KW 31: EU-Wettbewerbshüter untersuchen IoT-Geräte, Telekom erweitert LTE, Neue Kooperation soll IoT-Geräte per Cloud verbinden

NACHRICHTEN

EU-Wettbewerbshüter untersuchen IoT-Geräte: Die EU-Kommission möchte überprüfen, ob die Wettbewerbsbedingungen im IoT-Sektor fair sind. Dafür werde Wearables, Smart-Home-Geräte, smarte Haushaltsgeräte und andere Sensorsysteme überprüft. Die europäischen Wettbewerbshüter befürchten, dass Daten, die von den Geräten erhoben werden, für Wettbewerbsvorteile von Herstellern ausgenutzt werden könnten. In der kommenden Woche will die Kommission dafür die Gespräche mit Herstellern beginnen. Ein Bericht wird allerdings erst im Sommer 2022 erwarte.
industry-of-things.de

Telekom erweitert LTE: Die Deutsche Telekom hat den Mobilfunkstandard von LTE auf LTE-M ausgeweitet. Dieser Standard ist 5G-fähig und gilt daher als Wegbegleiter für IoT-Anwendungen in Industrie und Logistik. Mit LTE-M ist die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation nämlich möglich. Die Verzögerungsabstände zwischen den Reaktionen der Geräte – die sogenannte Latenzzeit – verkürzt sich maßgeblich. “Mit LTE-M können unseren Kunden neue Lösungen dort entwickeln, wo frühere Technologien ihre Grenzen hatten. Die Technologie ist ein fester Bestandteil unseres IoT-Netzangebotes”, erklärt Rami Avidan, Geschäftsführer der Deutschen Telekom IoT GmbH.
computerbase.de

Neue Kooperation soll IoT-Geräte per Cloud verbinden: Die Software AG und die Ifm-Unternehmensgruppe sind eine Kooperation eingegangen. Diese hat zum Ziel Sensordaten und Informationen aus Industrieanlagen und IoT-Geräten Cloud-basiert darzustellen und auszuwerten. Dies soll bei der Effizienzsteigerung helfen, erklärt Bernd Gross, CTO von der Software AG: “Mit dem engen Zusammenspiel von Sensoren, Schnittstellen und der Cumulocity IoT Cloud gelingt uns die Vernetzung bisher isolierter Systeme aus der OT mit den Analysefähigkeiten moderner IT aus der Cloud. So werden für alle Unternehmen aus der produzierenden Industrie Automatisierungen möglich, die die Effektivität der Gesamtanlagen steigern.”
bigdata-insider.de

Telekom: Offene Plattform für das Internet der Dinge it-production.com
Sicherheit: So kann die Industrie Abstandsregeln sicher einhalten industry-of-things.de
Strategie: Acht Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von IIoT im Mittelstand digital-engineering-magazin.de
Energie: Virtueller Rundgang durch das Smart Grid Labor der Technischen Hochschule Ulm nachrichten.idw-online.de
IoT-Report: Kein Unternehmen kommt ohne IoT-Sicherheit aus infopoint-security.de

ZAHL DER WOCHE

Lediglich 11 Prozent der Unternehmen haben laut Check Point vollständige Sicherheitslösungen für IoT implementiert.
infopoint-security.de

HINTERGRUND

IoT-Standards benötigt: Ende 2019 waren bereits 27 Millionen IoT-Geräte weltweit registriert. In den kommenden Jahren wird ein rasantes Wachstum erwartet. Damit geht allerdings ein Problem einher: viele Geräte unterschiedlicher Hersteller können nicht miteinander kommunizieren. Software-Patches decken in unregelmäßigen Abständen den Bedarf nach besserer Gerätevernetzung. Es braucht allerdings einen allgemeinen Zertifizierungsstandard, damit die meisten Alltagsprobleme im Umgang mit IoT behoben werden können. Die Europäische Kommission hat mit dem EU-Cybersecurity-Act einen wichtigen ersten Schritt getan, um Standards anzugleichen und zu erhöhen – es geht nämlich auch um Sicherheit von IoT-Geräten.
cio.de

Sensoren sollen Aufschluss über Mobilität auf dem Land geben: Die Universität Passau entwickelt bei ihrem Projekt “KI-basierte, typübergreifende Mobilitätsoptimierung in non-urbanen Regionen” (KIMoNo) Konzepte um Maßnahmen, um die Mobilität mithilfe von Künstlicher Intelligenz im ländlichen Raum zu verbessern. Dafür werden mithilfe von Sensoren Daten ermittelt, um die Mobilitätsmuster zu erforschen. Wesentlich ist dabei unterschiedliche Mobilitätstypen zu identifizieren – es mache schließlich einen großen Unterschied, ob es um individuelle Bewegung per Fahrrad oder Logistikketten für Unternehmen handle.
elektroniknet.de

PROJEKT DER WOCHE

Magdeburger Startup hilft Deutscher Bahn: Das Jungstartup Embever hat eine Technologie entwickelt, die die Deutsche Bahn beeindruckt hat. Der Konzern ist der größte Kunde des Startups. Embever bietet ein Sensorensystem an, das Züge davor bewahren soll bei niedrigen Temperaturen schlappzumachen. Die Daten zur Spannung der Starterbatterie werden an die Leitstelle der Bahn weitergeleitet – diese kann auf dieser Grundlage reagieren, sollte etwas nicht stimmen.
volksstimme.de

ZITAT

“Die globale Pandemie hat fast jede Lieferkette beeinträchtigt. Vernetze IoT-Lösungen sind wichtiger denn je, um uns alle zu schützen.”
Frank Antonysamy, Global Head von Cognizants IoT-Business, zu den Vorteilen der Nutzung von IoT-Sensoren in der Industrie und Logistik.
crn.de

INTERRUPTED

Wearables mit Schweiß-Antrieb: An der University of California in San Diego arbeiten Forscher aktuell an einer Möglichkeit, Wearables wie zum Beispiel Smartwatches mit Schweiß zu betreiben. Auch in Europa, an der Glasgow University, versuchen Forscher, Synergieeffekte zwischen Schweiß und Wearables herzustellen. Eigentlich erforschen die Iren, wie man Superkondensatoren herstellen kann, die die smarten Begleiter mit mehr Energie versorgen könnten. Aber am Rande dessen soll auch erforscht werden, ob der menschliche Schweiß nicht wiederum zur Energieversorgung für diese Kondensatoren genutzt werden könnte.
innotechtoday.com

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