KW 21: Eclipse Foundation startet IoT-Umfrage, Audi testet 5G-Roboter, Solarzelle betreibt IoT-Geräte mit künstlichem Licht

NACHRICHTEN

Eclipse Foundation startet IoT-Umfrage: Noch bis zum 26. Juni läuft die jährliche Entwicklerumfrage zum Internet der Dinge der Eclipse Foundation. Anhand der Ergebnisse der Umfrage, die sich an IoT-Entwickler richtet, will die Eclipse Foundation die Arbeit der IoT Working Group und der Eclipse Edge Native Working Group anpassen. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr auch das Thema Edge Computing in die Umfrage aufgenommen.
heise.de

IoT als Sicherheitsrisiko in der Krise: Eine Analyse von Extrahop, einem Anbieter für Cloud-Lösungen, zeigt, dass die Corona-Krise im Zusammenhang mit IoT zu mehr Sicherheitslücken geführt hat. Während in Unternehmen die Verwendung hausinterner vernetzter Geräte zurückging, blieben Geräte wie IP-Telefone und Drucker oft weiter online, was ein Sicherheitsrisiko für Firmen darstellen kann. Zwar wurden deutlich mehr Kameras von Unternehmen eingesetzt, um die verlassenen Standorte zu überwachen, auch diese können jedoch von Hackern angegriffen werden. Sri Sundaralingam, Vice President Cloud and Security Solutions bei Extrahop, sagt, für viele Unternehmen sei IoT-Management ” möglicherweise nur eine Randerscheinung oder zumindest etwas, das sie zunächst nicht als langfristige Aufgabe sahen. Nun, da Verfügbarkeits- und Sicherheitsfragen im Bereich Fernzugriff akuter werden, muss man sich hier mehr kümmern”.
funkschau.de

Audi testet 5G-Roboter: Der Autobauer Audi testet derzeit einen Roboter in der Produktion, der über 5G vernetzt ist. Der Roboter baut Airbag-Module in Lenkräder ein. Die niedrige Latenzzeit bei der Datenübertragung per 5G soll die Sicherheit der Mitarbeiter erhöhen, wenn diese mit dem Roboter interagieren. Die Reaktionszeit des Prototyps ist mit der über Kabel vergleichbar.
cio.de

Bericht warnt vor Sicherheitslücken in der Industrie 4.0: In einem neuen Forschungsbericht warnt das Sicherheitsunternehmen Trend Micro vor unkonventionellen Hackerangriffen auf vernetzte industrielle Anlagen. Dafür nutzte das Unternehmen ein Industrie-4.0-Labor in Mailand, in dem aktuelle Fertigungsanlagen untergebracht sind. Udo Schneider, IoT Security Evangelist Europe bei Trend Micro warnt vor neuen Angriffsmethoden auf diese Anlagen: “In der Vergangenheit wurde bei Cyberangriffen auf Produktionsanlagen vor allem herkömmliche Malware verwendet, die durch übliche Netzwerk- und Endpunktschutz-Lösungen gestoppt werden kann. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass fortgeschrittene Angreifer zukünftig Operational Technology (OT)-spezifische Angriffe entwickeln, die dann unter dem Radar fliegen”.
datensicherheit.de

System-on-Module: Arrow und Exor entwickeln Industrial-IoT-Edge-Plattform all-electronics.de
Open-Source-Stiftung: Eclipse Foundation verlegt ihren Sitz nach Europa elektroniknet.de
Pandemien: Wie Datenanalyse, KI und IoT den neuen Normalfall bilden werden computerwelt.at
LPWAN: mioty-Patentlizensierungsplattform gestartet industry-of-things.de
IMX: Sony bringt KI-Kamerachips ohne Cloud-Bindung auf den Markt pcgameshardware.de

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Das Coronavirus schränkt unser soziales Leben ein – richtigerweise müssen Menschen vor lebensgefährlichen Infektionen geschützt werden. Wenn Begegnungsräume nicht mehr erreichbar sind, verlieren wir Möglichkeiten zum Austausch und Lernen. Wer nach Verbindung sucht, nutzt digitale Alternativen. Wir unterstützen dabei, Begegnungen online zu schaffen – mit Veranstaltungsstreams können Sie die wichtigen menschlichen Verbindungen dennoch knüpfen.
livestreaming-berlin.tv

