KW 34: Datenbrillen am Arbeitsplatz, Experten warnen vor KI in der Finanzbranche, Sicherheitslücke in IoT-Steckdose

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NACHRICHTEN

Studie: Datenbrillen am Arbeitsplatz: Das Institut für Psychologie der Universität Greifswald hat in einer Studie den Einsatz von Datenbrillen am Arbeitsplatz untersucht. Vor allem ging es dabei um Wissensvermittlung und Kompetenzentwicklung aus der Ferne. Zum Einsatz kam die XpertEyet-Brille. Vierzig Probanden sollten sich mit einem Montageproblem beim Bau einer pneumatischen Pumpe aus Spielzeug-Bausteinen befassen, und wurden dabei von Experten unterstützt. In einer Gruppe saß der Monteur direkt mit am Tisch, die andere wurde per Videotelefonie über die XpertEyet gecoacht. Dabei konnte der Experte durch die Kamera der Datenbrille in Echtzeit mitverfolgen, was die Probanden sahen. Die Ergebnisse zeigten, dass nach kurzer Eingewöhnungszeit kaum ein Unterschied zwischen Face-to-face-Zuammenarbeit, und der Fern-Lösung durch die Datenbrille bestand. In beiden Fällen waren Qualität und Zeitaufwand nahezu identisch.
industry-of-things.de

Experten warnen vor KI in der Finanzbranche: Das Weltwirtschaftsforum hat einen Bericht über die Auswirkungen der Verwendung Künstlicher Intelligenz in der Finanzbranche veröffentlicht, in dem die Experten vor einer Gefahr warnen: Die rasanten technischen Entwicklungen machen es derzeit attraktiv für Finanzunternehmen, sich miteinander zu vernetzen. Aber: „Eine stärker vernetzte Welt wird verletzlicher für Cyberattacken und Risiken, die sich aus der Konzentration von Geschäften ableiten.“ Die Experten befürchten also, dass Hacker aufgrund der großen Menge konzentrierter Daten möglicherweise Kursturbulenzen oder gar eine Finanzkrise verursachen können. Ob und wie die Finanzunternehmen Künstliche Intelligenz einsetzen wollen und werden, scheint größtenteils unklar zu sein. Zwar nennen viele die Technologie als bedeutsames Thema, und stellen entsprechende Spezialisten ein, ihr genaues Verständnis für KI scheint aber vage zu sein. Der Bericht resümiert: „Die Befragten meinen jedenfalls etwas, wenn sie den Begriff Künstliche Intelligenz benutzen.“
faz.net

Sicherheitslücke in IoT-Steckdose: Sicherheitsforscher von McAfee haben eine Schwachstelle in der Wemo Insight Smart Plug-Steckdose entdeckt. Über eine Verbindung zum WLAN ermöglicht das Gerät die Steuerung von verschiedenen Haushalts- oder Firmen-Geräten per Smartphone-App. Die nun aufgedeckte Schwachstelle ermöglicht es Hackern theoretisch, externe Codes im internen Netz des Anwenders auszuführen. Gerade IoT-Geräte seien oft von derartigen Sicherheitslücken betroffen, da auf ihre Absicherung weniger Wert gelegt wird, als beispielsweise die von Desktop-Computern. Alle Geräte die mit dem WLAN-Netz verbunden sind müssen jedoch gleichermaßen vor möglichen Angriffen geschützt werden.
it-daily.de

US-Supermarkt liefert autonom: Bereits im Juni hat die amerikanische Supermarktkette Kroger entsprechende Tests angekündigt, nun sind die ersten Fahrzeuge im Einsatz: Fahrerlose Lieferwägen liefern in Scottsdale, im Bundesstaat Arizona, die Einkäufe der Kunden nach Hause. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um Toyota Prius-Modelle, ausgestattet mit Technologie des Startups Nuro. Aktuell ist noch ein Sicherheitsfahrer an Bord, ab Herbst sollen R1-Vans von Nuro getestet werden, die komplett autonom unterwegs sind. Kunden können ihre Lebensmittel online oder per App bestellen, und noch am selben Tag liefern lassen. Steht das Auto vor der Tür, müssen sie die Tür per Code öffnen und die Einkaufstüten selbst ausladen.
gruenderszene.de

Bosch präsentiert Smart Home Air: Der Sensor „Smart Home Air“ soll laut Hersteller Bosch für besseres Raumklima sorgen. Dafür überprüft das Gerät alle fünf Minuten Luftqualität, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Helligkeit und Lautstärke in seiner direkten Umgebung. Dank seiner geringen Größe und Akku-Betrieb ist es dabei mobil einsetzbar. Die Messdaten können über die zugehörige Bosch-Air-App abgerufen oder auch direkt auf dem Display des Sensors eingesehen werden. In der App können die Ergebnisse zudem im Zeitverlauf betrachtet werden; sie gibt Hinweise zum effizienten Lüften. Ab Frühling 2019 wird der Smart-Home-Air-Sensor für 99,95 Euro im Handel erhältlich sein.
stadt-bremerhaven.de

