KW 33: Smart-City-Systeme mit Sicherheitslücken, Infineon und JD verkünden Partnerschaft, Galaxy Home enthüllt

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NACHRICHTEN

Smart-City-Systeme mit Sicherheitslücken: Nicht nur im Smart Home schlagen Experten Alarm was die Sicherheit der Geräte betrifft, auch bei Lösungen für Smart-City-Ansätze gibt es Schwachstellen. So hat ein Team von Forschern der IBM Spezialeinheit „X-Force Red“ und von Threatcare, einem IT-Sicherheitsunternehmen, die Sensoren von drei großen Herstellern, Libelium, Echelon und Battelle, unter die Lupe genommen. Die Firmen bieten unterschiedliche Systeme für vernetzte Städte an, alle drei verlassen sich jedoch auf eine Vielzahl von Sensoren und Daten-Verknüpfungen. Beispielsweise können das Wetter, die Luftqualität oder die Verkehrslage überwacht werden, bei bedenklichen Abweichungen wird automatisch die zuständige Behörde alarmiert. Jedoch haben die Forscher allein in den drei untersuchten Systemen 17 Sicherheitslücken entdeckt, acht davon stufen sie als „kritisch“ ein. „Es gibt da ganz offensichtlich eine riesige Angriffsfläche, und es steht viel auf dem Spiel,“ befürchtet Sicherheitsexperte Daniel Crowley, „Schließlich wird zurzeit diskutiert, dass überall Computer eingebaut werden sollen, denen wichtige Aufgaben übertragen werden sollen – die öffentliche Sicherheit oder das Management von Kontrollsystemen in Industriebetrieben. Wenn die Technik versagt, wären das Leben und die Existenzgrundlage vieler Menschen gefährdet.“ Er propagiert deshalb die Bedeutung ausreichender Sicherheits- und Datenschutzmechanismen.
wired.de

Infineon und JD verkünden Partnerschaft: Das Technologieunternehmen Infineon und der größte Online-Einzelhändler Chinas, JD, haben den Beginn einer strategischen Partnerschaft bekannt gegeben. Gemeinsam wolle man „ein effizientes und sicheres intelligentes Ökosystem für das IoT schaffen“, und so die Realisierung von „Smart Life“-Systemen voran treiben. Infineons Aufgabe wird dabei in der Entwicklung von Technologien liegen, etwa wenn es um IoT-Geräten, oder auch Vernetzung, Datenspeicherung und Datenanalyse geht. So sollen vor allem Anwendungen aus dem Smart-Home-Bereich entstehen, die entsprechend die laufende Entwicklung der Cloud-Service-Plattform von JD mit sich bringen. Xianglong Su, General Manager, Intelligent Manufacturing Department, Electronics and Entertainment Group bei JD, freut sich: „Egal, ob es sich um eine Lösungsplattform für elektronische Komponenten oder das Ökosystem für das IoT insgesamt handelt, das wir aufbauen möchten – Durchbrüche hängen vom Innovationsgrad und der zu Grunde liegenden Technologie ab, die diese unterstützt. Dies ermöglicht letztendlich eine intelligentere, komfortablere und sicherere Nutzererfahrung.“
scope-online.de

Smart Speaker: Galaxy Home enthüllt: Im Rahmen der Präsentation des Galaxy Note 9 stellt Samsung auch die neue Galaxy Watch, sowie den ersten vernetzten Lautsprecher des Unternehmens vor. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten wie Google Home oder Apples Homepod kann der Galaxy Home mit drei Standbeinen aufwarten, die ihm ein markantes Design verleihen. Der smarte Lautsprecher ist mit Samsungs Sprachassistenten Bixby ausgestattet, und dient als Hub für das Smart-Home-System Smart Things des Herstellers. Nutzer können ihn also verwenden, um verschiedene vernetzte Geräte im Haus zu steuern. Aktuell ist Bixby jedoch lediglich auf chinesisch, englisch und koreanisch erhältlich. Auch weitere technische Details des Speakers, sowie wann und zu welchem Preis er in den Handel kommen wird, gab Samsung noch nicht preis.
golem.de

Tokio 2020 setzt auf Gesichtserkennung: Bei den Olympischen und Paralympischen Sommerspielen in Tokio soll die Authentifizierung von Athleten, Mitarbeitern, Helfern und Journalisten per Gesichtserkennung erfolgen. Bei der Akkreditierung muss ein Foto eingereicht werden, das auf dem Chip des Ausweises gespeichert wird. Um die Spielstätten zu betreten scannt der Ausweis-Inhaber ihn an einem Kontrollpunkt und schaut in eine Kamera. Das System Neoface des japanischen Herstellers NEC gleicht die Daten entsprechend ab. Diese Kontrollpunkte sollen die Wartezeiten beim Einlass maßgeblich verringern, so der Sicherheitschef der Spiele, Tsuyoshi Iwashita. Die Authentifizierung dauere damit nur halb so lange wie bei herkömmlichen Methoden.
golem.de

Kontaktloses Zahlen mit Fitbit Pay: Nach dem Deutschlandstart von Google Pay und der eigenen Bezahl-App der Sparkasse, gibt es nun eine weitere Möglichkeit zum kontaktlosen Bezahlen: Kunden der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) können ab sofort ihre Smart Watch von Fitbit zum Zahlen nutzen. Beim Fitbit-Pay-System ist die PIN-Eingabe am Kassenterminal nicht von der Geldsumme abhängig, User müssen den Code einmal alle 24 Stunden eingeben. Zudem muss er neu eingegeben werden, wenn sie die Fitness-Uhr vom Handgelenk nehmen. Im Falle eines Diebstahls kann der Sicherheits-Token durch die Bank gelöscht werden, so dass keine Zahlungen mit dem Gerät mehr möglich sind. An der Kasse funktioniert der Bezahlvorgang genau wie die anderen Systeme, die Smart Watch muss einfach an den Bezahlterminal gehalten werden.
golem.de

