KW 24: Assistenten wie Alexa und Siri droht EU-Regulierung, Aktionsbündnis „Digital für alle“, Eine ökologische Batterie für IoT

Assistenten wie Alexa und Siri droht EU-Regulierung: Die EU befürchtet Wettbewerbs- und Datenschutzprobleme beim Internet der Dinge. Das betrifft zum Beispiel Sprachassistenten von Google, Amazon und Apple. Den Unternehmen droht wegen ihrer Geschäfte mit digitalen Sprachassistenten eine künftig strengere Regulierung durch die EU. Wie die Europäische Kommission vergangenen Mittwoch mitteilte, lassen erste Ergebnisse einer Marktuntersuchung zum Internet der Dinge (IoT) darauf schließen, dass Anbieter von Programmen wie Siri oder Alexa ihre Marktmacht zum Nachteil der Konsumenten und anderer Wirtschaftsteilnehmer nutzen könnten.
golem.de

Aktionsbündnis „Digital für alle“: Ob das Erkennen von Falschnachrichten, Schutz vor digitaler Abzocke oder Infos zu sicherem Einkaufen im Netz: Rund um den bundesweiten Digitaltag am Freitag, den 18. Juni vom Aktionsbündnis „Digital für alle“ finden mehr als 2000 Aktionen statt. Darauf weist der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) als Mitglied der Initiative hin. Das Programm ist auf der jeweiligen Infoseite aufgelistet, auch eine Aktionskarte mit Umkreissuche ist hinterlegt. Nicht alle Angebote finden nur digital, sondern auch hybrid oder vor Ort statt. Einige Aktionen finden nicht nur am Tag selbst, sondern im Zeitraum vom 14. bis 21. Juni statt. Das Ziel sei es, digitale Teilhabe hierzulande zu fördern. Der Digitaltag findet 2021 zum zweiten Mal nach der Premiere 2020 statt.
sueddeutsche.de

Eine ökologische Batterie für IoT: Forscher der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) haben kompostierbare Mini-Kondensatoren hergestellt, die Sensoren oder Mikrosender über Stunden mit Strom versorgen könnten. Kohlenstoff, Zellulose, Glycerin und Wasser sind die Zutaten für eine kompostierbare Batterie. Gedacht sind diese für Kondensatoren beispielsweise für Mikrogeräte, die etwa bei Verpackungen und Transportlogistik Daten senden. Die Fabrikationsanlage für die Bio-Batterie sieht harmlos aus: Es handelt sich um einen modifizierten, handelsüblichen 3D-Drucker. Der ökologische Mini-Kondensator aus dem Empa-Labor kann über Stunden Strom speichern und bereits eine kleine Digitaluhr antreiben. Der Superkondensator könnte bald zu einem Schlüsselbaustein für IoT werden, erwarten die beiden Forscher.
bigdata-insider.de

Robotik und KI dominieren die weltweite Forschung: Die Unesco hat eine Auswertung der weltweiten wissenschaftlichen Forschung durchgeführt und diese zeigt einen klaren Trend bei KI-Technologien. In der veröffentlichten Untersuchung bezieht sich die Unesco zunächst auf die Jahre 2018 und 2019 und auf eine rein quantitative Analyse, also nur auf die Anzahl der Veröffentlichungen von wissenschaftlichen Arbeiten. Für die Bewertung haben die Beteiligten die untersuchten Arbeiten zu „übergreifenden strategischen Technologien“ in zehn diverse Kategorien eingeteilt. Ausgeschlossen wurden dafür Veröffentlichungen zu Kunst sowie aus den Bereichen Humanities und Sozialwissenschaften.
golem.de

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Mit Schwung aus der Pandemie – Tipps und Tricks für den Onlinehandel: Die Corona-Pandemie sorgte für einen beispiellosen Boom beim Onlinehandel. Mittlerweile hat auch die kleine Boutique von nebenan den E-Commerce für sich entdeckt. Doch gerade wenn aus der vermeintlichen Notlösung plötzlich ein nachhaltiges Geschäftsmodell wird, ist professionelle Beratung unumgänglich. Welche steuerlichen Fallstricke es zu umgehen gilt, was sich durch die EU-weite Umsatzsteuerreform im Sommer für Onlinehändler verändert und was es mit dem One-Stop-Shop-System auf sich hat, darüber haben wir mit Nadja Müller und Saravanan Sundaram von fynax, dem Steuerfachberater für E-Commerce bei der ETL, gesprochen. youtube.com

