunden gespeichert seien, und diese herunterzuladen, erklärt er.
spiegel.de

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