KW 3: Nokia und Google Cloud geben Zusammenarbeit bei 5G-Diensten bekannt, Samsung rüstet alte Smartphones zu IoT-Geräten um, Chip-Mangel führt zu Produktionsengpässen bei Autobauern

NACHRICHTEN

Nokia und Google Cloud geben Zusammenarbeit bei 5G-Diensten für Unternehmen bekannt: Der finnische Telekommunikationskonzern Nokia und die Alphabet-Tochter Google Cloud haben ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Cloud-native 5G Lösungen für Kommunikationsdienstleister und Unternehmenskunden bekannt gegeben. Man wolle weltweit tätige Unternehmen mit 5G-Konnektivität dabei unterstützen, ihre Netzwerkinfrastrukturen zu modernisieren. Bei der strategischen Partnerschaft werde Nokia die eigenen Kompetenzen im Bereich 5G einbringen, während Google Cloud das Know-how in Bereichen wie künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) mitbringt.
it-times.de

Samsung rüstet alte Smartphones zu IoT-Geräten um: Der südkoreanische Elektronikhersteller Samsung hat sich einen innovativen Anwendungsbereich für hauseigene alte Smartphones überlegt. Mit dem Projekt „Galaxy upcycling at home“ soll diesen neues Leben eingehaucht werden – in Form IoT-Zugangsgeräten. Denkbar sei etwa deren Umfunktionierung zu Steuerelementen im Smart Home, Babyphones oder WLAN-Radios. Bedenken ob der Leistungsfähigkeit der Hardware dieser älteren Smartphone-Modelle gebe es nicht. Um diese zu IoT-Geräten zu upgraden, will Samsung entsprechende Firmware-Updates zur Verfügung stellen und den Nutzern Tipps zur Einrichtung übermitteln.
com-magazin.de

Chip-Mangel führt zu Produktionsengpässen bei Autobauern: Die modernen Erzeugnisse der Autoindustrie benötigen immer mehr Chips für ihre Standardausführungen, etwa für die aufwendigen Warn- und Assistenzsysteme. Auch für IoT-Anwendungen, auf die immer mehr Automobilfirmen zurückgreifen, sind die Halbleiter-Produkte unumgänglich. Doch ausgerechnet hier herrscht derzeit ein Engpass. Lieferengpässe zwangen in diesem noch jungen Jahr bereits VW und Daimler zum zeitweiligen Herunterfahren der Produktion in einigen Werken – und ihre Mitarbeiter zu Kurzarbeit. Der Grund dafür liegt einerseits in Spätfolgen des Frühjahrs-Lockdown 2020: Damals stellten führende Halbleiter-Produzenten ihre Produktion um und versorgten andere Kunden mit Chips. Andererseits ist es besonders die Erholung der chinesischen Wirtschaft, deren starke Nachfrage nach Halbleiterprodukten nun für weltweite Knappheit bei Chips sorgt.
dw.com

China 2024 größter IoT-Markt der Welt? Chinas Ehrgeiz, die globale Führungsposition bei den Technologien der Zukunft einzunehmen, ist bekannt – und könnte durch die Folgen der Corona-Pandemie zeitnah von Erfolg gekrönt sein. Nun meldet ein Bericht des globalen Marktforschungsunternehmens International Data Corporation (IDC), dass die Ausgaben der Volksrepublik im Bereich IoT bis 2024 rund 300 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Damit läge der chinesische Anteil an den weltweiten Ausgaben für IoT bei 26,7 Prozent – vor den USA mit 23,8 Prozent und Westeuropa mit 23,4 Prozent. Gleichzeitig räumte Jonathan Leung, Senior Market Analyst bei IDC China, ein, dass auch Chinas IoT-Markt Anfang 2020 aufgrund von COVID-19 einen herben Rückschlag erlitten habe, von dem man sich langsam wieder erhole.
german.china.org.cn