Künstliche Intelligenz: KI-gesteuerte Kampfjets sind menschlichen Piloten überlegen spiegel.de
Wissenschaft: Mars-Rover „Perseverance“ rollt für Forschungsmission los sueddeutsche.de
Hacking: Spielehersteller Electronic Arts (EA) wurde gehackt und Quellcode von Spielen wie Fifa 21 gestohlen golem.de
Digitalisierung: GovTechGipfel: Digitalisierung des Staats wird zum Wahlkampfthema heise.de

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ZAHL DER WOCHE

Von Smart City als Sammelbegriff für den Einsatz digitaler Technologien am Heimatort hat mit 75 Prozent eine deutliche Mehrheit bereits gehört oder gelesen.
elektroniknet.de

HINTERGRUND

Die IoT-Plattform als Allheilmittel!?: Digitale Plattformen sind sehr gefragt: Von Airbnb über Amazon, oder Ebay bis hin zu den App-Stores von Apple zeigen sie, wie Erfolg gelingt. Wie wäre es denn dieses Modell in die Welt des Internet of Things zu übertragen? Denn IoT-Plattformen sind sehr gefragt und fast jedes Unternehmen, das sich mit innovativen Ansätzen beschäftigt, glaubt früher oder später, dass eine IoT-Plattform der richtige Weg zur gewinnbringenden Lösung ist. Warum das nicht ganz stimmt und worauf es wirklich ankommt, wenn Teams IoT für sich und ihre Kunden nutzen wollen, erklärt Marcel Möstel, Head of Solutions bei tresmo. Die IoT-Plattform idealerweise noch standardisiert und bereit zum Benutzen ist kein Garant für erfolgreiche IoT-Lösungen. Der Weg ist deutlich komplexer, denn die IoT-Plattform ist nur ein kleiner Baustein innerhalb einer IoT-Lösung. Darüber hinaus brauchen Unternehmen die jeweiligen ERP- bzw. CRM-Systeme, Analytics, Business-Logik, Anwendungen, Apps, Gateways und natürlich auch die Produkte, die miteinander kommunizieren sollen. Der Fokus eines jeden gewinnorientierten Betriebs sollte immer nur einer sein, nämlich der Kundennutzen. Ist der Anwender am Ende nicht zufrieden, nützt die beste IoT-Lösung mit der ausgefeiltesten IoT-Plattform nichts. Wer kein IoT-Experte ist, sollte sich einen kaufen, denn der Aufwand für das vorhandene Team, sich das Spezialwissen anzueignen, steht in keinem Verhältnis zum möglichen Nutzen.
it-daily.net

Google treibt Computerchip-Design mit KI-Algorithmus voran: Bei der Entwicklung von Computerchips will Google in Zukunft auf Künstliche Intelligenz setzen. Mit dem im Fachjournal Nature vorgestellten KI-Algorithmus ließe sich das Design der Chips deutlich beschleunigen. Ein Spielzeug-Baukasten, aber nicht mit ein paar Dutzend Klötzchen, sondern gar mit Abermillionen. Die gilt es nun so aufzustellen, dass eine gewisse Ordnung entsteht, eine wahre Geduldsarbeit. So ungefähr sieht der Alltag von Chip-Designern aus: Unter anderem müssen sie Abermillionen von Schalterelementen und Speicherbausteinen zu einem Grundriss anordnen, der garantiert, dass der Chip funktioniert, sagt Anna Goldie, Forscherin bei Google in Kalifornien. Die KI von Google ist der Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachempfunden, Fachleute sprechen von einem neuronalen Netzwerk, erklärt Goldies Kollegin. Am Anfang agiere das neuronale Netz rein zufällig, und die Ergebnisse seien alles andere als optimal. Doch dank des Belohnungssignals klappe es beim nächsten Mal besser und das Ganze wäre dann ein einfacher Wiederholungsmechanismus. Innerhalb von sechs Stunden würde man ein optimiertes Chipdesign erhalten. Menschen bräuchten dafür Wochen oder Monate und würden in vielen Fällen eine qualitativ schlechtere Lösung liefern.
deutschlandfunk.de