ZAHL DER WOCHE

200.000 neue 5G-Antennen benötigt Deutschland dem Telekommunikationsunternehmen Telefónica zufolge für die Netzabdeckung.
it-production.com

HINTERGRUND

IoT als Herausforderung für IT-Abteilungen: Eine Umfrage des Monitoring-Spezialisten Paessler zeigt, wie schwer sich viele Unternehmen derzeit noch mit IoT tun. So gaben 54 Prozent der befragten deutschen IT-Administratoren an, dass das Thema IoT für sie die größte Herausforderung sei. Durch die wachsende Vernetzung von Geräten steigen die Sicherheits- und Administrationsanforderungen an die IT-Abteilungen von Firmen. “Ein IoT-Netzwerk ist nur so stark und sicher wie sein schwächster Endpunkt. Jedes angeschlossene Gerät ist ein potenzielles Einfallstor ins Netzwerk”, sagt Gabriel Fugli, Team Manager bei EMEA Paessler. Weitere Themen, mit denen sich die IT-Administratoren schwertun, sind Data Storage und Big Data, die im Zuge von IoT ebenfalls immer wichtiger werden.
funkschau.de

MIoT und 5G: Eine Studie von Reply legt den Fokus auf neue Geschäftsfelder, die im Zuge der 5G-Technologie entstehen werden. Neben Enhanced Mobile Broadband (eMBB) mit Anwendungsfeldern wie 5G-Livestreaming und Mission Critical Control, das bei hochsensiblen Anwendungen zum Einsatz kommt, wird demnach ein sogenanntes Massive Internet of Things (MIoT) entstehen. Dieses betrifft Bereiche wie Consumer IoT, Smart Cities und Smart Buildings. IoT-Unternehmen können dank hoher Marktvolatilität, sinkender Margen und kürzerer Produktlebenszyklen stark von dem Trend profitieren. “Die 5G-Technologie führt zu einer hypervernetzten Welt, in der immer mehr vernetzte Dinge miteinander kommunizieren. Dies schafft eine Vielzahl neuer, datengesteuerter Geschäftsmöglichkeiten und kommerzieller Nutzungsszenarien”, so Filippo Rizzante, CTO bei Reply.
it-daily.net

PROJEKT DER WOCHE

Solarzelle betreibt IoT-Geräte mit künstlichem Licht: Um den Energieverbrauch von IoT-Geräten effizienter zu gestalten, könnten bald Photovoltaik-Zellen zum Einsatz kommen, die mit künstlichem Licht betrieben werden. An einem solchen Projekt arbeitet unter anderem das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP in Dresden. Die winzigen Solaranlagen könnten das Licht, das in Büros oder Wohnungen verwendet wird, nutzen. Am FEP wurde eine flexible Perovskit-Solarzelle entwickelt, die auf ultradünnes Glas aufgetragen werden könnte. Dem Institut zufolge handelt es sich bei dem Prototyp um die derzeit effizienteste Indoor-Solarzelle.
trendsderzukunft.de

ZITAT

“Wir haben die Erfahrung gemacht, welche Folgen es haben kann, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, einfache Produkte wie Gesichtsmasken herzustellen, sondern dabei auf Länder wie China angewiesen sind. Umso mehr sollten wir nun darauf dringen, uns bei der kritischen Infrastruktur schlechthin, nämlich unserem digitalen Nervensystem 5G, nicht von Unternehmen abhängig zu machen, die dem chinesischen Staatseinfluss ausgeliefert sind.”
Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, will den chinesischen Konzern Huawei vom 5G-Ausbau in Deutschland ausschließen.
handelsblatt.com

INTERRUPTED

IoT-Sensor gegen Schlangen vor Geschäften: Um sicherzustellen, dass sich während der Corona-Pandemie nicht zu viele Menschen in einem Geschäft aufhalten, setzen viele Einzelhändler derzeit auf Sicherheitspersonal, dass die ein- und ausgehenden Besucher zählt. Die Firma A1 Digital, die zur Telekom Austria Group gehört, will dieses Problem mittels IoT lösen und hat einen 3D-IoT-Sensor, der die eintretenden Kunden zählt und diese Daten an eine Plattform übermittelt. Über einen Monitor könnten Kunden informiert werden, wie viele Besucher sich derzeit in einem Geschäft aufhalten und ob sie den Laden betreten können. Diese Informationen können ebenfalls über die Webseite des Händlers abgerufen werden, sodass Kunden ihren Einkauf schon im Voraus planen können.
industry-of-things.de

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