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Home-Office und Arbeitsrecht während der Pandemie – Kraft des Faktischen schlägt rechtliche Vorgaben? Was lange Zeit unmöglich schien, ist durch die Pandemie nun millionenfache Selbstverständlichkeit geworden: Arbeiten im Home-Office. Doch auch wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich überwiegend an die neuen Begebenheiten gewöhnt haben, bleiben eine Vielzahl rechtlicher Fragen offen: Können Arbeitnehmer zum Arbeiten von Zuhause gezwungen werden? Wer muss für Arbeitsmittel und Gesundheitsschutz aufkommen? Und welche Vorgaben gibt es beim Datenschutz im Home-Office? Deutschlands führende Steuerberatungsgruppe ETL klärt über diese und weitere Fragen auf.
youtube.com

Edge Computing: Skalierbare Lösungen und Infrastrukturen für IoT digitalbusiness-cloud.de
Performanceoptimierung: HiveMQ 4.5 schreibt Kafka um heise.de
Datenflut: Speicherplatzbedarf steigt 2021 weiter rasant an funkschau.de
Nachhaltigkeit: IoT-Lösungen für die Reduktion von Co2-Ausstoß beim Transport mm-logistik.vogel.de
Trends: Welche IoT-Entwicklungen die Wirtschaft im neuen Jahr mit Schwung versehen industry-of-things.de

ZAHL DER WOCHE

Den ambitionierten Zielen der Telekom zufolge sollen bis 2025 99 Prozent der Menschen in Deutschland Zugang zur 5G-Technologie haben.
ip-insider.de

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Safety and Security: Datenhack bei Parler, Nutzeransturm bei Signal und Threema, Darknet-Plattform DarkMarket geschlossen safety-security-ticker.net
Smartlife: Beta-Version des Apple Car, Luftreiniger im Einsatz gegen Corona, Weniger Smart Home-Nutzung in Deutschland smartlife-ticker.net
AI: KI-App checkt, ob Menschen Gesichtsmasken tragen, Frontex nutzt KI zur besseren Überwachung der Meere, Zehn Millionen Euro für Forschungsprojekt zur künstlichen Intelligenz im Finanzsektor ai-ticker.net
Blockchain: EZB-Chefin Lagarde fordert weltweite Regulierung von Kryptowährungen, Britische Aufsichtsbehörde warnt vor Bitcoin-Kursverfall blockchain-ticker.net

HINTERGRUND

Potenzial und Gefahren des Internet of Behavior: Mit der Entwicklung des Internets der Dinge steigen auch die Möglichkeiten, die durch die Erfassung und Nutzung von Daten durch IoT-Geräte entstehen. Ein umstrittener Bereich ist das Internet of Behavior (ioB) – die Erfassung von Menschen und ihrem Verhalten in Form von Daten und deren Nutzung. Das Konzept IoB stammt ursprünglich wohl aus einem Blogbeitrag des Psychologieprofessors Göte Nyman von 2012. Darin heißt es: „Einzelpersonen und/oder Gemeinschaften ein neues Mittel anzubieten, um ausgewählte und sinnvolle Verhaltensmuster so viele wie sie möchten anzuzeigen, indem jedem Verhalten eine spezifische IB-Adresse (analog zum Internet der Dinge) zugewiesen wird …“. Das Forschungsunternehmen Gartner zählt das IoB schon jetzt zu den weltweit größten strategischen Technologietrends für 2021 und geht davon aus, dass bis 2023 40 Prozent der Menschen weltweit ihr Verhalten über das IoB verfolgen lassen werden. Doch wie üblich gehen mit dem Potenzial der Technologie auch Risiken und ethische Bedenken einher. So könnte das IoB auch von Autoritäten genutzt werden, um bestimmte Verhaltensweisen zu fördern oder zu verhindern.
internationalbanker.com