Gesundheitswesen: IoT kämpft mit Akzeptanzproblemen aerzteblatt.de
Netscout: Die Voraussetzung für IoT ist Edge-Computing bigdata-insider.de
Künstliche Intelligenz: Google-Software kann über 50 Augenkrankheiten diagnostizieren vrodo.de
Haushalt: Nachhaltiger kochen dank Smart Home eco-world.de

ZAHL DER WOCHE

Das französische Telekom-Unternehmen Sigfox Germany will den Ausbau seines IoT-Netzes in Deutschland beschleunigen, und arbeitet dafür mit Telxius, einer Tochter von Telefónica Deutschland zusammen. Die Sendemasten des Netzwerk-Anbieters sollen mit der neuen LPWAN-Technologie ausgestattet werden, was die Netzabdeckung in Deutschland von 62 auf 80 Prozent steigern würde.
logistra.de

HINTERGRUND

Sicherheitsrouter schützen das Smart Home: Allein in diesem Jahr werden die Deutschen rund 410 Millionen Euro in die Digitalisierung und Vernetzung ihres Eigenheims stecken – das smarte Zuhause ist hierzulande angekommen. Doch das hat nicht nur Vorteile. Der IT-Marktforscher Gartner prognostiziert: „2021 werden drei Viertel der Smart-Home-Technik weltweit für koordinierte Internetangriffe missbraucht.“ Um die eigenen Daten und die Privatsphäre zu schützen, können Nutzer auf sogenannte Sicherheitsrouter zurückgreifen, die die heimischen Geräte nicht nur mit WLAN versorgen, sondern das Netzwerk gleichzeitig überwachen und verdächtige Datenströme verhindern. Mit der Bitdefender Box 2 und dem F-Sense-Router sind bereits zwei solcher Schutzboxen auf dem deutschen Markt erhältlich, weitere Hersteller werden zeitnah folgen.
wiwo.de

Betrugserkennung und Geldwäscheprävention dank KI: Der offensichtliche Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Bankenwesen liegt im Kundendienst, wenn etwa Chat Bots oder sogar menschenähliche Roboter wie Pepper die Anfragen der Kunden beantworten. Ein viel größeres Potential der Technologie liegt für die Geldhäuser aber hinter den Kulissen: Die interne Verwaltung kann durch KI-Systeme nicht nur schneller und effizienter, sondern auch sicherer werden. In der Identitätsprüfung oder der Entscheidung über Kredite kann eine entsprechende Software beispielsweise Zusammenhänge zwischen den Daten erkennen, die keinem Menschen aufgefallen wären. „Dort müssen heute hochqualifizierte Mitarbeiter teils sehr monotone Aufgaben erledigen, einiges davon können KI-Systeme übernehmen,“ erklärt Christian Kirschniak, Datenexperte und Partner bei PwC. Die Unternehmensberatung geht davon aus, dass KI allein in der Finanzbranche bis zum Jahre 2030 zwei Billionen US-Dollar zusätzlich zum weltweiten Bruttoinlandsprodukt beitragen wird.
handelsblatt.com

PROJEKT DER WOCHE

Österreichisches Startup veröffentlicht smarte Lampe: Ursprünglich hieß die smarte Leuchte mit künstlicher Intelligenz „Fluxo“, aufgrund von Problemen mit den Markenrechten ist sie jetzt als „Model F“ erhältlich. Das Gadget ist mit einer Technologie ausgestattet, die Hersteller Luke Roberts „Paint your Life“ nennt. Durch einfaches Zeichnen auf dem Display von Smartphone oder Tablet kann das Licht individuell an den Raum und die aktuellen Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden. Dank unabhängiger LEDs kann etwa ein Bereich hell ausgeleuchtet sein, während das restliche Zimmer abgedunkelt wird. Die KI-Technologie merkt sich die bevorzugten Einstellungen der App und kann das Licht je nach Tageszeit und Helligkeit automatisch entsprechend anpassen. Model F ist zunächst im Online Store von Luke Roberts erhältlich, Kostenpunkt 699 Euro.
futurezone.at

ZITAT

„Deutschland entwickelt sich nach und nach zu einer Startup-Nation und bietet der Mehrheit der Gründer eine gute Ausgangsbasis, um ihre Geschäftsidee voranzubringen. Um Deutschland noch attraktiver für Gründer zu machen, muss die Bundesregierung bei der Digitalisierung rasch konkrete Ziele und Maßnahmen benennen, die über reine Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag hinausgehen.“
Bitkom-Präsident Achim Berg kommentiert eine neue Studie des Digitalverbands, nach der Deutschlands Beliebtheit bei Startup-Gründern wächst.
industry-of-things.de

DISCONNECTED

Roboter serviert bei Pizza Hut: Ein Pizza-Hut-Restaurant in Südkorea hat einen neuen Mitarbeiter: Dilly Plate ist ein Roboter des südkoreanischen Startups Woowa Brothers und kann bis zu 22 Kilogramm Essen auf einmal servieren. Allerdings hat er keine Arme, so dass er die Pizzen lediglich bis zum Tisch bringt. „Wir wollen aktiv neue Technologien ausprobieren, um sowohl unsere Mitarbeiter als auch Kunden zufrieden zu stellen. Dazu machen wir verschiedene Versuche mit Technik und Essen,“ so der Marketing-Chef von Pizza Hut in Korea, Cho Yoon-sang.
futurezone.at