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Safety and Security: Bundeswehr fehlen Tausende Fachkräfte für Cybersicherheit, Nach Cyberangriff-Weltgrößter Fleischkonzern JBS fährt Produktion wieder hoch, Sabotageangriff legt Onlinebanking bei Volksbanken lahm safety-security-ticker.net
Smartlife: Nevatis Software CEO plädiert für europäisches Gütesiegel, Neue EU-Regeln betreffen auch Sprachassistenten von Google, Amazon und Apple, WLAN-Steckdosen steuern Geräte und messen den Stromverbrauch smartlife-ticker.net
AI: KI soll die Überwachung von SAP-Systemlandschaften verbessern; Unternehmen erwarten gravierende Veränderungen durch KI; KI-Supercomputer soll eine dreidimensionale Karte des Universums erstellen ai-ticker.net
Blockchain: Bitcoin und Ethereum verlieren an Wert, Chinas Regierung gibt neue Blockchain-Agenda heraus, Solana – der neue Stern am Smart-Contract-Himmel blockchain-ticker.net

PROJEKT DER WOCHE

Logik-Chips – Open-Source-FPGA mit 12-Nanometer-Technik: Für programmierbare Logikchips (FPGAs) braucht es meistens eine proprietäre Software. OpenFPGA FROG soll das künftig ändern und ist selbst offengelegt. Beim Chip-Auftragsfertiger Globalfoundries wurde von dem „Laboratory for Nano Integrated Systems“ der University of Utah (UofU LNIS) ein offengelegtes FPGA mit 12-Nanometer-Technik produzieren lassen. Um das „First Reconfigurable Open-source Gate-array“ (FROG) zu programmieren, braucht man keine proprietäre Software wie bei FPGA-Chips von AMD/Xilinx und Intel/Altera. Das LNIS legt die nötigen Tools bei GitHub offen. Das Design des OpenFPGA wurde mit dem gleichnamigen automatischen „IP-Generator“ erzeugt und ist deshalb auch offengelegt und dokumentiert. Der erzeugt die konfigurierbaren „Intellectual Property Blocks“ (IP Blocks) des FPGA, die eine etwas schiefe Bezeichnung haben, weil mit IP normalerweise geschütztes und eben nicht frei nutzbares geistiges Eigentum gemeint ist. Das US-Department of Energy (DoE) steuert zur Entwicklung von OpenFPGA DARPA-Fördermittel bei. FPGAs sollen helfen, die digitale Souveränität der USA bei Rüstung und kritischer Infrastruktur zu sichern. Globalfoundries fertigt FROG deshalb auch unter Bedingungen des Department of Defense Trusted Foundry Program.
heise.de

ZITAT

„Das KI-Modell hat den Richtungswechsel korrekt und ohne Behavioral Bias, also ohne menschlich-emotionale Befangenheit, antizipiert. Das System verarbeitet täglich eine siebenstellige Zahl an Daten. Die Verarbeitung kann den Aufwand herkömmlicher Handelssignale durchaus um das 100.000fache übersteigen.“
Pablo Hess von Tungsten Trycon über den Einsatz von KI-Technologien in Banken, Sparkassen und Wertpapierhäusern.
it-finanzmagazin.de

INTERRUPTED

Gamer findet Relikt in Spielebox aus der Vergangenheit: Ein Gamer hat eine Notiz in einer Spiele-Box gefunden, die er zuvor auf dem Flohmarkt kaufte. Es handelte sich um das PC-Spiel „Frankenstein: Through the Eyes of the Monster“ aus dem Jahr 1995, darin war eine ausführliche handgeschriebene Notiz und ausführliche Beschreibung des Spiels mit Skizzen und Illustrationen. Die Seiten wurden eingescannt und auf archive.org hochgeladen.
t3n.de

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