Autonomes Fahren: Optisches Datennetzwerk für mehr Sicherheit unternehmen-heute.de
Bosch IoT Suite: Release 7.0 inklusive Remote Manager ist da heise.de
Qualitätssicherung: Wie IoT-Systeme getestet werden funkschau.de
Autonome Autos: Ford setzt auf Sicherheit getmobility.d

ZAHL DER WOCHE

Seit Mai diesen Jahres haben sich Hacker-Angriffe in Zusammenhang mit IoT-Malware wie Mirai, IoTroop/Reaper und VPNFilter mehr als verdoppelt. Das geht aus dem aktuellen Global Threat Index Report von Cyber Point hervor.
infopoint-secuity.de

HINTERGRUND

Roboter „Kuri“ kommt nicht auf den Markt: Vergangenes Jahr wurde der Roboter Kuri noch als „das süßeste Ding auf der CES“ gefeiert. Er ist nicht als Haushaltshelfer gedacht, kann aber mit den Augen klimpern, mit Kindern Verstecken spielen, und Menschen durchs Haus folgen, um immer dort Musik zu spielen wo sie gerade sind. Doch das scheint nicht ausreichend: „Die Bedürfnisse sind höher als das, was Künstliche Intelligenz derzeit leisten kann,“ so Robotik-Professor Burgard. Die Interaktionen mit Kuri seien zu rudimentär; Hersteller Bosch will das Gerät deshalb nicht ausliefern. Kunden, die bereits eine Anzahlung geleistet haben, bekommen das Geld zurück. Von dem Stuttgarter Unternehmen heißt es: „Es gibt keine Schnittmenge mit dem Bosch-Portfolio. Wir machen Funktions- und Industrieroboter, keine Social Robots.“
faz.net

Google-Experiment: IoT-Projekt in einer Stunde: In einem spektakulären Live-Experiment hat Google-Entwickler Gabe Weiss gemeinsam mit vier Kollegen gezeigt, dass die Erstellung eines IoT-Projekts nicht langwierig sein muss. „Ja, wir werden heute auf der Bühne eine End-to-End-App entwickeln,“ kündigte der Senior Developer Advocate im Rahmen einer Sitzung bei Google Cloud Next.an, und tatsächlich entstand innerhalb von 50 Minuten eine funktionsfähige IoT-Anwendung zur Stressüberwachung. Weiss gab zwar zu, dass das Team viele der relevanten Fragen bereits im Vorfeld geklärt hatte, und es auch nicht möglich sei, in so kurzer Zeit ein serienreifes Produkt zu entwickeln. Dennoch zeigte die Demonstration eindrucksvoll, was möglich ist, wenn das Team über eine gute Strategie, und eingehendes Wissen über Technologien wie die Google-Cloud-Platform verfügt.
industry-of-things.de

PROJEKT DER WOCHE

Sticker bringen Alltagsgeräte ins IoT: Forscher der Universität von Kalifornien in San Diego haben kleine Kupferplatinen entwickelt, die beliebige Haushaltsgeräte mit dem WLAN verbinden können. Diese „Lifetags“ bestehen aus einer dünnen Kupferfolie, die auf ein biegsames Trägermaterial gedruckt wird. Die Folie kann WLAN-Signale reflektieren; berührt ein User das Lifetag, stört er die Reflexion und löst so eine festgelegte Aktion aus. So können beispielsweise Fernbedienungen erstellt werden, die etwa den Musikspieler oder die Beleuchtung bedienen und beliebig an der Wand, der Sofalehne oder sogar an der Kleidung angebracht werden können. So können Alltagsgegenstände in das Internet der Dinge integriert werden, ohne dass High-End-Geräte wie Smartphones oder Tablets benötigt werden.
golem.de

ZITAT

„Hier könnten ‚Panikattacken‘ zu einer echten Bedrohung werden. Wenn jemand, ob Superschurke oder nicht, Schwachstellen wie die, die wir in intelligenten Stadtsystemen dokumentiert haben, ausnutzen würde, wären die Auswirkungen nach unseren logischen Schlussfolgerungen lästig bis katastrophal.“
Der Forschungsleiter bei IBM X-Force Red, Daniel Crowley, warnt vor den zahlreichen Sicherheitslücken in Smart-City-Systemen, die sein Team kürzlich gefunden hatte.
golem.de

DISCONNECTED

Trampender Roboter hitchBOT ist angekommen: 2013 ging hitchBOT erstmals auf Reisen durch die USA, 2015 war ein baugleicher Zwilling in Deutschland, den Niederlanden und den USA unterwegs. Der Roboter besteht aus einem Tablet und Mini-PC zur Steuerung, sein Körper wurde aus Eimern und Schwimmnudeln gebaut. Er lies sich von Autofahrern mitnehmen, und hielt tausende Follower in den sozialen Medien über seine Abenteuer auf dem Laufenden. Seit dieser Woche ist der trampende Roboter nun dauerhaft im Computermuseum Heinz-Nixdorf-Museumsforum in Paderborn ausgestellt. Zu sehen ist der zweite hitchBOT, der auf seiner letzten Reise zerstört und geplündert wurde. Deshalb handelt es sich bei dem Exponat um ein nicht mehr funktionsfähiges, restauriertes Modell.
heise.de