Elon Musk will 5G über Satelliten aufs Land bringen: Das US-amerikanische Unternehmen Starlink des Milliardärs Elon Musk will das Problem des langsamen Internets auf dem Land beheben – auch in Deutschland. Hierzulande verfügt jeder fünfte Haushalt über keinen Zugang zu schnellem Netz. Starlink, eine Tochtergesellschaft des Raumfahrtprogramms SpaceX, will dafür Daten statt über Kabel im Boden und Funkmasten über Satelliten im Weltall transportieren. In den USA sind zu diesem Zweck bereits 1.000 Satelliten in den Orbit gestartet. Bald könnte es auch in Deutschland so weit sein, immerhin hat Musk vor wenigen Wochen die Starlink Germany GmbH gegründet. Das schreckt auch die Konkurrenz auf. Telekom-Konzernchef Timotheus Höttges zeigt sich kooperationsbereit: „Für mich ist das eine sehr ernst zu nehmende Technologie. Ich bin ein großer Bewunderer von Elon Musk und seinen Ideen. Ich halte das für eine gute Technologie, um Menschen zu versorgen, die bislang keine Infrastruktur haben.“
businessinsider.de

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livestreaming-berlin.tv – Social Distancing schränkt unsere sozialen Begegnungsräume ein. Um den Austausch untereinander zu fördern, braucht daher es digitale Alternativen. Wir unterstützen Sie dabei, Begegnungen online zu schaffen: mit virtuellen Konferenzen oder Event-Live-Streams bringen Sie den interkulturellen Austausch voran. Kommen wir in Kontakt! livestreaming-berlin.tv

PROJEKT DER WOCHE

United Internet plant 5G-Offensive: United Internet, Mutterkonzern von Marken wie 1&1 Drillisch, Strato, Wegb.de oder Gmx.de, plant den Einstieg in die Welt der Netzbetreiber. Das kündigte Ralph Dommermuth an, seines Zeichens Vorstandsvorsitzender und größter Aktionär von United Internet. „In den vergangenen Monaten haben wir einen detaillierten Netzplan erarbeitet, mit Ausrüstern verhandelt und unser Glasfasernetz weiter ausgebaut, damit wir Tausende 5G-Antennen anschließen können“, so Dommermuth. Bereits im Sommer 2019 sicherte sich das Unternehmen die Lizenzen für die 5G-Frequenzen von der Bundesnetzagentur. Damit könnte United Internet in absehbarer Zeit zum ernsthaften Konkurrenten von Telekom, Vodafone und Telefónica werden, die in Deutschland derzeit führend auf dem Gebiet sind.
businessinsider.de

ZITAT

„Die Spezifikationen von 5G ermöglichen es leider nicht, Infrastrukturen und Netze aufzubauen, die gleichzeitig Hunderte von Gbit/s und eine extrem niedrige Latenz gewährleisten. Daher sind wir der Meinung, dass mit 5G wahrscheinlich echtes autonomes Fahren gar nicht möglich sein wird.“
Dr. Ivan Ndip, Experte für Antennen und Hochfrequenz-Systeme am Fraunhofer IZM, über die seines Erachtens zu hohen Erwartungen an 5G und weshalb erst 6G diese erfüllen könne.
computer-automation.de

INTERRUPTED

Software soll Cyberkriminelle in Falle locken: Wenige Monate nach den Erschütterungen der IoT-Welt durch die Sicherheitslücke „Ripple20“ warnen Forscher weiter vor gravierenden Schwachstellen, die auch das Internet der Dinge betreffen. Nun haben Wiener Forscher mit dem Projekt „AutoHoney(I)IoT“ eine Locksoftware entwickelt, die als vermeintliches Angriffsziel Cyberkriminelle anlocken und so sensible IoT-Systeme schützen soll. Dem Angreifer werde ein „virtuelles Abbild“ der IoT-Geräte „eine Realität vorgaukeln, die so nicht existiert“. Das Projekt, an dem neben SBA Research, der TU Wien und der FH Technikum Wien auch der Wiener IT-Security-Consulter Trustworks beteiligt ist, einen Prototyp der Locksoftware möglichst bald in die Testphase bringen.
diepresse.com

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